Aktuelles

Die Vertreter von EIL und die Vertreter der Werkstätten hatten einen intensiven Austausch

Ehrenamtliche Tätigkeit ist für viele Menschen eine sinnvolle Aufgabe. Dabei sind viele Dinge im Arbeits- und Zusammenleben nur möglich, weil Menschen in ihrer Freizeit für andere da sein möchten. Das gilt gleichermaßen im sozialen Bereich wie auch im kulturellen Sektor.

 

Die Vertreter der EIL (Ehrenamt in Lennestadt – Kontaktstelle für bürgerschaftliches Engagement) folgten der Einladung der Werthmann-Werkstätten, Abteilung Lennestadt, um die Räumlichkeiten und das Arbeitsgebiet für Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung kennen zu lernen und in einen gegenseitigen persönlichen Austausch über die verschiedenen Einsatzgebiete ehrenamtlicher Arbeit zu gehen.

Um einen Überblick über die verschiedenen Abteilungen und deren Arbeitsgruppen zu bekommen, stellte Andreas Mönig (Leiter der Werthmann-Werkstätten) die Werkstatt mit einem kleinen Informationsfilm den Besuchern vor. Dies wurde als Anlass für einen regen Austausch untereinander genommen.

Die Aufgaben und Einsatzbereiche für ehrenamtliche Mitarbeiter sind vielfältig. Unter anderem kann das Unterstützung bei Festen und Feiern sein oder regelmäßiges Engagement bei der wöchentlichen Begleitung eines Sport- oder Kunstangebotes. Dabei steht die Förderung der Menschen mit einer geistigen und/oder körperlichen Behinderung im Mittelpunkt.

 

Auch die Kontaktstelle EIL bietet ehrenamtlich engagierten Mitbürgern eine Plattform, sich in den verschiedensten Einrichtungen, Organisationen und Projekten persönlich einzubringen und Zeit zu schenken, dabei  vermittelt sie Bürgerinnen und Bürger die unterstützend tätig werden möchten, nach deren Fähigkeiten und Erfahrungen.

 

Sollten Sie Interesse haben sich ehrenamtlich zu engagieren und noch weitere Informationen benötigen, dann können Sie sich vertrauensvoll an die EIL –Ehrenamt in Lennestadt, Telefon. 02723/608456, E-Mail: eil@lennestadt.de oder an die Werthmann-Werkstätten, Abteilung Lennestadt, Telefon 02721/600742625 (Ansprechpartner Maja Gerlach), E-Mail mgerlach@caritas-olpe.de wenden.

Bürgermeister aus Drolshagen in den Werkstätten

 

„Über die industrielle Leistungsfähigkeit in den Werkstätten bin ich angetan.“, resümierte Bürgermeister Ulrich Berghof aus Drolshagen nach seinem Besuch in der Abteilung Attendorn der Werthmann-Werkstätten. Aktuell erfahren 56 Menschen mit Behinderungen aus der Stadt Drolshagen dort Teilhabe am Arbeitsleben. Seit vielen Jahren ist die Stadt Drolshagen Auftraggeber der Werkstätten. Der Garten- und Landschaftsbau betreut einige öffentliche Grundstücke der Stadt. „Diese Zusammenarbeit hat sich sehr bewährt. Derzeit überlegen wir, ob wir diese ausbauen können.“, so der Bürgermeister. Auch einige Firmen aus der Stadt sind Kunden der Werkstätten. „Ich finde es toll, wie sich die Menschen hier durch die Teilhabe am Arbeitsleben entwickeln können.“, so der Bürgermeister abschließend.

Am Sonntag, 24. September 2017,  ist „Tag der Gehörlosen“. Weltweit machen  gehörlose Menschen  an diesem  Tag auf ihre Situation aufmerksam, werben für die Gebärdensprache, für Untertitel im Fernsehen und mehr Gebärdensprachen-Dolmetscher.

Auch in den Werthmann Werkstätten, Abteilung Attendorn, arbeiten vier gehörlose Beschäftigte. Eine von ihnen ist bzw. war Simone Schüller. Gerade ist sie an den Niederrhein gezogen. Am Montag war sie allerdings zu Besuch in ihrer alten Heimat.

Nach einer Erkrankung im Säuglingsalter hat Simone Schüller ihr Gehör verloren. Trotzdem fand sie zunächst eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt. Nach der Familienphase und der Kindererziehung gelang der Wiedereinstieg hier nicht mehr. Mit Unterstützung der Beratungsstelle für Hörgeschädigte kam sie schließlich zu den Werthmann Werkstätten als Teilnehmerin der beruflichen Bildung. Während dieser Zeit stellte sich schnell heraus, Simone Schüller hat besondere Fähigkeiten im einfühlsamen und verständnisvollen Umgang mit ihren Arbeitskollegen. „Sie hat sich dann im Rahmen der beruflichen Bildung zu einer Betreuungshelferin qualifiziert“, erklärt Wolfram Spitzer vom Begleitenden Dienst. „Für sie waren die Werthmann Werkstätten eine echte Chance dieses Talent zu fördern und somit ein Sprungbrett in Richtung 1.Arbeitsmarkt.“

Die starke Frau setzte nicht nur bei den Beschäftigten in den Arbeitsgruppen etwas in Bewegung, sondern auch bei den Angestellten der Werthmann Werkstätten.  Rund 15 Männer und Frauen wurden Teilnehmer eines Gebärdenkurses. Hier lernten sie nicht nur das Fingeralphabet, sondern auch, wie man sich am besten verständigt. Nun wird bei einem Gespräch mit vollem Körpereinsatz gearbeitet. Hände, Arme, Oberkörper, Kopf und Gesicht werden eingesetzt. Am stärksten werden die Hände eingesetzt, aber mit dem Gesichtsausdruck, der Mimik, werden zusätzlich Gefühle vermittelt. Gruppenleiter Thorsten Dornseifer entwickelte dabei ein besonderes Talent. Er ist auch an der Seite von Simone Schüller, wenn sie ihre ehemaligen Kollegen besucht. Darunter sind auch Anne Weber,  Mehmet Gjema und Maria Kühner, die ebenfalls gehörlos sind. Mit Wolfram Spitzer hingegen haben es die Gehörlosen schwer. „Ich trage einen Bart und das macht es schwierig, die Worte von den Lippen abzulesen.“

Wenn es bei der Kommunikation harkt, helfen Handy, Stift und Papier. „Fachausdrücke sind schwierig“, weiß auch Simone Schüller. „Da ist es besser die Dinge schwarz auf weiß zu haben“. Darüber hinaus ist es notwendig bei wichtigen Terminen einen vereidigten Gebärdensprachen-Dolmetscher hinzu zu ziehen.

Neueste Infos:

Die Vertreter der EIL (Ehrenamt in Lennestadt – Kontaktstelle für bürgerschaftliches Engagement) folgten der Einladung der Werthmann-Werkstätten. Mehr dazu hier.

Bürgermeister Ulrich Berghof (rechts) aus Drolshagen besuchte die Werkstätten. Nähere Infos hier. 

Der "Tag der Gehörlosen" findet weltweit am Sonntag, 24.09.2017 statt. Weitere Infos gibt es hier.


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