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von links: M. Sc. Henning Oberc, Andreas Mönig, Susanne Rüenauver, Dirk Schürmann, Achim Scheckel, Silvio Barthel

Bochum. Die Werthmann-Werkstätten waren zu Gast in der Lernfabrik der Ruhr-Universität Bochum. Das besondere der Ruhr-Uni ist, dass sie unter anderem einen Lehrstuhl für Produktionssysteme und eine Fakultät für Maschinenbau umfasst. Nach einer kurzen Präsentation und Vorstellung von Prof. Dr.-Ing. Dieter Kreimeier ging es auch schon los.
Bei einem Rundgang durch die Hallen wurden uns die neuesten Techniken im Produktionsbereich vorgestellt. Virtuelle Realitätsbrillen, aktuelle Robotertechnik oder auch die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine waren Schwerpunkte.
Vielen Dank an Henning Oberc für die tolle Führung! Die Werthmann-Werkstätten freuen sich auf die weitere Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität Bochum. Zum Abschluss des Tages wurde ein Gegenbesuch in den Werkstätten vereinbart. Wir sind gespannt, ob wir den Mitarbeitern der Ruhr-Uni auch etwas spannendes zeigen können.

 

Auf dem Foto: Die Verantwortlichen und der Werkstaattrat freuen sich auf den Praxistag am 04.07.2019: von links Peter Noswitz (Werkstattrat), Achim Scheckel (Abteilungsleiter) Lisa Schröder, Peter Holterhoff (beide Werkstattrat) und Andreas Mönig (Werksta

Olpe. Zu einem Praxistag laden die Abteilung Olpe der Werthmann-Werkstätten und die Nebenstelle Welschen Ennest am Donnerstag, 4. Juli, von 8:00 bis 14:00 Uhr ein. Eingeladen sind besonders Menschen mit psychischen Erkrankungen, die sich wieder eine Tagesstruktur wünschen und denen Zuhause die Decke auf den Kopf fällt. Sie können beim Praxistag  die Arbeit in den Bereichen Montage, Elektromontage, Digital Plus, Digitales Archivieren und Garten- und Landschaftspflege live erleben. In jedem Bereich besteht die Möglichkeit, sich an einem Arbeitsplatz auszuprobieren. Jeder, der schon einmal überlegt hat, ob die Arbeiten in den Werthmann-Werkstätten in Olpe oder Welschen Ennest passend sind, ist herzlich eingeladen. Ganz ohne Antrag oder Anmeldung. Besucher können sich ganz unverbindlich einen Eindruck verschaffen, ob sie den Ansprüchen genügen und ob sie Spaß an der Arbeit haben. Gerne bieten die Werkstätten auch Praktika an.

 

 „Psychisch erkrankte Menschen müssen oft Hürden überwinden, bevor sie zu uns zu kommen“, erklärte Achim Scheckel, der neue Abteilungsleiter der Werkstatt in Olpe. „Mit dem Praxistag möchten wir Hemmschwellen abbauen und zeigen, dass wir gute und anspruchsvolle Arbeit für dieses Klientel möglich machen und ihnen so die Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen. Denn es ist ein tiefer Einschnitt in das Leben, wenn ein Mensch wegen einer psychischen Erkrankung plötzlich aus dem Arbeitsleben gerissen wird. Denn damit verbunden ist auch ein sozialer Ausstieg aus der Gesellschaft.“

 

Häufig habe viele Interessierte aber andere Vorstellungen:

 

Das bestätigt auch Lisa Schröder, 63 Jahre alt, gelernte Gesundheitstrainerin für Senioren, die vor etwa 10 Jahren in einem Praktikum erste Erfahrungen mit der Werkstatt gesammelt hat. Aufgrund einer bipolaren Störung war sie schon seit mehreren Jahren arbeitsunfähig und sozial isoliert. „Diese ersten Erfahrungen mit der Werkstatt haben mich damals nicht überzeugt. Ich brauchte einen zweiten Anlauf. Nach einer weiteren Verschlechterung meiner gesundheitlichen Situation, habe ich dann drei Jahre später einen erneuten Start versucht. Das war dann für mich die Rettung. Die Arbeit in den Werkstätten hat meinem Leben einen neuen Sinn gegeben. Ich konnte neue soziale Kontakte knüpfen und hatte wieder eine Perspektive für mein Leben.“

 

Weiter erzählt sie: „Ich bin nach meinen Fähigkeiten gefördert und eingesetzt worden. In der Montage arbeiten wir für große Firmen aus der Region. Wir montieren in der Elektromontage Schaltkästen für ansässige Industrieunternehmen. Die Arbeit ist anspruchsvoll und jeder bringt sich so ein, wie er es schafft. Ich habe aber gemerkt, dass mein Leistungsvermögen gewachsen ist und gehe jeden Nachmittag mit dem guten Gefühl nach Hause, etwas Sinnvolles geleistet zu haben. Das bringt mir Anerkennung und Motivation. Mir wurde auch angeboten, außerhalb der Werkstätten auf einem externen Arbeitsplatz zu arbeiten. Ich habe mich aber entschieden, dass die Abteilung Olpe für mich der passende Rahmen ist.

