Pressearchiv 2012

Der Strom an Besuchern und Gratulanten riss nicht ab. Unzählige Interessierte waren am Samstag gekommen um den fünften Geburtstag mit den Werthmann-Werkstätten Abteilung Lennestadt in Meggen und die Einweihung des Anbaus zu feiern. Nach einem Wortgottesdienst, zelebriert von Pfarrer Wollweber und Pfarrer Behrensmeyer, begrüßte Andreas Mönig, Leiter der Werthmann-Werkstätten, zahlreiche Gäste und Mitarbeiter im Foyer des Hauses. Michael Beckmann, Vertreter der Stadt Lennestadt, betonte wie wichtig auch für die Stadt diese Werkstatt sei, in der sich Menschen bei ihrer Arbeit wohlfühlen und die ein wichtiger Schritt der Integration sei. Die gelungene Integration der Werkstatt hatte auch zuvor Lothar Epe, Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes Olpe thematisiert. „Die Verwaltung hat sich immer als unkomplizierter Partner gezeigt, bei der Lösung der Grundstücksfragen, bei der Regelung des Ampelübergangs und auch bei der aktuellen Weiterentwicklung.“ Lennestadt, so Epe weiter, habe ein neues positives Gesicht bei der Integration von Menschen mit Behinderung erhalten. „Unsere Werkstatt ist in Lennestadt etabliert und positiv integriert in das Gemeinwesen, wenn ich beispielsweise an den Pastoralverbund und die Entwicklung des Ehrenamtes denke, nicht zuletzt auch durch beste Kooperation mit der hiesigen Wirtschaft.“ Lothar Epe hatte bei seinen Grußworten einen Rück-, Ein- und Ausblick auf die Werthmann Werkstatt in Meggen geworfen. „Wer hätte gedacht, dass nach der Eröffnung in Meggen vor fünf Jahren so schnell eine Erweiterung kommt, dass hier im ehemaligen Sachtlebengelände ein attraktives Gewerbegebiet entstehen würde, dass die Erweiterung angesichts leerer Kassen überhaupt möglich sein würde und dass die Fertigstellung innerhalb weniger Monate gelinge?“ Doch der Bedarf an Arbeitsplätzen wächst seit Jahren. Sollten in Meggen vor fünf Jahren zunächst nur 60 Plätze entstehen, startete man schon mit 90 Plätzen. Jetzt durch den Anbau mit einem Förderbereich mit 16 Plätzen für Menschen mit Schwerstmehrfachbehinderungen sind 120 Plätze gegeben. Bei seinem Ausblick machte Lothar Epe klar: „Wir werden uns immer gegen das Ansinnen wehren, Menschen mit Behinderung zu Kostenfaktoren zu degradieren. Wir haben gekämpft und werden weiterhin darum kämpfen, dass Politik und Kostenträger den Menschen sehen, wenn es um Zahlen geht und nicht nur die Zahlen sehen, wenn es um Menschen, insbesondere Menschen mit Behinderung geht.“ Andreas Mönig machte deutlich: „Unsere Werkstätten sehen sich als wichtiger Baustein der Inklusion. Wir sind froh, dass NRW das einzige Bundesland ist, dass auch schwerstmehrfach behinderte Menschen in einer Werkstatt arbeiten dürfen. In anderen Bundesländern ist dieser Personenkreis in Tagesförderstätten untergebracht.“ Nach weiteren Grußworten durch den ausführenden Architekten Ulrich Hilchenbach- „Wir haben das Budget des Landschaftsverbandes eingehalten“ und einem Einblick in den Arbeitsalltag der Werkstatt durch Leiterin Susanne Rüenauver und Mitarbeiterin Hilde Nielebock, waren die Räume und Arbeitsbereiche zur Besichtigung frei gegeben.

Beschäftigte feiern Abschluss Ihrer beruflichen Bildung

Die Werthmann-Werkstätten feierten am Dienstag, den 27.11.2012 mit den diesjährigen Absolventen ihren erfolgreichen Abschluss der Berufsbildungsmaßnahme. Nach ihrem dreimonatigen Eingangsverfahren im Berufsbildungsbereich erlernten sie grundlegende Kenntnisse in den Fachbereichen Montage/Verpackung, Holz, Metall, Gala und Hauswirtschaft, welche sie im Aufbaukurs in Form von Langzeitpraktikain den verschiedenen Gruppen der Werkstatt oder auf Außenarbeitsplätzen vertieften.

Während der zwei Jahre beruflicher Bildung gehörten fachtheoretischer Unterricht, Firmenbesichtigungen, Exkursionen und Ausflüge zum festen Bestandteil der Maßnahme. Der erfolgreiche Abschluss der Bildungsmaßnahme wurde in einen besonderen Rahmen in der Dünscheder Schützenhalle begangen. Eröffnet durch einen feierlichen Gottesdienst setzte der Tag sich fort mit einer bildlichen Zeitreise von den Absolventen während der Bildungsmaßnahme. Nach einem tollen
Mittagessen
übergaben der Leiter der Werkstätten Andreas Mönig und Abteilungsleiter Dirk Schürmann gemeinsam mit den Bildungsbegleitern die Abschluss-Zertifikate an die Absolventen.

