Pressearchiv 2011

Der Berufsbildungsbereich der Werthmann-Werkstätten feierte am Dienstag, den 29.11.2011 mit den diesjährigen Absolventen ihren erfolgreichen Abschluss. Nach ihrem dreimonatigen Eingangsverfahren im Berufsbildungsbereich erlernten sie grundlegende Kenntnisse in den Fachbereichen Montage/Verpackung, Holz, Metall, Gala und Hauswirtschaft, welche sie im Aufbaukurs in Form von Langzeitpraktika in den verschiedenen Gruppen der Werkstatt vertieften. Ebenso waren während der zwei Jahre Beruflicher Bildung, Fachtheoretischer Unterricht, Firmenbesichtigungen, Exkursionen und Ausflüge ein fester Bestandteil.

Gefeiert wurde der erfolgreiche Abschluss Ihrer Bildungsmaßnahme nach §40 SGB IX in einem feierlichen Gottesdienst, mit anschließender Übergabe der Zertifikate und einem Brunch. Wir gratulieren und wünschen folgenden Beschäftigten viel Erfolg für ihre weitere berufliche Tätigkeit in unseren Werkstätten:

Katharina Berger, Ines Biermann, Marina Böhler, Tobias Böhm, Melissa Clemens, Hüsem Elmas, Kai Elwenspeck, Maria Feldmann, Karsten Hanses, Julia Hetzel, Patrik Kaiser, Fabian Klöwer, Bettina Kolodzinski, Valerie– Anne Middel, Corinna Nathen, Stefan Pekdemir, Irene Pisu, Viviane Rudol, Marcel Sadra, Daniel Scheidemantel, Carina Sibilski, Dennis Stumpf, Melanie Blöcher und Hülya Deniz Zincirli.

„Inklusion - Wir sind dabei“ zu diesem Thema hatten die Werthmann- Werkstätten alle Beteiligten zu einem Netzwerktreffen in die Akademie Biggesee geladen. Vertreter aus Politik von Landrat Frank Beckehoff, Dr. Bettina Wolf, Leiterin der AfA und Franz Becker, Ehrenpräsident der IHK bis hin zu Vertretern aus der Wirtschaft sowie natürlich auch die Beschäftigten selber waren zu diesem Forum geladen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Tom Kleine. Cilly Alperscheid sorgte für eine kabarettistische Einlage. Unter den Gästen war auch Daniel Priester, für den Inklusion Wirklichkeit geworden ist. Er hat als Beschäftigter der Werkstatt jetzt einen Außenarbeitsplatz bei der Stadt Lennestadt.

Doch was genau ist eigentlich Inklusion? Andreas Mönig, Leiter der Werthmann-Werkstätten gab dazu bei der Begrüßung eine Erklärung. „Inklusion ist das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung von Anfang an in allen gesellschaftlichen Feldern.“ Doch, auch da sind sich alle Beteiligten einig, „Inklusion darf keine Illusion werden. Es ist vieles gewünscht und auch realisierbar, aber wir dürfen in der Debatte nicht so tun, als sei alles möglich.“ Doch wie viel möglich ist machte Dirk Schürmann, Leiter der Werthmann-Werkstätten, Abteilung eXtern, deutlich und anschließend berichteten drei Beschäftigten selber - zusammen mit ihren Firmenpaten - von ihrer Tätigkeit. Einer von ihnen ist auch Daniel P. Er trat an die Integrationsassistenten der Werthmann-Werkstätten, Günter Rotthoff und Kerstin Cremer, mit der Bitte heran: „Ich möchte draußen arbeiten, am liebsten dort, wo ich wohne“. Die beiden Fachkräfte versuchten für den Beschäftigten der
Werthmann-Werkstatt einen Platz zu finden.

Dabei gibt es drei Wege: Nach einem vier- bis sechswöchigen Praktikum gibt es die Möglichkeit eines Außenarbeitsplatzes, bei dem derjenige aber noch Beschäftigter der Werkstatt bleibt. „Unser langfristiges Ziel ist es natürlich, einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz außerhalb der Einrichtung zu finden.“
Bei vier Beschäftigten ist das schon gelungen. Daniel P. hat einen Außenarbeitsplatz bei der Stadt Lennestadt gefunden. Hier ist er Hausmeisterhilfe und mit seinem Paten Fred Cremer, der ihm bei allen Fragen zur Seite steht, bildet er ein tolles Team. Auch Arbeitgeber, die einen Arbeitsplatz anbieten, sehen die vielen Vorteile. Das erklärte auch Winfried Baussmann, Geschäftsführer der gleichnamigen Firma aus Finnentrop: „Wenn alle so zuverlässig wären wie unser Mitarbeiter von den Werthmann-Werkstätten, dann hätte ich weniger Probleme." Er bereitet viele Arbeitsprozesse in der Verpackung vor und daher können sich die anderen Mitarbeiter auf das Kerngeschäft, die Maschinenbedienung, konzentrieren.“ Auch Roland Damm als Arbeitgeber ist für seinen neuen Mitarbeiter voll des Lobes: „Er sorgt mit seiner fröhlichen und ausgeglichenen Art für ein positives Betriebsklima.“ Die Firma Damm hat daher nicht nur ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis für den ehemaligen Beschäftigten der Werkstatt geschaffen, sondern ist auch bei Anfragen für Praktika bei Menschen mit Handicap offen. Von diesen Firmen, da waren sich alle einig, werden noch mehr benötigt um die Inklusion Wirklichkeit werden zu lassen.

