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Luisa Schneider und ihre Mutter Susanne Schneider, hier mit Gruppenleiterin Andrea Drüeke loben die Werthmann-Werkstätten und die dortige individuelle Förderung.

 

Eine Entlastung für alle

 

Luisa Schneider ist in ihrem Element. Akribisch und engagiert baut die Altenhundemerin Fliegenklatschen zusammen. Die Fliegenklatschen werden nach der Montage zurück an die Herstellerfirma gesandt und gehen von da aus in den Handeln. Ihre Lieblingsarbeit, die sie mit besonderem Eifer erledigt. Jeder Arbeitsschritt ist ihr vertraut und sollte ihr irgendetwas unklar sein, sind die Gruppenleiter Andrea Drüeke und Michael Hennes in der Nähe und geben Hilfestellung.  Die 22-Jährige ist eine von 115 Beschäftigten der Werthmann- Werkstätten in der Abteilung Lennestadt und eine von kreisweit über 620 Beschäftigten der Werthmann-Werkstätten. Ihre Mutter Susanne Schneider plagten nie Zweifel, ob sie für ihre Tochter auf einen Arbeitsplatz außerhalb der Werkstatt bestehen sollte. „Inklusion gibt es auch hier. Luisa wird ständig da abgeholt, wo sie gerade steht. Nicht jeder Tag ist gleich. Auf dem freien Arbeitsmarkt hätte sie kaum eine Chance“, ist sich Susanne Schneider sicher und fügt hinzu: „Ich wollte nicht, dass Luisa diesen geschützten Rahmen verlässt. Sie fühlt sich hier wohl und hat hier auch ihre Freunde.“ Susanne Schneider klingt überzeugend und ist sich sicher, dass es für ihre Tochter Luisa der richtige Weg ist. Schon die Vorgespräche waren sehr informativ und feinfühlig“, blickt Susanne Schneider zurück und war danach schon von der Einrichtung überzeugt. Nach der Aufnahme in die Werkstatt folgten 27 Monate beruflicher Bildung. Im dreimonatigen Eingangsverfahren werden zunächst die Fähigkeiten und Interessen des Maßnahmeteilnehmers durch praktische Arbeiten und anerkannte Testverfahren. Gemeinsam mit Luisa Schneider und ihrer Mutter wurde dann auf dieser Grundlage der weitere individuelle Qualifizierungsverlauf geplant. In der folgenden zweijährigen Berufsbildungsmaßnahme wurden praktische und fachtheoretische Kenntnisse in vielfältigen Qualifizierungsbereichen vermittelt. „Nach Abschluss des Berufsbildungsbereichs erhielt Luisa Schneider wie die anderen Teilnehmer ein Abschlusszertifikat, das die Lerninhalte ihrer bisherigen Förderung dokumentiert. Den Neigungen und Fähigkeiten entsprechend erhielt Luisa Schneider einen individuell angepassten Arbeitsplatz in den Werkstätten. Neben den fachlichen Kenntnissen werden auch ihre sozialen und lebenspraktischen Fähigkeiten planmäßig gefördert. „Es gibt kleine Arbeitsgruppen und dabei wird auch auf psychische Erkrankungen geachtet Ich bewundere die Arbeit hier. Luisa ist selbständig und wird es jeden Tag mehr, sie geht jeden Tag glücklich und motiviert zur Arbeit. Ich weiß, dass meine Tochter in den Werkstätten am richtigen Platz ist – dies entlastet sie und meine ganze Familie. Ich bin froh, dass wir diesen Weg gehen durften “, fügt Susanne Schneider hinzu. Gruppenleiterin Andrea Drüeke ist sich sicher, dass viele Eltern die ähnliche Fragen haben, wie Frau Schneider diese hatte. Sie gibt den Tipp, Kontakt zu den Angehörigen des Angehörigenbeirates aufzunehmen. Diese stehen für Fragen gerne zur Verfügung. Auf dieser Homepage sind die Kontaktdaten zu finden.

Ein Traum ist in Erfüllung gegangen....

von links:Günter Rotthoff, Andre Völker, Juliane Strunk, Reiner Hesmert und Michael Lütticke

Für Andrè Völker ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Seit Anfang Dezember vergangenen Jahres arbeitet er bei der Firma Gewiss in Ottfingen in einem sozialversicherten Beschäftigungsverhältnis. Die Firma Gewiss gehört zur internationalen Gewiss Group mit Sitz in Italien. Sie entwickelt, fertigt und vertreibt Komponenten der Elektroinstallation für Handwerk und Industrie. Zuvor arbeitete der 25-jährige im Betrieb seit März 2011 im Rahmen eines betriebsintegrierten Arbeitsplatzes (Außenarbeitsplatz) der Werthmann-Werkstätten. „Das war jetzt der nächste und logische Schritt“, freut sich auch Günter Rotthoff, sein Integrationsassistent von den Werthmann-Werkstätten, der ihn die vergangenen Jahre begleitet hat.