„Wir gratulieren den Beschäftigten zum erreichten Abschluss und wünschen weiterhin viel Erfolg bei Ihrer beruflichen Entwicklung in denWerthmann-Werkstätten oder in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes,“ so Dirk Schürmann. Folgende Beschäftigte feierten Ihren Berufsbildungsabschluss: Mario Asif, Nicole Barrabas, Paul Bünting, Michaela Canitz, Gregor Erbismann, Daniel Fernholz, Sven Funke, Mario Hachen, Kevin-Marco Jung, Rebecca Kaplan, Lisa Kieserling, Annemarie Kissel, Steven Klauke, Marina Kliemann, Markus Kremer, Andre Lichterkus, LukasLindemann, Vera Ochibowski, Bekir Palta, Raphael Pöggeler, Marie- Christin Quast, Maik Schlinkert, Sebastian Schneider, Mario Selter, Dominik Strobel, Andre Völker, Shipron Zeqiraj, Lena Fleing, Janis Krause, Marius Balzer, Rebekka Lütticke, David Hein, Tobias Baumhoff, Josef Ebbert.

Förderverein unterstützt Projekt in der WWO

Arbeit möglich machen – das ist das Leitziel der Werthmann-Werkstätten im
Kreis Olpe. In den vier Einrichtungen in Attendorn, Lennestadt, Olpe und
Welschen Ennest werden Menschen mit Behinderungen im Arbeitsleben gefördert und ihnen somit ein angemessener Platz in der Gesellschaft gesichert. Neben der täglichen Arbeit in den Werkstätten gibt es für die derzeit 560 Mitarbeiter Angebote aus dem jährlichen Bildungskatalog, die es ermöglichen, im Team besondere Maßnahmen umzusetzen.

In Olpe wurde in diesem Jahr ein beispielhaftes Projekt realisiert. Unter der pädagogischen Leitung von Hans Schönauer bauten fünf Männer und eine Frau eine große Sitzecke für den Außenbereich. Der Förderverein der Werkstätten machte die Umsetzung möglich und übernahm die Materialkosten in Höhe von 1.500 Euro. Die Idee, die adäquate und ruhige Sitzecke als Erholungsfaktor für die in der Olper Werkstatt beschäftigten Mitarbeiter zu bauen und durch die Gemeinschaftsaufgabe die Teamfähigkeit und Zufriedenheit der Projektteilnehmer zu fördern, überzeugte.

„Wir unterstützen Dinge, die die Werkstätten aufgrund der Satzung finanziell nicht leisten können. Dazu gehören Maßnahmen wie der Bau einer Sitzecke, aber auch Dinge, die den Alltag erleichtern wie unterstützende Kommunikationsmittel oder eine sprachgesteuerte Software“, erklärte der zweite Vorsitzende Alexander Huhn aus Hützemert. Seit der Gründung des Fördervereins im Jahr 2009, dem der ehemalige Attendorner Bürgermeister Alfons Stumpf als Vorsitzender vorsteht, konnten den Werkstätten bisher rund 15.000 Euro zur Verfügung gestellt werden.
Das Geld kommt durch Beiträge der derzeit 35 Mitglieder und durch Spenden zusammen. Der größte Teils der Mitglieder sind Firmen aus dem hiesigen Raum. Neulich spielte sogar das Musikkorps der Bundeswehr für den Förderverein auf. Für den zweiten Vorsitzenden Alexander Huhn war es kürzlich ein Anliegen, beim 100-jährigen Jubiläum der Firma Heinrich Huhn auf Geschenke zu verzichten und stattdessen um Spenden für den Förderverein zu bitten. Es kamen fast 10.000 Euro zusammen. Sichtlich beeindruckt war Alexander Huhn, als er jetzt in Olpe das Gemeinschaftswerk begutachtete. Die sieben mal vier Meter große Holzterrasse, die mit zwei Bänken und einem Blumenkübel ausgestattet ist, ist stabil, formschön und gemütlich. Besonders faszinierte ihn, dass die Projektgruppe von der Planung über den Zuschnitt bis hin zur Montage und zum Anstrich unter Anleitung alles selbst in die Hand genommen hat. Selbst der im Hof stehende
Baum wurde integriert und neben einem Zaun wurde an eine Rampe gedacht, damit auch Menschen mit Bewegungseinschränkungen die Holzterrasse betreten können. Anhand einer Power-Point-Präsentation konnte er sich ein Bild vom Aufwand des Projektes machen.

„Wir haben uns sechsmal dienstags getroffen und, weil es effektiver war, in Kleingruppen gearbeitet. Alle haben gleich viel geleistet. Wir hatten immer gutes Wetter und es hat insgesamt sehr viel Spaß gemacht. Besonderes überrascht war ich, wie gut alle, auch die einzige Frau im Team, mit den Werkzeugen wie Kappsäge, Wasserwaage und Akkuschrauber umgehen konnten“, sagte Projektleiter Hans Schönauer. Den Spaßfaktor bestätigten auch die Mitglieder der Projektgruppe. Ihre Meinungen waren durchweg positiv und sie sind zusammen sehr stolz auf das Geschaffene: „So etwas könnten wir öfters machen. Das war eine schöne Abwechslung vom Arbeitsalltag. Das war etwas Neues. Wir haben gut zusammengearbeitet.“ Theo Selter, Leiter der Olper Einrichtung, sprach der Gruppe nach getanem Werk ein großes Lob aus: „Mit dem Projekt haben wir Neuland betreten, doch das sehr erfolgreich. Aus der Schmuddelecke wurde ein Schmuckstück, individuell angepasst an die Örtlichkeit.“ Nach der gelungenen Umsetzung denken er und Projektleiter Hans Schönauer jetzt darüber nach, das Sitzecken-Projekt als individuelle Auftragsprojekte anzubieten, um so weiterhin die Team-Arbeit fördern zu können.

Der Caritasverband Olpe hat in diesem Jahr den Innovationspreis in Bronze unserer WIR-Zeitung verliehen. Herzlichen Glückwunsch!

Fast 400 Zuhörer kamen in die St. Agatha-Kirche zu Bilstein zum
STIMMWERK-Konzert am 28.10.12. Neben dem Werkstatt-Chor traten das Duo filosofia aus Olpe und SHANIA aus Bilstein auf.