„Schön, dass es dich gibt-„unBehindert" Leben und Glauben teilen". Unter diesem Motto standen die religiösen Einkehrtage, die erstmals als gemeinsame Veranstaltung der Werthmann-Werkstätten Abteilung Meggen sowie des Pastoralverbundes Meggen-Maumke-Halberbracht angeboten wurden. 9 Beschäftigte der Werthmann-Werkstätten sowie ein interessierter Kreis aus insgesamt 11 Gemeindemitgliedern und Mitarbeitern hatten sich für zwei Tage auf den Weg ins Diözesanzentrum Rüthen aufgemacht, um sich dort mit diesem Thema zu beschäftigen. Dabei bildeten die Einmaligkeit des Menschen sowie das Wissen um dessen bedingungslose Annahme durch Gott den Mittelpunkt dieser Tage. Ausgehend von der Begegnung von Jesus mit dem Zöllner Zachäus erlebten die Teilnehmer, dass auch wir Menschen in unserer Unterschiedlichkeit wertvoll, geliebt und gewollt sind. In vielfältigen Angeboten wurde diese biblische Geschichte vertieft und in die Lebenswelt der Teilnehmer übertragen: Im gemeinschaftlichen kreativen Tun entstanden so die Stadt Jericho sowie ein Puzzle, auf dessen einzelnen Teilen die Teilnehmer ihren unterschiedlichen Begabungen einen Platz gaben. Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Wortgottesdienst am Samstagabend, indem das Erlebte vertieft und vor Gott getragen wurde. „Es war das schönste Wochenende, das ich je mitgemacht habe!" So reflektiert ein Gemeindemitglied im Nachhinein die gemeinsamen Tage.“ „Das
müssen wir noch mal machen", war der Tenor eines Beschäftigten der Werthmann-Werkstätten, dem sich alle Teilnehmer anschließen konnten. So waren die persönliche Begegnung, die Offenheit und die Herzlichkeit im Miteinandertun das Besondere, das dieses Wochenende ausmachte und an dem 20 Personen „unBehindert“ Leben und Glauben teilen durften. Die gemeinsamen Einkehrtage gehören von nun an zum festen Bestandteil der Zusammenarbeit der Werthmann-Werkstätten und des Pastoralverbundes.

Hierfür erhielt die Abteilung Lennestadt am CariTag 2011 den Innovationspreis in Bronze.

Herr Müller(Bürgermeister der Stadt Olpe), Herr Ebbert (Beschäftigter im Außenarbeitsplatz), Herr Dr. Heider (Mitglied des Bundestages), Herr Mönig (Leiter der Werthmann-Werkstätten) am Außenarbeitsplatz von Herrn Ebbert im Rathaus Olpe

Das Thema Inklusion wird immer wichtiger. Dies ist eine positive Entwicklung, welche gewünscht, gefordert und auch fortschreitend möglich ist, da sich immer mehr Menschen mit und ohne Behinderungen dafür einsetzen und Inklusion leben.

 

Momentan wird Inklusion intensiv auf der Schulebene thematisiert, sie gilt aber in allen Lebensbereichen. Hier nimmt der Bereich der Arbeit einen Großteil ein, so dass sich die Frage stellt, wie Inklusion für und mit Menschen mit Behinderungen im Arbeitsalltag stattfindet?“

 

Über einen Arbeitsplatz außerhalb der Werkstätten informierte sich der  Bundestagsabgeordnete, Dr. Matthias Heider, jetzt bei den Werthmann-Werkstätten.

 

Josef Ebbert aus Drolshagen, 27 Jahre alt, arbeitet seit 2009 bei den Werthmann-Werkstätten. Im Sommer 2010 absolvierte er erfolgreich ein Praktikum bei der Stadtverwaltung Olpe, so dass sich hieraus eine Kooperationsvereinbarung zwischen den Werthmann-Werkstätten und der Stadt Olpe ergab. Josef Ebbert arbeitet seitdem auf einem Außenarbeitsplatz der Werthmann-Werkstätten in einem Büro der Stadtverwaltung Olpe. Hier ist er zuständig für die Digitalisierung von Altakten im Tiefbauamt.  Durch die intensive Begleitung des Beschäftigten des Integrationsassistenten Günter Rotthoff, Werthmann-Werkstätten, sowie die fachliche Anleitung und kollegiale Begleitung durch den Paten in der Verwaltung Thomas Meinerzhagen als Mitarbeiter des Tiefbauamtes gelingt hier Inklusion im Arbeitsleben vorbildlich. „Herr Meinerzhagen unterstützt Josef Ebbert in seiner Funktion als Pate und damit als direkter Ansprechpartner vorbildlich“, bestätigt Günter Rotthoff die gelungene Zusammenarbeit des Beschäftigten mit dem Mitarbeiter der Olper Stadtverwaltung.

 

Herr Ebbert erklärte Herrn Dr. Matthias Heider in Zusammenarbeit mit dem Paten seine Aufgabe und die Abfolge der damit verbundenen Tätigkeiten – Altakten sortieren, Bedienen des Scanners, Einordnen in die hauseigene Software. „Ich fühl mich hier sehr wohl, mir macht die Arbeit großen Spaß und ich hoffe, ich kann auch im nächsten Jahr hier weiterarbeiten“ unterstreicht Herr Ebbert seinen Wunsch im  Gespräch mit Bürgermeister Horst Müller, Dr. Matthias Heider und Andreas Mönig als Leiter der Werkstätten.

Bürgermeister Müller betonte, dass diese Arbeit nicht jeder so gut ausführen könne wie Josef Ebbert und dass auch er hoffe, Herrn Ebbert auch noch an anderer Stelle einsetzen zu können, wenn die Altakten vollständig digitalisiert sind.

 

Andreas Mönig erklärte, dass mittlerweile 20 Personen aus der Werkstatt in unterschiedlichsten Bereichen wie Industriebetrieben, öffentlichen Verwaltungen und sozialen Einrichtungen auf einem Außenarbeitsplatz arbeiten, Tendenz steigend.

 

Inklusion beinhaltet die Gleichwertigkeit und Zugehörigkeit von Menschen mit und ohne Behinderungen in allen Lebensbereichen.

 

Die Werthmann-Werkstätten arbeiten mit dem inklusiven Ansatz „Arbeit möglich machen“ in ihrem Leitbild und mit dem Angebot der Abteilung eXtern. Hier geht es um die Vermittlung von Menschen mit Behinderungen auf Außenarbeitsplätze, perspektivisch auch in sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Somit wird auch die
UN-Konvention 2008 über die Rechte von Menschen mit Behinderungen umgesetzt, in welcher es heißt, dass Menschen mit Behinderungen dort arbeiten können und sollen, wo alle anderen Menschen auch arbeiten, und sie sollen selbst entscheiden, wo sie arbeiten wollen.

