Pressearchiv 2013

Die Werthmann-Werkstätten feierten im jetzt mit den Absolventen den erfolgreichen Abschluss der Berufsbildungsmaßnahme.

Nach dem dreimonatigen Eingangsverfahren im Berufsbildungsbereich erlernten sie grundlegende Kenntnisse in den Fachbereichen Montage und Verpackung, Holz, Metall, Garten- und Anlagenbau und Hauswirtschaft, welche sie im Aufbaukurs in Form von Langzeitpraktika in den verschiedenen Gruppen der Werkstatt oder in Firmen im Kreis Olpe vertieften.

Während der zwei Jahre dauernden beruflicher Bildung gehörten fachtheoretischer Unterricht, Firmenbesichtigungen, Exkursionen und Ausflüge zum festen Bestandteil der Maßnahme.

Der erfolgreiche Abschluss der Beschäftigen aus dem Bereich der Menschen mit geistigen, körperlichen und psychischen Behinderungen wurde in einen besonderen Rahmen in der Schützenhalle Dünschede begangen. Nach einem feierlichen Gottesdienst wurde jeder Beschäftigte persönlich mit einem Zertifikat und einem Geschenk geehrt.

„Wir gratulieren den Beschäftigten zum erreichten Abschluss und wünschen weiterhin viel Erfolg bei Ihrer beruflichen Entwicklung in den Werthmann-Werkstätten oder in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes“, so Andreas Mönig, Gesamtleiter der Werkstätten.

 

Blick nach vorn

 

2. Netzwerktreffen zur Inklusion im Arbeitsleben

 

Die Abteilung eXtern der Werthmann-Werkstätten hatte zum 2.
Netzwerkstreffen eingeladen. Frau Dr. Bettina Wolf, Vorsitzende der
Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Siegen, betonte, dass die Agentur für Arbeit die Inklusion im Arbeitsleben für Menschen mit Behinderungen weiter fest verankern will. Dieses soll erreicht werden, in dem mehr Betriebe und Einrichtungen in allen Sparten gewonnen werden können. Hier sollen Menschen mit Behinderung die Möglichkeit bekommen, sich auch in Bereichen des allgemeinen Arbeitsmarkts ausprobieren, um dort später auch Fuß zu fassen.
„Menschen mit Behinderungen dürfen keine Nachteile bei der Rente in Kauf nehmen müssen, wenn sie aus dem Rahmen der Werkstattbeschäftigung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt wechseln“, so Frau Dr. Wolf. „Eine Änderung dieser Regelung wäre ein tolles Signal für einen inklusiven Arbeitsmarkt.“

Martina Große-Halbuer vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe stellte anschließend die Landesinitiative „Teilhabe an Arbeit - 1000 Außen-arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen“ vor. Hier wird angestrebt, NRW-weit 1000 zusätzliche Außenarbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen zu initiieren. Arbeitgeber haben die Möglichkeit, bei der Einrichtung von Außenarbeitsplätzen eine finanzielle Förderung zu erhalten. Das Projekt wird mit ESF-Mitteln, Landesmitteln und Mitteln der Landschaftsverbände finanziert.

 

Die Menschen mit Behinderungen für Bereiche des allgemeinen Arbeitsmarktes zu motivieren, zu fördern und auf diesen Weg zu begleiten, ist die Aufgabe der Abteilung eXtern der Werthmann-Werkstätten. In den letzten 5 Jahren konnten über 80 Beschäftigte der Werkstätten diesen Weg ausprobieren. Dirk Schürmann, Leiter der Abteilung, dankte allen teilnehmenden Betrieben und Einrichtungen sowie den Paten. „Nur mit Ihnen kann die Inklusion gelingen“, so Schürmann. 
Die Beschäftigten überreichten „ihren“ Paten anschließend Urkunden und  Präsente als Anerkennung.

 

Infos zum Programm 1.000 Außenarbeitsplätze
5.9.1.-131202-LWL.pdf
PDF-Dokument [120.0 KB]

Zum "Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen" hat die Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Video-Botschaft verfasst. 

 

 

 

 

Diese ist unter dem Link

http://www.bundeskanzlerin.de/Webs/BKin/DE/Mediathek/mediathek_node.html?id=811918 zu sehen.

Foto: Anton Nies (l.) leitet ehrenamtlich das neue Projekt Fahrradwerkstatt in den Olper Werthmann-Werkstätten. Gemeinsam mit vier Mitarbeitern hat er bereits drei defekte Fahrräder wieder verkehrstüchtig gemacht.

 

   

Eine neue Fahrradwerkstatt - ehrenamtlich!

 

Bei den Werthmann-Werkstätten in Olpe startete im Juli das neue Projekt „Fahrradwerkstatt“. Möglich machte dies Anton Nies aus Olpe. Der 69-Jährige leitet das Projekt ehrenamtlich und bringt mit Unterstützung von vier Mitarbeitern defekte Fahrräder auf Vordermann.  