Ein ganz intensiver Abend......

Neues Angebot für Menschen mit Behinderungen im Alter

Das Stichwort „Demographischer Wandel“ verbunden mit der Überalterung der Bevölkerung in
Deutschland ist heute eines der wiederkehrenden Schlagworte in den Medien. Daher haben sich die Werthmann-Werkstätten auf den Weg gemacht für Menschen mit Behinderungen, um Arbeit für Menschen bis zur Erreichung des Ruhestandes weiterhin möglich zu machen.
„Die Anforderungen der Menschen mit Behinderungen im Alter sind für uns eine neue Herausforderung“, so Dirk Schürmann, Leiter der Abteilung Attendorn. Für viele Menschen mit
Behinderungen in den Werkstätten ist die Arbeit elementarer Bestandteil Ihres Lebens. Und gerade bei den ersten Erfahrungen, die die Werkstätten bei Verrentungen von Menschen mit Behinderungen seit der Nachkriegszeit machen, wird deutlich, dass sie mit all Ihren altersbedingten Einschränkungen so lange wie möglich arbeiten möchten.
Damit dieses gelingen kann, wurden die Anforderungen der Zielgruppe zu analysiert und benannt. Die Ergebnisse waren die Grundlage des Konzeptes für Menschen mit Behinderungen im Alter. „Der Kern des Konzeptes besteht darin, dass älter werdende Beschäftigte weiterhin Ihren vertrauten Arbeitsplatz behaltenund phasenweise die unterschiedlichen Angebote der SenioRA nutzen können“, so Harald Zagrodzky, Teamleiter und Verantwortlicher für die Erstellung des Konzeptes. „SenioRA steht für den interaktiv orientierten Ruhe- und Arbeitsbereich und der Name ist Programm“, so Harald Zagrodzky weiter.

Ergänzend zur Entwicklung von konkreten musischen, kreativen und Ruhe-Angeboten wurden auch die räumlichen Voraussetzungen überprüft und Veränderungen benannt.Die räumlichen
Veränderungen wurden dann im Jahr 2012 baulich vollzogen, sodass der neue Bereich SenioRA nun
im Rahmen eines Informationstages für Eltern, Angehörige und Betreuer eröffnet wurde. Natascha Becker und Dorothee Prentler, seit 01.09.2012 verantwortliche Gruppenleitungen für den neuen Bereich, machten gemeinsam mit Ihren Teamkollegen deutlich, wie dieses neue Konzept nun umgesetzt wird. Positive Rückmeldung gab es bereits viele an diesem Tag. So auch die Aussage einer Angehörigen: „Die Räume sind toll geworden und es ist entlastend für uns zu wissen, dass die Werthmann-Werkstätten dieses Angebot geschaffen haben“, so eine Angehörige.

„Richtig helfen können - Ein gutes Gefühl“, das wissen jetzt auch 15 Beschäftigte der Werthmann-Werkstätten, Abteilung Lennestadt.
Sie haben im DRK Haus Meggen unter Anleitung von Verena von Schledorn einen zweitägigen Erste-Hilfe-Kurs absolviert. Dieser Kurs war ein Angebot des Bildungskalenders der Werkstatt. Hier konnten die Beschäftigten zwischen sieben verschiedenen Angeboten wählen. „Diesen Erste-Hilfe-Kurs haben wir zum ersten Mal angeboten“, erklärt Christina Papadopoulos vom Sozialen Dienst. „Die Resonanz war klasse.“ Nicht nur bei den Anmeldungen, sondern auch beim Kurs selber. Mit Feuereifer waren die Männer und Frauen bei der Sache. Notfälle gibt es immer wieder, sowohl in der Werkstatt wie auch im täglichen Leben. Wie behandele ich eine Verletzung richtig? Wie lege ich einen Verband an? Wie setzte ich einen Notruf ab? Vieles wussten die Beschäftigten aus Erfahrung, vieles war neu. Schritt für Schritt und mit vielen Beispielen und praktischen Übungen wurden die richtigen Verhaltensweisen trainiert, denn richtiges Helfen ist gar nicht so schwer. Viele Maßnahmen wurden instinktiv richtig gemacht, vorausgesetzt die Teilnehmer trauten sich anzufangen. Denn nichts zu tun ist immer der größte Fehler. Doch besonders in den praktischen Übungen an Fallbeispielen bekamen die Männer und Frauen Sicherheit. DRK- Ausbilderin Verena von Schledorn: „Unser Ziel war es, den Beschäftigten die Berührungsängste zu nehmen und ihnen Sicherheit im Umgang mit Notfallsituationen zu vermitteln. Das haben wir geschafft.“ Mit großer Freude und gesteigertem Selbstwertgefühl nahmen am Ende des Kurses die Beschäftigten ihre Bescheinigung entgegen. Mit viel Feingefühl hat Verena von Schledorn den Teilnehmern an beiden Tagen wichtige Grundlagen der Ersten-Hilfe vermittelt. Vor allem aber ging es ihr um eines: „Zur Ersten Hilfe zählt für mich auch maßgeblich die Fähigkeit, richtig trösten zu können und für den anderen da zu sein. Ich wollte, dass die Teilnehmer aus dem Kurs gehen und sagen können: Ich helfe jedem!“