 

Mit der Vorstellung des Außenarbeitsplatzes durch den Beschäftigten selbst und der Erklärung des inklusiven Ansatzes der Abteilung eXtern der Werthmann-Werkstätten seitens Vertretern der Werkstätten konnte sich Dr. Matthias Heider ein Bild davon machen, wie wichtig solche Außenarbeitsplätze in der Umsetzung der Inklusion im Arbeitsalltag sind, und er erklärte sich gern dazu bereit, sich auch an anderer Stelle für die Einrichtung solcher Außenarbeitsplätze einzusetzen: „Die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen im ersten Arbeitsmarkt muss ein gesellschaftliches Ziel sein.“

 

Wichtig für die Ermöglichung von Inklusion im Arbeitsmarkt ist der Auf- und Ausbau eines Netzwerkes mit Betrieben, öffentlichen Verwaltungen und sozialen Einrichtungen im Kreis Olpe, Um einen Einblick in schon existierende Außenarbeitsplätze und die Kooperation mit den einzelnen Partnerbetrieben und –einrichtungen zu geben sowie Möglichkeiten
aufzuzeigen, wie dies im eigenen Betrieb funktionieren kann, organisieren die Initiatoren ein erstes Netzwerktreffen als Auftakt am 24.11.2011 in der Politischen Akademie in Neu-Listernohl. Weitere Infos unter: 02722 9212025 oder www.werthmann-werkstaetten.de.

Herr Meinerzhagen (Pate von Herrn Ebbert), Herr Rotthoff (Integrationsassistent der Werthmann-Werkstätten), Herr Müller (Bürgermeister), Herr Dr. Heider (MdB), Herr Mönig (Leiter der Werthmann-Werkstätten), Herr Ebbert (Beschäftigter im Außenarbeitsplatz)

Über 100 Eltern, Angehörige und Betreuer waren zur Vollversammlung im Oktober in die Abteilung Attendorn erschienen. Weitere Infos hier.

Jubiläen in Werthmann-Werkstatt

„Seit 1986 gehöre ich schon zu den Werthmann-Werkstätten“, betonte ein Beschäftigter mit Behinderungen anlässlich des Jubiläumstages in den Werthmann-Werkstätten. Menschen mit über 260 Jahren Berufserfahrungen besuchten das Freilichtmuseum Hagen. Neben der Besichtigung und Vorführung verschiedener Handwerksarbeiten war ein gemütliches Mittagessen Höhepunkt des Tages. „Wir sind froh, Ihnen über diesen langen Zeitraum Arbeit möglich gemacht zu machen, “ betonte Werkstattleiter Andreas Mönig, „In unseren Werkstätten wird deutlich, dass jeder Mensch an seinem Platz und mit seinen Aufgaben wichtig ist.“ Infos  über die Werkstätten unter 02722/9210.

Meggen.
„Kein Mensch ist perfekt“. Das Thema der diesjährigen Caritas  Kampagne war auch das Motto eines Gottesdienst in der St. Bartholomäus Kirche in Meggen am vergangenen Sonntag. Jedes Jahr formuliert der deutsche Caritasverband ein Thema und rückt es mit verschiedenen Aktionen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Die Werthmann Werkstatt, Abteilung Lennestadt, hatte in diesem Rahmen zusammen mit der Gemeinde zu einer etwas anderen Messe geladen. Der Gottesdienst, zelebriert von Pastor Ludger Wollweber, wurde für die 300 Besucher zu einem großen gemeinschaftlichem Fest, denn kein Mensch ist perfekt, doch jeder Mensch ist von Gott gewollt und geliebt. Bewegend war für alle der Augenblick, als Beschäftigte der Werkstatt mit und ohne Behinderung ihre Wünsche und besonderen Augenblicke vortrugen, denn egal ob groß oder klein, alt oder jung, behindert oder nicht, sie alle haben eins gemeinsam: Wünsche, Träume und Rechte. Und jeder hat Momente, in denen Handicaps, Probleme, und Ängste nebensächlich werden, in denen das Leben einfach nur schön ist. Diese Augenblicke teilten sie am Sonntag mit den Besuchern im Gotteshaus. Sei es der Gang über die Brücke am Rothaarsteig, der Ausflug in den Dolomiten, die gelungene Operation oder die neu gewonnene Selbstständigkeit durch den Rollstuhl, jeder stellte seine persönlichen Glücksmomente vor. Musikalisch begeleitet wurde der Gottesdienst vom Chor „Stimmwerk“ der Werthmann Werkstatt, Abteilung Attendorn. Gleichzeitig wurde auch Ute Henrichs als Gemeindereferentin in ihr Amt eingeführt. Sie hatte nach Studium, Anerkennungsjahr und zweijähriger Assistenzzeit im Pastoralverbund Meggen/Maumke/ Halberbracht am Tag zuvor ihre Ernennung durch den Erzbischof in Paderborn erhalten. „Da ich mich seit Jahren eng mit der Werthmann Werkstatt verbunden fühle, freue ich mich besonders über diesen gemeinsamen Gottesdienst.“ So begleitet sie die Beschäftigten der Werthmann Werkstatt nicht nur seelsorgerisch im Laufe des Jahres, sondern legte auch ihre erste Prüfung auf ihrem Weg zur Gemeindereferentin in den Werthmann Werkstätten, Abteilung Attendorn ab. 
 

Weitere Informationen unter www.werthmann-werkstaetten.de und Tel. Nr. 02721 60074 2620

"2011 gab es leider noch keinen "Oskar". Wir werden unser Bestes geben, um in den nächsten Jahren zu den Preisträger zu gehören", resümierte Leiter Andreas Mönig die Preisverleihung des "Großen Preis des Mittelstandes" in Düsseldorf. Nominiert wurden die Werkstätten von der Stadt Attendorn. Auf dem Foto sind zusätzlich Verwaltungsleiter Silvio Barthel und Abteilungsleiter Dirk Schürmann (rechts) zu sehen.

Silvio Barthel (Verwaltungsleiter), links, und Andreas Mönig (Leitung), 2. von rechts, waren zum Benchmark (gesprochen Bäntschmark) in Sachsen-Anhalt. Mit dem Caritas-Werkstätten im Burgenlandkreis fand ein Vergleich der Einrichtungen und deren Ergebnisse statt. "Durch diesen Vergleich lernen Beide!", resümierte Silvio Barthel. Auf dem Foto sind zusätzlich die Verwaltungsmitarbeiterin Nancy Scherner und der Geschäftsführer Ralf Breuer (rechts) des Caritas-Werkstätten Burgenlandkreis zu sehen.