Ich weiß, wofür ich morgens aufstehe, habe eine geordnete Tagesstruktur und durch die Teamarbeit soziale Kontakte. Und ich tue was für meine Rente, denn es werden Sozialversicherungsbeiträge gezahlt. Und der Hinzuverdienst ist neben der Erwerbsminderungsrente abzugsfrei.“

Mittlerweile ist Frau Schröder von den Beschäftigten in den Werkstatttag gewählt. Sie betont, wie auch die anderen Kollegen des Werkstattrats, dass den Praxistag als ideales Kennenlern-Angebot empfiehlt.

 

Infos erteilen Anja Dornseifer, Tel. 02764/26133-2725, Diana Friedrichs, Tel. 02764/26133-2724, und Petra Müller, Tel. 02761/9653-2342, die neben dem Werkstattrat auch beim Praxistag für Gespräche bereitstehen.

Foto: ein gelungener „Politikaustausch“ zur Europawahl in den Werthmann-Werkstätten mit Bürgermeister Stefan Hundt

Meggen. Die Europawahlen stehen vor der Tür. Am Wochenende wird in den 27 Mitgliedsstaaten ein neues EU-Parlament gewählt. Erstmals dürfen auch gehandicapte Menschen mit Vollbetreuung ihre Stimme abgeben. In einer Infoveranstaltung wurden die Beschäftigten der Werthmann-Werkstätten der Abteilung Lennestadt informiert. Einige Fragen blieben offen. Christina Papadopoulos, Begleitender Dienst der Werkstätten, ergriff die Initiative und lud Bürgermeister Stefan Hundt zu einer Diskussionsrunde in die Einrichtung ein. Das Stadtoberhaupt kam gerne und hatte für die Fragen der Beschäftigten ein offenes Ohr. Zunächst ging es um seine Person und sein Bürgermeisteramt. Die 16 Anwesenden interessierten sich für den Tagesablauf eines Stadt- oder Gemeindeoberhaupts, für seine vielfältigen Aufgaben, ob er seine Reden selber schreibe, an wie vielen Veranstaltungen er teil nimmt und wie er Politiker geworden sei. Stefan Hundt beantwortete die Fragen und gab viele Einblicke in seine umfangreichen Tätigkeitsfelder. Schnell gewann der Bürgermeister das Vertrauen der Beschäftigten und hatte auch bei Fragen zur bevorstehenden Europawahlen fundierte Antworten parat. Die Fragen waren im Vorfeld bereits ausgearbeitet worden. Zunächst war es für die Beschäftigten wichtig, wie viele Parteien um einen Einzug ins Europaparlament kandidieren. Die Antwort von Bürgermeister Hundt: „Es sind acht Parteien.“ Auch interessierte die Diskussionsteilnehmer, welche Voraussetzungen man erfüllen müsse, um selber zu kandidieren und welchen Schulabschluss man mitbringen sollte. Auch die weiteren Fragen waren gut durchdacht und wichtig für Menschen mit Handicap: „Ist der Plenarsaal barrierefrei? Gibt es Parlamentarier mit Behinderung? Wie kommt es, dass Politiker mehr verdienen als wir? Und allgemeines: „Wem kommen die Entscheidungen zugute, die in Brüssel getroffen werden? Nach etwa einer Stunde waren die wichtigsten Fragen beantwortet. Bürgermeister Stefan Hundt wurde mit viel Beifall verabschiedet und sagte: „Danke für die Einladung. Es hat mir Spaß gemacht. Ich komme gerne wieder. Gern lade ich Sie auch zu uns ins Rathaus ein.“ Diese Einladung haben die Mitarbeitenden der Werkstätten gerne angenommen.

Neueste Infos:

Die Werthmann-Werkstätten waren zu Gast in der Lernfabrik der Ruhr-Universität Bochum. Mehr dazu hier

Zu einem Praxistag laden die Abteilung Olpe der Werthmann-Werkstätten und die Nebenstelle Welschen Ennest am Donnerstag, 4. Juli, von 8:00 bis 14:00 Uhr ein. Mehr dazu hier.

Bürgermeister Hundt zu Gast in den Werthmann-Werkstätten

Das Stadtoberhaupt spricht mit den Beschäftigten der Abteilung Lennestadt über die Europawahl. Mehr hier.


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