auf dem Foto von links: Andreas Mönig, Leitung der Werkstätten, Johannes
Vogel, MdB, Theo Selter, Abteilungsleiter
"Arbeit möglich machen" so lautet das wichtigste Ziel der  Werthmann-Werkstätten. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Johannes Vogel verschaffte sich einen Eindruck von dieser wichtigen sozialen Einrichtung. In der Abteilung Olpe in der Günsestraße wurde er von Andreas Mönig, Leiter der Werkstätten und Theo Selter, Abteilungsleiter der Abteilung Olpe empfangen. Mönig und Selter erläuterten dem Abgeordneten zunächst den Aufbau und die Struktur der Werthmann-Werkstätten. Die Werthmann-Werkstätten sind aktuell im Kreis Olpe an vier Standorten vertreten und fördern mehr als 550 Menschen mit Behinderungen im Arbeitsleben und sichern ihnen so ihren Platz in der Gesellschaft. Dabei handelt es sich um Menschen mit geistigen, körperlichen, psychischen oder mehrfachen Behinderungen und Erkrankungen. In der Abteilung Olpe und in Welschen Ennest arbeiten zurzeit 120 Menschen mit psychischen Erkrankungen. Im Gespräch waren sich alle Beteiligten einig, dass Inklusion der richtige Weg sei. Dies müsse jedoch Schritt für Schritt angegangen werden, mit Respekt gegenüber bewährten Strukturen. Hierbei seien der schulische Bereich und das Arbeitsleben zudem differenziert zu betrachten. Darüber hinaus wies Mönig auf praktische Probleme in ihrer Arbeit hin. So sei es beispielsweise eine
Herausforderung, dass die Werkstätten laut Sozialgesetzbuch Menschen mit Behinderung erst mit dem 18. Lebensjahr aufnehmen dürfen. "Was macht man jedoch, wenn diese bereits mit 16 Jahren die Schule verlassen. Da entsteht eine Lücke von zwei Jahren, die man schließen muss.", so Mönig. Weitere Themen über die man diskutierte, waren Hürden für Menschen mit Behinderung beim Wechsel in den ersten Arbeitsmarkt z.B. beim Rentenanspruch. Vogel sagte zu, die Anregungen in Berlin bei den entsprechenden Fachkollegen in seinem Bundestags-Ausschuss für Arbeit und Soziales vorzubringen. Den Besuch rundete ein Rundgang durchs Haus ab, bei welchem Vogel sämtliche Abteilungen und Arbeitsbereiche von der Elektromontage bis zur Gärtnerei vorgestellt wurden. "Ich bin beeindruckt, welche Produktionsbandbreite die Werkstatt anbietet und wie sehr bei allem der Mensch im Mittelpunkt steht.", so Vogel abschließend.

Patrick Meier (Mitte) ist als Bundesfreiwilliger mittendrin. Das freut auch die Beschäftigten wie Barbara Wagener und Peter Schrutek.

Bundesfreiwilligendienst - ein echter Gewinn

Patrick Meier aus Halberbracht ist als Bundesfreiwilliger im Caritasverband Olpe im Einsatz. Ab dem 1. Juni ist der 20jährige in den Werthmann- Werkstätten, Abteilung Lennestadt, tätig. „Ich hatte meine Lehre als Elektriker abgeschlossen und wurde nicht übernommen. Da war natürlich die Überlegung, was mache ich jetzt.“ Richtig glücklich war er in seinem Beruf nicht und so suchte er ein neues Aufgabenfeld. Über eine Tante kam er mit den Werthmann-Werkstätten in Kontakt. „Zuerst habe ich ein Praktikum gemacht. Ich habe auch in den anderen Abteilungen in Welschen Ennest und Attendorn hospitiert, aber hier in Meggen, da passte auf Anhieb alles.“ Nach dem Praktikum war daher für den 20jährigen klar, ich mache ein Jahr Bundesfreiwilligendienst!“ Doch was sagen seine Freunde und seine Familie? Wäre es nicht besser, jetzt, wo er die Ausbildung beendet hat, Geld zu verdienen und das Leben zu genießen? „Ich bekomme hier mehr als Geld. Die Rückmeldungen und die Anerkennung sind unbezahlbar. Ich stehe gern morgens auf und komme hier her. Es macht einfach Spaß mit den Beschäftigten, zu denen ich gleich einen guten Draht hatte.“ Natürlich würde er gern mehr als die 350 Euro verdienen. „Aber ich könnte mir auch vorstellen, nach meinem Jahr in diesem Dienst hier langfristig als Gruppenleiter zu arbeiten.“ Er hilft nicht nur in der Arbeitsgruppe, sondern auch bei den begleitenden Angeboten wie schwimmen oder wandern. Er übernimmt Fahrdienste, hilft bei den Mahlzeiten und in der Pflege. Auch wenn es in der Produktion mal eng wird, ist er zur Stelle. „Er ist ein Allrounder mit der richtigen Einstellung“, so Susanne Rüenauver. Gern würden die Werthmann-Werkstätten in den Abteilungen in Olpe, Attendorn, Lennestadt und Welschen Ennest auch noch weitere Bundesfreiwillige im Haus begrüßen. „Wer sich auf etwas Neues einlassen möchte und kann, ist bei uns genau richtig.“ Die Regelzeit beträgt zwölf Monate, eine Verkürzung auf sechs Monate ist möglich, ebenso eine Verlängerung auf 18 oder sogar 24 Monate. Bundesfreiwillige,  die älter als 27 Jahre sind, können auch Teilzeit mit etwas mehr als 20 Wochenstunden arbeiten. Der Gesetzgeber hat den Bundesfreiwilligendienst vor einem Jahr als Alternative zum bisherigen Zivildienst geschaffen. Der Bundesfreiwilligendienst geht aber weiter: Dies ist ein Angebot an Frauen und Männer jeden Alters, sich außerhalb von Beruf und Schule für das Allgemeinwohl zu engagieren – im sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich oder im Bereich des Sports, der Integration sowie im Zivil- und Katastrophenschutz.