Rüdiger Brune, Leiter des Bauhofs der Gemeinde Wenden (2.v.r.), und Theo Selter, Abteilungsleiter der Werthmann-Werkstätten in Olpe (r.), freuen sich über die gute Zusammenarbeit des Bauhofs mit dem Team „Garten- und Landschaftspflege“ der WWO

Wenden/Olpe.
„Ohne die Unterstützung der Werthmann-Werkstätten könnten wir die vielfältigen Arbeiten im Bereich der Grünflächenpflege nicht stemmen.“ Rüdiger Brune, Leiter des Bauhofs der Gemeinde Wenden, brachte jetzt bei der Begehung des Industriegebiets „Auf der Mark“ in Gerlingen die Bedeutung der Kooperation, die die Gemeinde jetzt erweiterte, auf den Punkt. Dort hatte die Arbeitsgruppe „Garten- und Landschaftspflege“ der Werthmann-Werkstätten aus Olpe die Randstreifen gemäht, Sträucher und Hecken geschnitten und die Gehwege von Unkraut befreit. Zufrieden mit dem Ergebnis zeigte sich Gruppenleiter und Gärtner Frank Mayweg: „Bei dieser Arbeit handelt es sich um keine Therapie, sondern um einen richtigen Arbeitseinsatz für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Jeder arbeitet im Rahmen seiner
Möglichkeiten und wird entsprechend gefördert, auch in der Bedienung von Maschinen.“

 

Schon seit mehr als 30 Jahren engagieren sich die Werthmann-Werkstätten für ihr wichtigstes Ziel: Arbeit für Menschen mit Behinderungen möglich machen und ihnen einen angemessenen Platz in der Gesellschaft zu sichern. Seit dieser Zeit sind die zukunftsorientierten Einrichtungen, die in Trägerschaft des Caritasverbandes Olpe stehen, ein zuverlässiger und kompetenter Partner für Industrie und Handel. Mittlerweile werden in den Werkstätten Attendorn, Lennestadt, Olpe und Welschen Ennest mehr als 500 Männer und Frauen beschäftigt. Eine individuelle Förderung erfahren sie durch speziell ausgebildete Fachkräfte. In Olpe und Welschen Ennest wird der Schwerpunkt auf Menschen mit psychischen Erkrankungen gelegt. „Es ist von enormer Wichtigkeit, dass Menschen mit Behinderungen einer adäquaten Arbeit von
einfach bis komplex nachgehen können und so eine Tagesstruktur haben. Das hilft ihnen, ihre Persönlichkeit und ihre Selbständigkeit zu erhalten und weiter zu entwickeln“, erklärte Abteilungsleiter Theo Selter den sozialen Auftrag der Einrichtung.

 

Der Bereich Garten- und Landschaftspflege wurde vor fast 20 Jahren ins Leben gerufen und hat sich als wichtiger Baustein etabliert. Bei der Arbeit können die Mitarbeiter durch die sichtbaren Ergebnisse ihr Selbstwertgefühl aufbauen. Nicole Rapphahn ist glücklich, dass sie in der freien Natur handwerklich arbeiten kann, auch wenn es regnet. Auch Wilfried Fruntke ist dankbar für die Möglichkeit. „Ich komme aus der Landwirtschaft und liebe es, draußen zu arbeiten. Es ist vielseitig und macht mir sehr viel Spaß.“

 

Von Anfang an holte der Bauhof der Stadt Drolshagen das Team des Arbeitsbereiches „Garten- und Landschaftspflege“ der Einrichtung in Olpe mit ins Boot. Diese Zusammenarbeit hat sich
hervorragend bewährt. Auch von Firmen und Privatpersonen wird der Arbeitsbereich schon seit Jahren gern zur Pflege von Industriegeländen und Gärten gebucht. Die Gemeinde Wenden suchte im Jahre 2004 das erste Mal Unterstützung. Das Team der Werthmann-Werkstätten verrichtete seit dem im Auftrag eigenständig Arbeiten im Bereich der Pflege von Grünflächen, Spiel- und Dorfplätzen und Straßenbegleitgrün. In Wenden erkannte
man schnell das fruchtbare Ergebnis und die gute Qualität der Arbeit. Das führte dazu, dass die Gemeinde jetzt ihren Auftrag erweiterte. "Die Anzahl der öffentlichen Grünanlagen hat in den letzten 10 Jahren permanent zugenommen, so dass wir mit unserem eigenen Personalbestand nicht mehr in der Lage sind,
diese Flächen zu pflegen. Durch den Wegfall der Zivis und der Ein-Euro-Jobber sowie der Umstrukturierung bei einer anderen Einrichtung, die uns bislang unterstützte, ist die Situation noch ungünstiger geworden", so Wendens Bauhofleiter Rüdiger Brune. "Deshalb sind wir sehr froh über die intensivere Zusammenarbeit auf kostengünstiger Basis, von der letztlich beide Seiten profitieren."

 

Über die Anerkennung der Arbeit und die Erweiterung des Angebotes freute sich Theo Selter: „Um alle Aufträge erfüllen zu können, erhalten wir wichtige Unterstützung vom Team der Garten- und Landschaftspflege der Werthmann-Werkstätten aus Attendorn.“ In den Wintermonaten ist die Gruppe im Bereich des Baum- und Strauchschnitt aktiv. Weitere Infos über: 02761 96530 oder www.werthmann-werkstaetten.de

Besuch der Fa. Huhn in Drolshagen-Hützemert

Nach dem Rundgang stellten sich die Beschäftigten zusammen mit der Geschäftsleitung der Firma Heinrich Huhn dem Fotografen.

„Das habe ich mir nicht so riesig vorgestellt“, so Klaus Janda.

 

Klaus Janda arbeitet in der Industrie-Montagegruppe der Werthmann-Werkstätten, Attendorn, einer Abteilung für körperlich und geistig behinderte Menschen.

 

Seit 2006 Jahren werden dort für die  Fa. Heinrich Huhn aus Drolshagen-Hützemert Nietpakete, eine kleine Unterbaugruppe für Bremsträgerplatten, montiert. Da lag es nah, mit allen 26 Beschäftigten (Menschen mit Behinderungen) der Arbeitsgruppe die Firma zu besichtigen, um die weitere Verarbeitung ihrer Nietpakete kennenzulernen. Dort konnten sie erfahren, dass diese Teile eine
wichtige Funktion in den Trommelbremsen für PKWs übernehmen und in die ganze Welt geliefert werden.

