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Praxistag in Olpe und Welschen Ennest

 

Die Resonanz beim ersten Praxistag, zu dem die Werthmann-Werkstätten im Juli in die Abteilung Olpe und die Nebenstelle Welschen Ennest eingeladen hatten, war außerordentlich groß. Zahlreiche Menschen mit psychischen Erkrankungen erlebten einen Tag lang live die Arbeit in den Bereichen Montage, Elektromontage, Digitales Archivieren sowie Garten- und Landschaftspflege. In den verschiedenen Abteilungen probierten sie aus, ob sie Interesse und Spaß an der Arbeit haben und ob sie den Ansprüchen genügen. Dabei stellten die Interessenten fest, dass die Werthmann-Werkstätten durch ein vielfältiges Arbeits- und Bildungsangebot denn jeweils individuellen Möglichkeiten entsprechend Arbeit möglich machen und sie dabei begleiten und fördern können. Schon vielen ist dadurch wieder der Schritt in den allgemeinen Arbeitsmarkt gelungen. Doch das ist nicht der einzige positive Aspekt. Mit der Arbeit und der damit wiedergewonnenen Tagesstruktur ist auch gelebte Inklusion verbunden. Denn Menschen, die wegen einer psychischen Erkrankung plötzlich aus dem Arbeitsleben gerissen werden, erleben oftmals auch den sozialen Ausstieg aus der Gesellschaft.

 

Um weiteren Menschen mit einer psychischen Erkrankung Gelegenheit zum Schnuppern zu geben, bieten die Werthmann-Werkstätten einen zweiten Praxistag am Donnerstag, 29. November an, der unter dem Titel „Arbeit möglich machen – einfach praktisch“ steht. Zwischen 08.00 und 14.00 Uhr können sie sich in der Abteilung Olpe und der Nebenstelle Welschen Ennest ohne Antrag oder Anmeldung ganz unverbindlich einen Eindruck verschaffen, ob sie Interesse an einer beruflichen Teilhabe am Arbeitsleben haben. Petra Müller vom Begleitenden Dienst in der Werkstatt Olpe weiß, dass psychisch erkrankte Menschen oft Hürden überwinden müssen, bevor sie den Weg zu einer der Werkstätten suchen. „Mit dem Praxistag möchten wir Hemmschwellen abbauen und zeigen, dass wir gute und anspruchsvolle Arbeit für dieses Klientel möglich machen und ihnen so die Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen. Es gibt keinen Druck und keine Erwartungen Jeder wird nach seinen Fähigkeiten eingesetzt und gefördert.“

 

Eine Beschäftigte der Werkstatt hat nach dem Ausbruch ihrer Krankheit eine längere Zeit alleine und isoliert gelebt und fühlte sich völlig wertlos. Es dauerte, bis sie den Weg zur Werkstatt fand. Doch inzwischen ist sie wieder glücklich: „Ich weiß, wofür ich morgens aufstehe. Wenn ich am Nachmittag die Werkstatt verlasse, weiß ich, dass ich etwas Sinnvolles getan habe. Und das bringt mir Motivation und Anerkennung, mein Selbstwertgefühl und mein Leistungsvermögen sind gestiegen. Durch die Teamarbeit habe ich wieder soziale Kontakte und sogar neue Freunde gefunden. Und ich tue was für meine Rente. Die Mitarbeiter vom Begleitenden Dienst begleiten uns nicht nur bei der Arbeit, sondern auch in allen sozialen Bereichen. Ich bin sehr dankbar für diese Chance.“

 

Infos zum Praxistag und zur Arbeit bzw. zum Praktikum in den Werkstätten erteilen Anja Dornseifer, Tel. 02764/26133-2725, Diana Friedrichs, Tel. 02764/26133-2724, und Petra Müller, Tel. 02761/9653-2342, die neben den Gruppenleitern der verschiedenen Arbeitsbereiche auch beim Praxistag für Gespräche bereitstehen. 

Nach der großen Resonanz beim ersten Praxistag freuen sich der Leiter der Werthmann-Werkstätten, Andreas Mönig (r.), der Abteilungsleiter der Werkstätten Olpe und Welschen Ennest, Theo Selter (r.) sowie die drei Mitarbeiterinnen vom Begleitenden Dienst, Petra Müller (2.v.l.), Diana Friedrichs (m.) und Anja Dornseifer (2.v.r.) auf viele Interessenten beim zweiten Praxistag am 29. November 2018.

Neueste Infos:

Stimmwerk nimmt am Adventskonzert des Männergesangvereins in Bamenohl teil. Dies findet am Sonntag, 16.12.2018 um 17 Uhr in der Pfarrkirche in Bamenohl statt.

Es ist immer wieder ein großes Wiedersehen, wenn die Beschätigten der Abteilung eXtern zusammen kommen. So auch bei der diesjährigen Adventsfeier. 

Die Werkstätten laden zum Praxistag an. Weitere Infos hier.


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