Bewerben sollten Interessenten sich beim jeweiligen Arbeitgeber. So wie das auch Marius Jungermann aus Ihne vor 13 Monaten gemacht hat. Er absolviert den Bundesfreiwilligendienst im Seniorenhaus St. Liborius in Attendorn. „Ich würde am liebsten bleiben“, so sein Fazit jetzt am Ende seiner Zeit in der Einrichtung. Doch am 1. September beginnt er seine Ausbildung zum Bürokaufmann bei Thyssen. „Eigentlich wäre schon am 1. Juli Schluss gewesen, aber ich kann mich nicht trennen und habe nochmals um einen Monat verlängert“, schmunzelt der 19 Jährige. Auch die Bewohner des Hauses können sich schlecht von „ihrem“ Marius trennen. Alle kennen ihn und freuen sich, wenn er für sie da ist. Marius Jungermann kennt die Bewohner mit Namen und oftmals auch ihre Lebensgeschichte. „Meine Zeit hier im sozialen Dienst war eine echte Bereicherung für mich. Ich habe an mir selber ganz neue Seiten und Fähigkeiten entdeckt.“ Das Gefühl, gebraucht zu werden und die Wertschätzung der eigenen Arbeit, das waren für ihn unbezahlbar. „Oftmals hat man gar nicht gemerkt, wie schnell der Tag rum geht. Man hat Besorgungen mit und für die Bewohner gemacht, hat sie bei Spaziergängen begleitet oder hatte einfach Zeit für sie.“ Marius Jungermann möchte dieses Jahr, was er als sehr wertvoll für sich empfindet, nicht missen. „Ich kann nur jedem empfehlen, das Angebot anzunehmen und sich ein Jahr als Bundesfreiwilliger zu gönnen. Es bringt neue Perspektiven und wer weiß, wohin mich mein beruflicher Werdegang noch führen wird.“ In vielen Einrichtungen in der Jugend- Behinderten- und Altenhilfe des Caritasverbandes Olpe können sich Bundesfreiwillige engagieren. Ansprechpartner sind die jeweiligen Einrichtungen. Nähere Infos über www.caritas-olpe.de oder 02761 9668-1036.

Die Firma Heinrich Huhn aus Drolshagen ist langjähriger Partner der Werthmann-Werkstätten. In diesem Jahre feiert sie ihren 100. Geburtstag. Um die Verbundenheit zu unterstreichen, hat die Firma um Spenden zum Förderverein der Werthmann-Werkstätten gebeten.

Zum Dank und zur Gratulation und hat sich der Chor der Werthmann-Werkstätten STIMMWERK etwas besonders einfallen lassen. Der Chor war Gast auf dem Biohof Rosenthal in Bergneustadt. Sehen Sie selbst: (Klick auf's Logo)

Ein voller Erfolg war das Benefizkonzert des Luftwaffenmusikkorps 3 aus Münster in der Stadthalle Olpe. Die Stadt Olpe veranstaltete dieses Konzert zugunsten des Fördervereins der Werkstätten. Weitere Infos zum Förderverein.

„So nahe bin ich einem richtigem Fußballspieler noch nie gewesen, das war Klasse!“, so Patrick Kaiser, nachdem er Flügelflitzer Sven Michel von den Sportfreunden die „Danke schön Urkunde“ für die Einladung zum Spitzenspiel gegen Viktoria Köln im Leimbachstadion überreicht hatte. Patrick Kaiser gehörte zu den 20 Beschäftigten der Werthmann-Werkstätten, Abteilung Attendorn, die auf Einladung der Sportfreunde Siegen im Leimbachstadion das Spitzenspiel gegen den Tabellenführer aus Köln miterleben durften. Weitere Infos hier.

Die Firma Gebr. Kemper aus Olpe möchte die Zusammenarbeit mit unseren Werkstätten ausbauen. Auf dem Foto in der Mitte Dipl.-Ing. Frank Leisteritz (3. von links) und Geschäftsführer und IHK-Vizepräsident Rupprecht Kemper bei einem Besuch in der Abteilung Olpe.

Andreas Mönig (links) bedankte sich besonders bei Josef Mauermann (2. von links) für die Aufbauarbeit in den Werkstätten und bei den Beschäftigten für ihre Mitarbeit in 40 Jahren Werkstattarbeit.

 

40 Jahre Werkstatt

 

Ein außergewöhnliches Jubiläum konnten jetzt die Werthmann-Werkstätten feiern. Seit 40 Jahren gibt es diese Einrichtung des Caritasverbandes Olpe. Die Aufbauarbeit passiert aus dem Nichts. Der Caritasverband suchte Antworten auf die Frage, wo Menschen mit Behinderung zur Arbeit gehen, wenn sie die Schule abgeschlossen haben. Am 02.Mai 1972 wurde die "beschützende Werkstatt" - mit dem damaligen Werkstattleiter Josef Mauermann - in Listerscheid (ehemaliges Jugendheim) mit 17 Menschen mit einer Behinderung (Beschäftigte) eröffnet. Von diesen sind heute noch 12 Beschäftigte in den Werkstätten aktiv. Diese und auch Josef Mauermann waren bei einer Feierstunde am 02. Mai anwesend.