 

„Wir produzieren viele Sicherheits- und Funktionsbauteile für die Automobilindustrie“, beschreibt Alexander Huhn, Geschäftsführer der Heinrich Huhn GmbH und Co KG sein Produktportfolio. Von der
Herstellung der Bremsenteile, über Gehäuse für Airbag-Systeme bis hin zu Getriebe- und Lenkungsbauteilen konnten die Menschen mit Behinderungen die Produktion beobachten. Von den großen Pressen und Robotern waren sie sichtlich beeindruckt.

In dem Hützemerter Werk arbeiten über 300Menschen, in der Niederlassung in der Slowakei weitere 100 Mitarbeiter. Ein Beschäftigter sorgte mit seiner Bemerkung „Wir sind größer!“ für Schmunzeln.

 

Tatsächlich arbeiten derzeit über 500 Menschen mit Behinderungen in den Werthmann-Werkstätten. Besonders stolz waren die Beschäftigten über ein Poloshirt, mit Aufdruck des Firmenlogos, das sie nach ihrem Besuch als Geschenk zurück mit nach Attendorn nehmen konnten.

Petra Crone besucht Werthmann-Werkstätten in Attendorn

In den Werthmann-Werkstätten des Caritasverbandes Olpe finden über 500 Menschen mit Behinderung einen ihren Möglichkeiten entsprechenden Arbeitsplatz. Grund genug für Petra Crone, die Werkstätten in der Abteilung in Attendorn zu besuchen. „Ein Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen ist in Deutschland leider noch nicht selbstverständlich. Ich freue mich, dass die Werthmann-Werkstätten dazu beitragen, jeden Menschen in die Lage zu versetzen, in vollem Umfang an der Gesellschaft teilzuhaben bzw. teilzunehmen. Hierzu gehört auch die Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt“, erklärt die Bundestagsabgeordnete Petra Crone bei ihrem Gespräch mit Andreas Mönig, Dirk Schürmann und Günter Rotthoff von den Werkstätten.

 

„Thematisiert wird Inklusion überwiegend auf der Schulebene. Prinzipiell sind aber alle Lebensbereiche betroffen – auch der Arbeitsbereich“, betont Werkstattleiter Andreas Mönig. Die Werkstätten sind dabei, ein Netzwerk in der Region zu schaffen und haben dazu die Abteilung eXtern auf den Weg gebracht. Die
Vermittlung der Mitarbeiter zu Firmen im Kreis Olpe kommt sowohl über Werkstattkontakte als auch über  Familienangehörige zustande. Rund um die neue Abteilung sind die Werkstätten im Begriff, ein Netzwerk mit Partnerfirmen aufzubauen. Es werden noch Unterstützer als Türöffner für das Projekt gesucht.
Daher planen die Initiatoren eine Veranstaltung als Auftakt zur Initiative „Inklusion mittendrin – Wir sind dabei!“ im Herbst dieses Jahres.

 

Beim anschließenden Besuch der metallverarbeitenden Firma Baussmann in Finnentrop konnte Petra Crone sich von gelungener Inklusion des Werkstatt-Mitarbeiters überzeugen. Markus Fischer nimmt einen Außenarbeitsplatz ein und fühlt sich in dem Betrieb sehr wohl – und das Unternehmen freut sich über den neuen
Mitarbeiter. Bei diesem Arbeitsplatz ist Markus Schmidt weiterhin in der Betreuung der Werkstätten, leistet aber eine Arbeit im Betrieb ab. „Über 20 Personen aus der Werkstatt arbeiten mittlerweile bei den unterschiedlichsten Unternehmen im Kreis Olpe auf einen Außenarbeitsplatz“, berichtet der Leiter der Abteilung eXtern Dirk Schürmann stolz.

 

Dies ist ein inklusiver Ansatz der Werthmann-Werkstätten. Aufgrund des Behinderungsgrades ist Inklusion aber nicht immer durchsetzbar. „Inklusion ist eine große Herausforderung für  behinderte und nicht-behinderte Menschen. Die Arbeit muss sich immer an der Person, ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen ausrichten. Förderschulen und Werkstätten werden weiterhin ihre Berechtigung behalten“, erläutert Andreas Mönig.

 

„Das Konzept der Werthmann-Werkstätten hilft Menschen mit Behinderungen einen gleichberechtigten Platz in unserer Gesellschaft zu finden. Es freut mich daher umso mehr, dass
die Werkstätten für den Großen Preis des Mittelstandes nominiert wurden“, freute sich die Bundestagsabgeordnete bei ihrem Besuch.

WIR – die Zeitung der Werthmann-Werkstätten

von links: Andreas Mönig, Werkstattleiter; Iris Thiele, Verwaltung; Peter Holterhoff, Beschäftigter; Jutta Korte, Ehrenamt, Christoph Kleinke Gruppenleiter; Liesel Steffen, Ehrenamt; (auf dem Foto fehlt Coroline Hengstebeck, Ehrenamt)