 

Andrè Völker ist eine echte Erfolgsgeschichte. Im September 2010 kam er nach seiner Schullaufbahn in die Werthmann-Werkstätten und absolvierte zunächst den Berufsbildungsbereich. Nach einem Praktikum bei der Firma Gewiss hat er hier seine berufliche Bildung fortgeführt. „Als Andrè den Wunsch äußerte, in ein sozialversicherten Beschäftigungsverhältnis  zu wechseln, haben wir nicht lange gezögert und ihm diesen Arbeitsplatz angeboten“, so Betriebsleiter Reiner Hesmert. „sonst drohte die Gefahr, dass wir einen guten Mann verlieren.“

 

 

Möglich war das, weil viele positive Faktoren zusammen kommen. Zum einen Andrè Völker selber. Er ist begeistert von seiner Arbeit als Lagerhelfer. Zahlen sind seine Welt und damit kann er sich Artikelnummern gut merken. „Außerdem habe ich auch den Staplerführerschein gemacht.“ Zum anderen aber auch seine Kollegen. Sie wissen um seine Schwächen und Stärken. „Wir benötigten im Lager Unterstützung und starteten den Versuch, hier einen betriebsintegrierten Arbeitsplatz als Lagerhelfer zu errichten“, erklärt Reiner Hesmert. Dank der fachlichen Anleitung und kollegialen Begleitung durch den „Paten“ Michael Lütticke im Betrieb gelang die Inklusion im Arbeitsleben vorbildlich. Michael Lütticke ist für Andrè Völker erster Ansprechpartner, wenn es Fragen oder Probleme gibt.

 

Ansonsten stand ihm Günter Rotthoff zur Seite. Doch da heißt es jetzt Abschied nehmen, denn das Beschäftigungsverhältnis mit den Werthmann Werkstätten ist nun zu Ende. „Natürlich bin ich sehr stolz auf seinen beruflichen Werdegang – die Vermittlungen auf einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz sind für uns besondere Erfolgsmomente.“, betonte der Integrationsassistent. Die helfende Hand an Andrès Seite ist in Zukunft Juliane Strunk vom Integrationsfachdienst. Der Integrationsfachdienst (IFD) Siegen, Olpe, Wittgenstein und die Werthmann Werkstätten kooperieren hier eng miteinander.

  

Wie gut ihre Hilfe ist, konnte Andrè Völker schon gleich erfahren. „Als nächstes möchte ich meinen Führerschein machen.“ Dafür gibt es finanzielle Unterstützung vom Integrationsfachdienst. Das begrüßt auch Betriebsleiter Reiner Hesmert. „So könnten wir sein Aufgabenspektrum auch um Kurierfahrten erweitern.“ Das eigene Auto ist dann ein weiteres Ziel. Andrè Völker wird das schaffen. Da sind sich alle einig. Nun verdient er zum ersten Mal seinen eigenen Lohn von dem er für sein Auto sparen will. 

 

Auch für die Firma Gewiss gab es Unterstützungsleistungen. Sowohl bei dem betriebsintegrierten Arbeitsplatz als auch beim Übergang von den Werkstätten für Menschen mit Behinderungen in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis kann der Beschäftigungsgeber finanzielle Zuschüssen anfordern.

 

Andrè Völker war einer der derzeit 33 betriebsintegrierten Arbeitsplätzen der Werthmann-Werkstätten. Sie sind in unterschiedlichsten Bereichen wie Industriebetrieben, öffentlichen Verwaltungen und sozialen Einrichtungen angesiedelt - Tendenz steigend. Nun gehört er zu den acht Mitarbeitern, die es in ein sozialversichertes Beschäftigungsverhältnis in den letzten Jahren geschafft haben. 

Neueste Infos:

"Werkstatt ist eine Entlastung für alle" so berichtet die Mutter Susanne Schneider. Weitere Infos hier

Zu Beginn der Fastenzeit wurde das Aschenkreuz in der WWA gespendet: „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst."

Aktuelle Infos über die Olympischen Spielen in leichter Sprache erhalten Sie hier: www.sportschau.de/olympia/leichte-sprache/

André Völker hat den Sprung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt geschafft. Weitere Infos hier.

Die verantwortlichen Führungskräfte legten jetzt die Ziele für 2018 fest. Schwerpunkte sind  offensive Maßnahmen zur Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen wie das Bundesteilhabegesetz. 


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