Andreas Mönig, heutiger Leiter der Werthmann-Werkstätten, hielt einen Rückblick auf die 40 Jahre Werkstattarbeit: Diese Einrichtung begann schnell zu wachsen. Schon im Oktober 1972 erfolgte der Umzug in die alte Schule nach Kirchveischede. Seit 1976 ist der Standort in Attendorn mit damals mit 150 Plätzen in Betrieb. Arbeiten für das Kunstgewerbe standen seinerzeit im Vordergrund. Der Arbeitstrainingsbereich musste 1983 aus Platzmangel nach Petersburg verlegt werden. 1988 erfolgte die Einrichtung der Abteilung für Menschen mit psychischen Behinderungen. Anfang der 90er Jahre wurde die Arbeit für das Kunstgewerbe durch Produktionsarbeit abgelöst. Seit diesem Zeitraum sind die Werkstätten wichtiger Partner der Industrie im hiesigen Raum. Mitte der 90er Jahre erhielten die Werkstätten ihren aktuellen Namen nach dem Gründer des deutschen Caritasverbandes Lorenz Werthmann.Aus dem kleinen, familiären Unternehmen sind

große Werkstätten mit heute insgesamt 540 Beschäftigten mit Abteilungen in den Orten Attendorn, Lennestadt, Olpe und Welschen Ennest geworden. „Firmen schätzen unsere Qualität, Termintreue und Verlässlichkeit", betont Andreas Mönig. Er bedankte sich bei Josef Mauermann für die Pionierarbeit in den Werkstätten und gratulierte die 12 Beschäftigten persönlich für ihre Mitarbeit in den 40 Jahren.

Auf dem Foto: Auch für Menschen mit schwerstmehrfachen Behinderungen machen die Werkstätten Arbeit möglich: von links: Andreas Mönig, Leitung der Werkstätten;

Hans-Peter Wolf, Teamleiter; Joachim Hoffmann, FDP; Walter Sinzig, SPD-Stadtabgeordneter Attendorn; Willi Hempelmann, Landtagskandidat der Piraten; Reinhard Jung, Landtagskandidat der SPD; Fred Josef Hansen, B90/Die Grünen.

 

Die Werthmann-Werkstätten haben alle Kandidaten zur Landtagswahl aus dem Kreis Olpe eingeladen. „Wir möchten Ihnen unsere Arbeit zeigen und deutlich machen, wie die Werkstätten die Inklusion verwirklichen", so Andreas Mönig, Leitung der Werkstätten. Bis auf Tanja Losse (Die Linke) und Theo Kruse (CDU), die beide aus terminlichen Gründen nicht konnten, waren alle Kandidaten vertreten.

Für über 540 Menschen mit Behinderungen machen die Werkstätten in Attendorn, eXtern, Lennestadt, Olpe und Welschen Ennest Arbeit möglich. Gerade dadurch, dass den Menschen Arbeitsmöglichkeiten nach ihren Möglichkeiten angeboten werden, wird Teilhabe am Arbeitsleben möglich. „Wir sind genauso Industrie wie jeden andere Firma", betont Dirk Schürmann, Leiter der Abteilung Attendorn und der Abteilung eXtern.

„Seit 4 Jahren haben Menschen mit Behinderungen in den Werkstätten die Möglichkeit, auf Außenarbeitsplätze zu arbeiten können – das ist Inklusion", so Andreas Mönig. Die Kandidaten waren sich parteiübergreifend einig, dass die Inklusion ein wichtiger Ansatz ist, den es aber Schritt für Schritt zu erarbeiten gilt und auch Grenzen hat. Beeindruckt zeigten sich die Kandidaten bei dem Besuch bei Taxi Rinke in Attendorn von der Arbeit von Michael Gasch. Er arbeitet seit Jahren auf einen Außenarbeitsplatz und berichtet stolz von seinen Tätigkeiten im PKW-Service.

Die Werthmann-Werkstatt, Abteilung Lennestadt, ist gerade erst fünf Jahre alt, aber schon auf Wachstumskurs. Zurzeit sind hier 104 Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen beschäftigt. Dazu gehört auch der Förderbereich, der nun um 16 Plätze für schwerstmehrfach behinderte Beschäftigte erweitert werden soll. „Unsere Kapazitäten sind absolut ausgeschöpft. Es besteht aber weiterhin noch eine große Nachfrage in diesem Bereich, und Prognosedaten zeichnen ein weiteres Wachstum in den kommenden vier Jahren auf", so Abteilungsleiterin Susanne Rüenauver. Aus diesem Grund hat sich der Caritasverband Olpe entschlossen, die Werthmann-Werkstätten Abteilung Lennestadt um rund 300 Quadratmeter zu vergrößern. Der Erweiterungsbau wird an den bestehenden Förderbereich angeschlossen. Der Baubeginn ist für die nächsten Wochen geplant, so dass im Oktober die Räume bezugsfertig sein sollen. Neben den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen ist der Förderbereich ein wichtiger Bestandteil der Werthmann-Werkstätten. „Anders als in vielen anderen Bundesländern gehört in NRW der Förderbereich zu den Werkstätten. Wir geben den schwerstmehrfach behinderten Menschen nicht nur eine Tagesstruktur und fördern ihre Fähigkeiten, sie arbeiten bei uns auch als sozialversicherte Beschäftigte", macht Susanne Rüenauver deutlich. Im Förderbereich arbeiten die Gruppenleitungen Tag für Tag an den einfachen Dingen des Lebens. „In diesem Bereich gilt aber auch unser Leitgedanke Arbeit möglich machen. So erledigen die Beschäftigten einfache Montage- und Verpackungstätigkeiten und auch die Grußkartenproduktion. Mit dem Erweiterungsbau entstehen nicht nur 16 neue Arbeitsplätze für schwerstmehrfach behinderte Menschen, sondern auch weitere Arbeitsplätze im Betreuungsbereich.

Dirk Schürmann (links) ist neuer Abteilungsleiter in Attendorn. Er überzeugt sich über die Arbeiten der Garten und Anlagengruppe auf dem Friedhof in Helden.