Kreis Olpe. Was haben Bundestrainer Joachim Löw und der Attendorner Werkstattrat der Werthmann-Werkstätten gemeinsam? Ganz einfach. Ihnen beiden wurde ein Artikel in der neuen „WIR“-Zeitung für die
Beschäftigten (Menschen mit Behinderungen) Werthmann-Werkstätten im Kreis Olpe gewidmet.  Zum dritten Mal hat das Redaktionsteam,  bestehend aus den Beschäftigten, Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern, eine Ausgabe auf die Beine gestellt. Themen, die bewegen, haben auch in dieser Ausgabe wieder einen Platz gefunden. „Kein Mensch ist perfekt“, die Plakataktion des Caritasverbandes in Deutschland ist die Titelgeschichte. Besonders stolz ist das Team aber über das Interview mit Joachim Löw. Daniel Scheidemantel, Beschäftigter in der Abteilung Lennestadt, hatte per  Mail den Kontakt hergestellt und bekam schließlich grünes Licht, das zweiseitige Interview führen zu dürfen. „Wir wollen in jeder Ausgabe eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens vorstellen“, erklärt Andreas Mönig, Leiter der Werthmann-Werkstätten. In der letzten Ausgabe kam Hansi Hinterseher zu Wort, für die nächste Ausgabe steht man in Verhandlungen mit NRW Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. „Es ist nicht immer einfach, öffentliche Personen dafür zu gewinnen“, weiß Peter Holterhoff vom Redaktionsteam. Aber nicht nur die große weite Welt ist in der WIR-Zeitung vertreten, auch die Beschäftigten selber finden sich hier wieder. So wird der neue Garten- und Anlagenbereich und  die neuen Getränke aus dem fairen Handel vorgestellt. Weiterhin werden die begleitenden Angebote beschrieben, wie die Schwimm- und Kunstgruppe.  „Wir haben immer eine ganze Menge Themen, die sich anbieten“, weiß Mitarbeiterin Liesel Steffen, „In den Reaktionssitzungen wählen wir dann schließlich aus, was für alle interessant sein könnte.“ Die WIR-Zeitung ist bei Beschäftigten, Mitarbeitern und Angehörigen ein gefragtes Kommunikationsmittel. „So können wir uns und unsere Arbeit für jeden verständlich darstellen“, weiß Iris Thiele. Die neue WIR-Zeitung kann Jeder auf der Internetseite www.werthmann-werkstaetten.de lesen.

h. v. l.: Dominik Strobel, Marco Deni, Georgios Papadopoulos, Rinaldo Nigro, Tobias Pieper, Jens Borgas, Übungsleiter Jarek Salamon und Gitta Luke. V. v. l.: Michael Hennes, Sebastian Demirov, Patrick Kaiser, Michael Theis, Michael Hegerich, Marcel Butt

Inklusion ist in aller Munde. Mit Inklusion ist das gelungene Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderungen in allen gesellschaftlichen Formen gemeint. Dieser Anspruch wurde jetzt in Attendorn konkret umgesetzt. Die Rundturnhalle der Gemeinschaftshauptschule Attendorn wurde letztes Jahr von 2 Gruppen gleichzeitig genutzt. Neben der Klasse 10 mit ihrer
Trainerin Gitta Luke spielten 12 junge Männer aus den Werthmann-Werkstätten, Abteilung Attendorn, unter Leitung ihres Betreuers Jarek Salamon Fußball. Man einigte sich, diesen Termin gemeinsam zu nutzen. Marc, einer der Schüler war skeptisch: “Die
haben doch Handicaps.“ Auch Michael, einer der „Werthmänner“ war eher misstrauisch. Zur Verwunderung aller gewannen die „Werthmänner“  im ersten Spiel. Nach dem Motto des DFB „Fußball ist mehr als 1:0“ traf man sich dann weiterhin jeden Montag zum gemeinsamen Fußballtraining. „Die sind ja richtig gut“, sagt Marc heute und hat, wie die anderen Schüler auch, großen Respekt vor den Leistungen der anderen. So entwickelte sich nach und nach ein sportliches Miteinander, mit gegenseitigem Verständnis und selbstverständlicher Akzeptanz. Bei gemeinsamen Trainings, aber auch bei Wettkämpfen liegt der Focus nicht auf dem Leistungsgedanken. Im Vordergrund stehen viel wichtigere Dinge,
wie gegenseitiger Respekt, Teamwork und „fairplay“. So wurde in diesem Beispiel die Inklusion Wirklichkeit.

Die Werkstatträte aller Abteilungen der Werthmann-Werkstätten aus Attendorn, Lennestadt und Olpe diskutierten mit Josef Geuecke (hinten links) über die möglichen Kürzungen des Landschaftsverbandes.

Befürchtungen
zu den Kürzungen des Landschaftsverbandes

Die Werkstatträte der Werthmann-Werkstätten baten Josef Geuecke, Vorsitzender des Gesundheits- und Krankenausschusses beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und Vertreter des Kreises Olpe in  der  Landschaftsversammlung, zu einem gemeinsamen Gespräch in die Abteilung Lennestadt der Werkstätten.

 

Die Werkstatträte werden von den über 500 Menschen mit Behinderungen in den Werthmann-Werkstätten als ihre Vertreter gewählt. Die Aufgaben sind mit denen einen Betriebsrates in der Industrie vergleichbar.

 

Anlass des Gespräches waren die angekündigten Kürzungen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in der Eingliederungshilfe. „Wir machen uns Sorge, dass die Betreuung durch unsere Gruppenleiter in der Zukunft nicht mehr so gut sein wird“, betonte Hilde Nielebock aus Kirchhundem.

 

„Sollten die derzeit diskutierten Kürzungen umgesetzt werden, können wir unseren derzeitigen Leistungsstandards nicht halten“, betonte Andreas Mönig, Leiter der Werkstätten.

 

„Der LWL wird in der Zukunft sparen müssen. Hierzu gibt es keine Alternative, “ so Josef Geuecke, „es gibt aber Bereiche, wo das Sparen sinnvoller ist, als in den Werkstätten.“

 

Insgesamt zeigte sich Josef Geuecke nach einer Besichtigung der Unterstützungs- und Arbeitsmöglichkeiten für die Menschen mit Behinderungen von den Werkstätten beeindruckt.  „Hier wird die Inklusion der UN bereits umgesetzt. Die Werkstätten sind für die Wirtschaft ein wichtiger Baustein, Menschen mit Behinderungen werden durch das Medium Arbeit betreut und gefördert, bis hin zu einem Arbeitsplatz in der Industrie. So sind die Menschen und die Werkstätten in die Gesellschaft einbezogen,“ unterstrich Josef Geuecke.

Die Kunst AG der Werthmann-Werkstätten Abteilung Lennestadt: Von links: Christiane Bilsing, Manuela Hitzler, Logopädin Christiane Schauerte-Wagener, Gregor Färber, Wolfgang Kost, Susanne Dingerkus, Gruppenleitern Kim Lehnen

In den Räumen des Logopädiezentrums Attendorn verschönern seit einiger Zeit zwei Themen- Kollagen aus Wachsrubbel-Technik die Wände. Entstanden sind die Kunstwerke als Gemeinschaftsarbeit von den Mitgliedern der Kunst AG der Werthmann-Werkstätten, Abteilung Lenenstadt.

 

Sie zeigen einzelne Motive, die das Thema Logopädie aufgreifen.