 

Morgens kommt Achim Thöne gern zur Arbeit. Das war nicht immer so. „Vorher habe ich viel im Gebäude gearbeitet. Aber das hat mir nicht gefallen." Achim Thöne ist ein Mensch mit Handicap und arbeitet in den Werthmann Werkstätten, Abteilung Attendorn in der Garten- und Anlagenpflege. „Besonders gern mähe ich den Rasen, bediene den Freischneider oder häcksle." Seine Augen leuchten, wenn er von seiner Arbeit erzählt. „Ich bin gern draußen in der Natur." Das geht auch seinem Arbeitskollegen Frank Lissel so. „Es macht mir Spaß, denn zu Hause haben wir einen Bauernhof und da bin ich groß geworden." Acht Beschäftigte und drei Praktikanten gehören zurzeit in diese Abteilung, die unter der Anleitung von Florian Springob, gelernter Garten- und Landschaftsbauer, Sven Budde, Zierpflanzenbauer und Gruppenleiter Thomas Drexelius stehen. Alle sind mit Eifer bei der Sache und das notwendige Fachwissen und die Anleitung kommen durch die drei Fachkräfte. „Die Leute, die wir hier haben, sind verlässlich und haben keine Angst vor der
Arbeit bei Wind und Wetter. Wirkliche Volltreffer," so Florian Springob. Der große Fuhrpark vom 3000kg Dreiseitenkipper über den Kommunalschlepper John Deere 2520 bis hin zum Sprinter und Kofferanhänger erleichtern die Arbeit. Hinzu kommen Geräte wie Mulchmäher, Freischneider, Rasentraktor, Motorsäge oder Kehrmaschine. „Im Winter haben wir jetzt zum ersten Mal auch die Zeit genutzt um Kaminholz zu spalten, was Ende des Jahres raus gegeben werden kann." Doch eigentlich will die Abteilung das machen, was ihr Name sagt: Garten- und Anlagenpflege. „Gerade jetzt im Frühling und im Herbst haben wir noch Kapazitäten frei und zurzeit ist es noch möglich, den Baumschnitt zumachen. Eigentlich geht das nur bis Ende Februar, aber der Termin ist bis Mitte März verschoben worden" so Sven Budde. Dabei können auch Bäume in Privatgärten gestutzt und Grün- und Gartenanlagen für den Frühling vorbereitet werden, aber das Augenmerk richtet sich auf Kommunen, Firmen und auch Kirchengemeinden mit ihren Friedhöfen. „Hier können wir auf großen Flächen einfach unsere Maschinen und Beschäftigten effizienter einsetzen." Neben Baumschnitt hat die Gruppe auch die Ausrüstung um Problembäume zu fällen, große Flächen frei zu schneiden oder Rabatten zu stutzen, Rasen- und Heckenpflege vorzunehmen oder zu häckseln, neue Außenflächen anzulegen und Grünabfälle zu entsorgen. Dirk Schürmann, der seit
Beginn des Jahres die Leitung der Abteilung Attendorn übernommen hat, erklärt die Entstehung der Gruppe: „Anfang 2009 wurde diese Gruppe mit anfangs zwei Beschäftigten und zwei Praktikanten ins Leben gerufen. Der Gedanke entstand nach einem dreiwöchigen Projekt im Berufsbildungsbereich. Dort wurde erkannt, dass

es auch Arbeiten mit höheren Ansprüchen gibt, wie Rasen mähen oder Hecken schneiden, die Beschäftigte mit einem Handicap schaffen und die Erfolge motivieren sie immer wieder." So geht es auch Frank Lissel. „Wir haben letztens das Naturschutzgebiet Rauterkus frei geschnitten. Das hat echt Spaß gemacht. Jetzt freue ich mich auf den Frühling, wenn es wieder richtig draußen los geht."

Über 70 Menschen mit Behinderungen, deren Eltern, Angehörige und Betreuer aus dem gesamten Kreis Olpe waren der Einladung zu einem Informationstag in den Werthmann-Werkstätten in der Abteilung
Attendorn gefolgt. „Wir bieten so allen Interessierten die Möglichkeit, den Werkstattbetrieb zu erleben“, betonte der Werkstattleiter Andreas Mönig. „Die Mitarbeiter sind besonders freundlich - dies fällt positiv auf“, staunte eine Mutter. Interessiert konnten die Besucher den Alltag vom Förderbereich über die Montagegruppe bis hin zur Schlosserei und Schreinerei kennen lernen. Besonderes interessant war für einige Eltern die Möglichkeit der Arbeit auf Außenarbeitsplätzen. 

Der Berufs-bildungsbereich der Abteilung Olpe feierte im Januar mit den diesjährigen Absolventen ihren erfolgreichen Abschluss.

Nach ihrem dreimonatigen Eingangsverfahren im Berufsbildungsbereich erlernten sie grundlegende Kenntnisse in allen Fachbereichen, welche sie im Aufbaukurs in Form von Langzeitpraktika in den verschiedenen Gruppen der Werkstatt vertieften.

Ebenso waren während der zwei Jahre Beruflicher Bildung, fachtheoretischer Unterricht, Firmenbesichtigungen, Exkursionen und Ausflüge ein fester Bestandteil.

Gefeiert wurde der erfolgreiche Abschluss Ihrer Bildungsmaßnahme nach §40 SGB IX in einer gemütlichen Runde mit anschließender Übergabe der Zertifikate.

Wir gratulieren und wünschen folgenden Beschäftigten viel Erfolg für ihre weitere berufliche Tätigkeit in unseren Werkstätten:

Astrid Jung-Strotkemper, Katja Heller, Klaus Vetter, Steffi Jentzsch (von links) und Wilfried Fruntke, Beate Arendt, Thorsten Plack, Varol Ramazan (nicht anwesend).

 

Seit 1995 hat Winfried Schneider als Versichertenältester der Deutschen Rentenversicherung Beschäftigte der Werthmann-Werkstätten und ihre Angehörigen in Fragen der Rente beraten.