 

Logopädin Christiane Schauerte-Wagener, die mit ihrem Therapiehund Suto seit langem die Werkstatt besucht, war auf der Suche nach Bildern für ihren Behandlungsraum. In ihrem Auftrag erstellte die Kunst AG diese einzigartigen Unikate.

 

Weitere Infos unter 02721 60074 – 0.

Die Ehrenamtlichen in den Werkstätten mit ihren Ansprechpartnern beim ersten „Dankeschön-Treffen“ in der Abteilung Olpe vor dem großen Plakat der Caritas-Kampange „Kein Mensch ist perfekt.“

„Ehrenamt ist in den Werkstätten eine wichtigen Säule“, so Andreas Mönig, Leiter der Werthmann-Werkstätten. „Wir sind den Ehrenamtlichen dankbar für Ihren Einsatz. Bei uns können sie in ihrer Freizeit eine sinnvolle Aufgabe übernehmen und neue Erfahrungen mit Menschen mit Behinderungen machen“. Derzeit engagieren sich 36 ehrenamtliche Mitarbeiter in den Abteilungen in Olpe, Attendorn, Lennestadt und Welschen Ennest. Bei einem „Dankeschön-Treffen“ konnteAndreas Mönigauf die erfolgreiche Arbeit der Ehrenamtlichen zurückblicken. „Ich freue mich, so eine sinnvolle Aufgabe in meiner Freizeit übernehmen zu können“, berichtet eine Ehrenamtliche.

„Über jede neue Anfrage freuen wir uns“, ergänzt Petra Müller, Sozialarbeiterin in der Abteilung Olpe. „In jeder Abteilung stehen Ansprechpartner für Interessierte zur Verfügung“, betont Günther Rotthoff, Ansprechpartner in der Abteilung Attendorn.

Interessenten können sich in den einzelnen Abteilungen bei den zuständigen Ansprechpartnern melden: Abteilung Attendorn und eXtern: Marianne Plugge und Günther Rotthoff (02722 921-0); Abteilung Lennestadt: Andrea Drüeke (02721 60074-0) Abteilung Olpe: Petra Müller (02761 9653-0), Nebenstelle Welschen Ennest: Brigitte Drüeke (02764 26133-2722).

Eine große Anzahl Eltern, Angehörige, Betreuer und Menschen mit Behinderungen waren kürzlich der Einladung zu  einem Informationstag in den Werthmann-Werkstätten in der Abteilung Attendorn gefolgt. „Wir bieten so allen Interessierten die Möglichkeit, den Werkstattbetrieb unverbindlich zu erleben“, betonte der Werkstattleiter Andreas Mönig. „Die ist ja eine richtige Firma!“ staunte ein Vater. Interessiert konnten die Besucher unverbindlich den Alltag vom Förderbereich über die Montagegruppe bis hin zur Schlosserei und Schreinerei kennen lernen. Besonderes interessant war für einige Eltern die Möglichkeit der Arbeit auf Außenarbeitsplätzen. Neben der Besichtigung erfolgten gezielte Informationen über den Übergang von der Schule hin zum Arbeitsplatz.

„Was erwartet mich nach meiner Schulzeit in der großen weiten Arbeitswelt?“ Diese Frage stellen sich alljährlich alle Schüler und Schülerinnen, die bald ihren Schulabschluss „in der Tasche“ haben.

Genauso wie für Haupt-, Real- und Gymnasialschüler stellt sich diese Frage auch für die Schüler und Schülerinnen der Förderschulen für geistig- und körperbehinderte Menschen.

Aus diesem Grund informieren die Werthmann-Werkstätten in der Abteilung Attendorn am 11.05.11 von 10 bis 12 Uhr alle Angehörigen und Betreuern dieser Schulabgänger aus dem gesamten Kreis Olpe. Genauso sind die Angehörigen und Betreuer der Menschen mit Behinderungen, deren Schulabschluss schon längere Zeit zurück liegt und bisher die Werkstätten noch nicht kennen lernen konnten, herzlich eingeladen.

 

Nach einer kurzen Begrüßung findet eine Führung durch die einzelnen Abteilungen statt.

An diesem Tag ist ein „ganz normaler“ Arbeitstag in einer Werkstatt für behinderte Menschen zu erleben.

Nach dem Motto „ARBEIT MÖGLICH MACHEN“  können einzelne Arbeitsschritte und Produktionsabläufe live erlebt werden.

 

Die Besucher können direkt vor Ort Fragen stellen wie das Leben in den Werthmann- Werkstätten in Attendorn  abläuft. Was wird in dem Metallbereich gemacht? Wie werden Produkte in der Schreinerei hergestellt? Wie kann ich meine persönlichen Fähigkeiten in den Montagegruppen, Büroservice, im Versand oder Großküche einbringen?

Auf diese und andere Fragen soll eingegangen werden, um so ein besseres Bild zum Arbeitsalltag  in den Werthmann-Werkstätten zu bekommen.

 

Anmeldungen sind unter „Kontakte“ auf dieser Internetseite möglich.

Kreis Olpe. In 19 Einrichtungen des Caritasverbandes Olpe waren am Donnerstag, dem 5. Mai, große rote Ballone mit dem Logo des Jahresthema „Kein Mensch ist perfekt“ im ganzen Kreisgebiet sichtbar.

„Diese Ballone weisen auf die Einrichtungen des Caritasverbandes Olpe hin, in denen Menschen mit Behinderungen gefördert und begleitet werden, wohnen, ihre Freizeit verbringen und arbeiten. Wir möchten mit dieser Aktion zur gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen alle Bürger ermutigen, sich für eine vielfältige, also inklusive Gesellschaft einzusetzen“, so Andreas Mönig, Leitung der Werthmann-Werkstätten.

Der Caritasverbandes Olpe leistet mit seinen Einrichtungen einen wesentlichen Beitrag zur Inklusion der Menschen mit Behinderungen. „Der Begriff Inklusion steht für eine Gesellschaft, die niemanden ausgrenzt. Laut UN-Konvention sollen alle Menschen an gesellschaftlichen Prozessen teilhaben und sie mitgestalten, denn die menschliche Vielfalt ist der eigentliche Reichtum unserer Gesellschaft“, so Johannes Koch, Leitung focus - Netzwerk Leben und Wohnen.