Menschen mit Behinderungen die 20 Jahre in einer Werkstatt für behinderte Menschen tätig sind, haben ein Recht auf Erwerbsminderungsrente und können trotzdem weiter ihrer Beschäftigung in der Werkstatt nachgehen. Dies ist eine Besonderheit des Rentenrechtes und führte erstmalig 1995 dazu, dass 36 Beschäftigte der Werthmann-Werkstätten Anspruch auf dies Rentenform hatten. Da dies eine ganz neue Erfahrung für alle Beteiligten war, haben die Mitarbeiter des Sozialen Dienstes der Werthmann-Werkstätten die Unterstützung von Winfried Schneider eingeholt. Seit dieser Zeit ist Winfried Schneider immer wieder mit Rat und Tat ehrenamtlich für die Beschäftigten tätig. Doch Ende des Jahres 2011 ist auch für Winfried Schneider die Zeit des wohlverdienten Ruhestandes gekommen. „Sie haben den Angehörigen und Beschäftigten viel Gutes getan“, würdigte Andreas Mönig als Leiter der Werkstätten auch im Namen der Angehörigen und der Betreuer. Herr Schneider gibt seine Aufgabe an den neuen Versichertenältesten Horst Dietrich aus Attendorn weiter.

Auf dem Foto von links: Andreas Mönig, Leitung der
Werthmann-Werkstätten; Johannes Eberts, Vorsitzender des Eltern-, Angehörigen und Betreuerbeirats; Horst Dietrich als neuer Versichertenältester, Winfried Schneider, ehemaliger Versichertenältester der Deutschen Rentenversicherung, Katrin Schmitz-Föth, Sozialdienst der Werkstätten.

Die Laurentius-Schule und die Max von der Grün-Schule haben gemeinsam mit den Werthmann-Werkstätten ein gemeinsames Anliegen: Sie wollen ihren Schülern aus dem Kreis Olpe im Abschluss

ihrer Schullaufbahn bzw. zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn unterstützen, einen den Fähigkeiten der Schüler entsprechenden Platz auf den Arbeitsmarkt zu finden.
Die Schulen und die Werkstätten haben ihre jahrelange Zusammenarbeit in einer Kooperationsvereinbarung dokumentiert. „Dieser Kooperationsvertrag ist der richtige Weg, um die Übergänge für die Schüler zwischen der Schul- und Berufslaufbahn optimal zu gestalten“, so Schulleiter Michael Rösch. „Unsere
Zusammenarbeit ist ein Teil der Inklusion – wir tragen gemeinsam dazu bei, dass jeder seinen Platz in der Arbeitswelt findet“, ergänzt Andrea Niehr, Schulleiterin der Max von der Grün-Schule. U.a. wird in der

Kooperationsvereinbarung geregelt, dass sie Einrichtungen sich gegenseitig beraten und welche Praktika Schüler in den verschiedenen Arbeitsbereichen der Werkstätten machen können.
„Ich freue mich über diese Vereinbarung. Wir tragen somit alle dazu bei, Arbeit für Menschen mit Behinderungen möglich zu machen“, unterstreicht Andreas Mönig, Leitung der Werkstätten, die Bedeutung der Kooperationsvereinbarung.

   

Auf dem Foto:  

von links: Andrea Niehr, Schulleiterin der Max von der Grün–Schule, Andreas Mönig, Leitung Werthmann-Werkstätten, Michael Rösch, Schulleiter der Laurentius-Schule.

 

Die Agentur für Arbeit Siegen und die Werthmann-Werkstätten haben ein gemeinsames Anliegen: Gelebte Inklusion! Beide
wollen Menschen mit Behinderungen von Beginn ihrer beruflichen Laufbahn an, die Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt eröffnen. Eine Möglichkeit besteht darin, neben der Arbeit in der
Werkstatt Erfahrungen auf einen Arbeitsplatz in der freien Wirtschaft zu
machen. Im Auftrag der Agentur für Arbeit Siegen setzen die
Werthmann-Werkstätten Ziele zur Unterstützung der Integration von Menschen mit Handicap in den ersten Arbeitsmarkt um. Jetzt unterzeichneten beide Seiten hierzu eine Vereinbarung, die die konkreten Ziele im Berufsbildungsbereich für das
kommende Jahr dokumentieren. Gerhard Lausen erkundigte sich, welche Aktivitäten und Maßnahmen die Werkstätten in dieser Richtung bereits unternehmen und wie die weiteren Planungen gestaltet werden. 
„Dies ist genau der richtige Ansatz: Auftraggeber und Werkstatt haben
Klarheit und Messbarkeit über die Ziele zum Wohl der Jugendlichen mit Handicap“, freute sich Andreas Mönig, Leitung der Werkstätten.

  

Auf dem Foto:

von links: Gerhard Lausen, Teamleiter der Agentur
für Arbeit Siegen für Arbeit und Andreas Mönig, Leitung der Werkstätten, bei der Unterzeichnung der Vereinbarung. 
 

Neueste Infos:

Sie möchen Arbeit live erleben? - Das geht ganz einfach: Kommen Sie am 12.07.2018 zu unserem Praxistag in die Werthmann-Werkstätten nach Welschen Ennest oder nach Olpe. In der Zeit von 08:00 - 14:00Uhr öffnen wir die Türen, um Ihnen einen Einblick in die tägliche Arbeit der Werkstätten zu gewähren.

Die erste Inklusionsmesse fand am Samstag, den 23.06.2018, von 10:00 - 14:00 Uhr in der Schützenhalle Dünschede statt. Nähere Infos hier. 

Focus, das Netzwerk für Leben und Wohnen, und die Werthmann-Werkstätten führen eine gemeinsame Befragung für den Fachbereich Behindertenhilfe im Kreis Olpe durch. Nähere Infos hier


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