„Am 5. Mai werden die Ballone sichtbar sein – dies ist der bundesweite Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Mit diesem Projekt möchte der Caritasverband Aufmerksamkeit schaffen, für das Thema sensibilisieren und Menschen motivieren, aktiv zu werden. Das Motto des Deutschen Caritasverbandes „Kein Mensch ist perfekt“, mit dem die Ballone beschriftet sind, unterstützt dieses Anliegen“, so Dorothea Clemens, Leiterin der Kinder- Jugend- und Gefährdetenhilfe.

In den Einrichtungen des Caritasverbandes Olpe erleben weit über 1000 Menschen mit Behinderungen tagtäglich Teilhabe.

-In den Heilpädagogischen Kindergärten erfahren behinderte und nicht behinderte Kinder, dass Behinderungen zum Leben gehören und jeder Mensch seine starken Seiten hat.

-Im katholischen Jugend- und Familiendienst AufWind werden durch die Frühförderung behinderte und entwicklungsverzögerte Kinder im Vorschulalter individuell in ihrem Lebensraum heilpädagogisch gefördert.

-Im Netzwerk focus erfahren Menschen mit Behinderungen von der Tagesstätte über die stationären Wohnformen bis hin zum betreuten Wohnen die Unterstützung, die für ihre Behinderungsform angemessen sind.

-Die Werthmann-Werkstätten machen für Menschen mit Behinderungen Arbeit möglich. Hier findet Jeder einen seinen Möglichkeiten entsprechenden Arbeitsplatz. 

Andre Hoberg, Mitglied des Werkstattrates in den Werthmann-Werkstätten, erlebt jeden Tag, wie wichtig diese Unterstützung ist. „Mit diesen Einrichtungen gehören wir heute zum Alltagsbild im Kreis Olpe“, so Andre Hoberg.

„Als Behindertenbeauftragter unterstütze ich die Aktion der Caritas ganz deutlich. Nur alle gemeinsam können wir das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung im Kreis Olpe verbessern“, freut sich Friedhelm Hoffmann über die gelungene Aktion. 

Informationen zu den Hilfen der Caritas für Menschen mit Behinderungen sind in den ServiceCentren in Olpe, Lennestadt und Attendorn erhältlich.

 

Bildzeile:

Keine heiße Luft, sondern ein echtes Zeichen: 19, statt 99 Luftballons wurden am Donnerstag über den Einrichtungen des Caritasverbandes Olpe installiert. Bei den Werthmann Werkstätten, Abteilung Attendorn, sorgten Johannes Koch, Dorothea Clemens, Bukun Kaya, Andreas Mönig, Annette Schulze, Silke Kammerer und Andre Hoberg (v.l) für den notwendigen Auftritt des Ballons.

Werthmann-Werkstätten: 10 Jahre erfolgreich zertifiziert

Seit 2001 sind die Werthmann-Werkstätten erfolgreich ISO-zertifiziert. Durch das aktuelle Zertifikat nach DIN EN ISO 9001:2008 wurde die Qualität, das Vorgehen und die Leistungen der Werthmann-Werkstätten erneut bestätigt. Über 500 Menschen mit Behinderungen mit geistigen, körperlichen, psychischen oder mehrfachen Behinderungen und Erkrankungen sind in den Abteilungen in Attendorn, Lennestadt, Olpe und Welschen Ennest tätig.

„Wir sind für Industrie und Handel ein moderner und kompetenter Partner“, so Andreas Mönig, Leitung der Werthmann-Werkstätten. Die Arbeitsleistungen der Menschen mit Behinderungen kann jeder Auftraggeber auf die zu zahlende Ausgleichsabgabe anrechnen. Infos sind bei jeder Abteilung oder über 02722 9210 erhältlich.

 

Foto:

Die Führungscrew der Werthmann-Werkstätten stellt vor der Nebenstelle Welschen Ennest die Zertifizierung der Presse vor:

Von links: Susanne Rüenauver, Abteilungsleiterin Lennestadt; Dirk Schürmann, Abteilungsleiter eXtern; Silvio Barthel, Verwaltungsleiter; Theo Selter, Abteilungsleiter Olpe; Andreas Mönig, Leitung Werkstätten und Klaus Jacob, Abteilungsleiter Attendorn

 

Neue ehrenamtliche Helfer
Seit 2009, mit Einführung der Projektgruppe Ehrenamt, arbeiten Mitarbeiter aus allen Abteilungen daran, dass ehrenamtliche Helfer uns tatkräftig unterstützen. Auch Sie können sich daran beteiligen. Als Ansprechpartnerin ist Frau Petra Müller aus der Abteilung Olpe in Ihrer Position als Koordinatorin Ehrenamt dafür zuständig. Gerne wird Sie Ihnen weitere Informationen geben. Sie erreichen Sie unter:

Tel. : 02761/9653-2342 oder

E-Mail: pmueller@caritas-olpe.de

Die Werthmann-Werkstätten haben seit 2010 einen Förderverein, der die Möglichkeit bietet besondere Projekte oder Bildungsmaßnahmen zu unterstützen. Auch Sie können hier Mitglied werden.

Neue Homepage online
Tiefere Einblicke in unsere Werkstatt erhalten Sie auf unserer neuen Internetpräsenz.

Die CD "Die ERste" vom Chor der Werthmann-Werkstätten STIMMWERK ist erschienen.

Diese bietet den idealen Hörgenuss und ist auch ein tolles Geschenk. Mit dem Kauf unterstützen Sie die Arbeit der Werkstätten.
 

 

Über den Link http://jb-music.de/shop/artikel.php?&id=147 kann sie für 14,50€ bestellt werden.

Neueste Infos:

Die Abteilung in Attendorn erhielt jetzt Besuch aus der "Nachbarschaft". Die Vertreter der JVA besichtigten die Werkstatt. Weitere Infos hier.

Die WDR-Lokalzeit berichtet über den betriebsintegrierten Arbeitsplatz von Rainer Sommer.  

Im Kursprogramm machten Beschäftigte die ersten Erfahrungen im elektrotechnischen Bereich. Hier der Bericht. 

Am 21. März ist jährlich der Welt-Down-Syndrom-Tag. Regina Prause ist eine von rund 50.000 Menschen in Deutschland mit dem Down-Syndrom. Wie sie ihr Leben bestreitet lesen Sie hier


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