Der ehemalige Lehrer am Berufskolleg Technik in Siegen trat im Jahr 2007 seinen wohlverdienten Ruhestand an. Im gleichen Jahr kam er durch die „Freiwilligenbörse“ zum Caritas-Verband. Anfangs übernahm er Kurier Anton Nies ist ambitionierter Fahrradfahrer. „Als er mir von seinem großen Traum erzählte, im Ruhestand eine Hobby-Fahrradwerkstatt zu betreiben, kam die Idee auf, das Projekt in unseren Werkstätten als begleitende Maßnahme anzubieten“, sagte Petra Müller

 

Anton Nies erklärte sich bereit und gibt nun seit Juli jeden Montag eineinhalb Stunden lang sein Fachwissen an vier Männer der Werkstätten weiter. Nach einem internen Aufruf wurden fünf defekte Fahrräder abgegeben, von denen drei inzwischen wieder verkehrstüchtig sind. „Anfangs war es ein bisschen schwierig, da beim Klientel der psychisch kranken Menschen Verbindlichkeit und Antrieb keine Selbstverständlichkeit sind“, sagte Theo Selter, Abteilungsleiter der Werthmann-Werkstätten in Olpe. „Dank seiner Muße und Fähigkeiten, die ich bewundere, hat sich inzwischen jedoch eine feste Gruppe gebildet, die mit Freude und Begeisterung dabei ist.“

 

Beim Reparieren hören die Mitarbeiter Anton Nies gern zu, wenn er von seinen Fahrradtouren erzählt. Der Höhepunkt war eine Tour nach Jerusalem. Den Anreiz lieferte ihm sein Sohn Peter, der vor ihm die knapp 6.000 Kilometer lange Strecke bewältigte. Daneben organisierte er für den Malteserhilfsdienst Fahrradwallfahrten nach Bamberg, Speyer und Maria Laach. Im nächsten Jahr ist eine solche über den „Römerweg“ von Xanten nach Detmold geplant. Das Fachwissen der 

Fahrradreparaturen eignete er sich an, um sich bei Pannen selbst helfen zu können. So konnten die vier Mitarbeiter der Werthmann-Werkstätten schon viel von Anton Nies lernen. Sie reparierten Beleuchtungen und Reifen, wechselten Radlager und Tretlager aus und speichten Felgen auf. Sie bewerten die Fahrradwerkstatt als schöne Abwechslung und als gute Gelegenheit, etwas zu lernen. Der aktive Senior hat sich deshalb auch bereit erklärt, künftig das Fahrradtraining zu leiten. Darin sieht Petra Müller das Ziel, Anreize für sportliche Betätigung zu schaffen. „Ich bin Anton Nies sehr dankbar, dass er das auch übernehmen will.“

 

Neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit bei den Werthmann-Werkstätten übt der aktive Senior noch weitere Ehrenämter aus. Beim Malteser-Hilfsdienst ist er im Behindertenfahrdienst tätig, ebenso für die Ökumenische Initiative „Warenkorb“. Er singt gerne z.B. im Olper MGV„Cäcilia“ – dort ist er auch im Vorstand eingebunden – und im Gemischten Chor des Pallottihauses. Und die Familie hält auch noch ihre Aufgaben bereit.

 

Anton Nies weiß, dass aus seinem Ruhestand eher ein Unruhestand geworden ist: „Mein Terminkalender war noch nie so voll wie jetzt. Doch ohne die zahlreichen ehrenamtlichen Leistungen würde unser Land nicht funktionieren. Beim Warenkorb bringen zum Beispiel mehrere Menschen Stunden wie in Vollzeit auf. Die Leute machen das, weil sie es für notwendig und sinnvoll halten. Wenn man sich im Ruhestand noch fit und leistungsfähig fühlt, muss man das auch einsetzen. „Ich werde oft gefragt, warum ich das mache und manchmal frage ich mich das auch selber. Als ich zum Beispiel mit dem Fahrrad nach Sizilien zur hl. Agatha und zum Ätna fuhr,  regnete es fürchterlich und ich habe mich gefragt, warum ich mir so was antue. Doch dann schien plötzlich die Sonne. Dann weiß man, dass man es macht, weil es einen ausfüllt.“ „Spontane Antworten auf solche Fragen sind nicht leicht. Ich  glaube, die täglichen Aufzeichnungen, die man z.B. von der Jerusalemreise unter 

www.anton.wobistdujetzt.com nachlesen kann, geben Auskunft über Wechsel der Gefühle zwischen Einsatz und Erfolg, zwischen Strapazen und Erleichterung, zwischen Frust und Glücksgefühl, wobei das Letztere dann immer siegt und mit Geld nicht zu erwerben ist“. Und das gilt wohl für alle ehrenamtliche Tätigkeiten – gerade in den Werthmann-Werkstätten. 

Im würdigen Rahmen wurden jetzt nach jeweils 20jähriger Tätigkeit Marianne Plugge und Klaus Jacob in den Ruhestand verabschiedet. Während Marianne Plugge als Verwaltungskraft in der Abteilung Attendorn tätig war, lagen die Aufgaben von Klaus Jacob in der technischen Leitung und der Leitung der Abteilung Attendorn. Gesamtleiter Andreas Mönig (auf dem Foto links) und Caritas-Geschäftsführer Christoph Becker (rechts) wünschten für die neue Lebensphase alles Gute.

In den Werthmann-Werkstätten bereiten sich derzeit der Wahlvorstand und die Menschen mit Behinderungen auf die Wahl des neuen Werkstattrates vor. Der Werkstattrat ist das Vertretungsgremium der Menschen mit Behinderungen innerhalb der Werkstätten und ist vergleichbar mit den Aufgaben eines Betriebsrates in Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes. „Vor den Neuwahlen ist es wichtig ‚Danke schön‘ zu sagen“, so Dirk Schürmann, Leiter der Abteilungen Attendorn und eXtern. „Wir haben die Mitwirkungsmöglichkeiten für Werkstatträte in den letzten Jahren deutlich ausgeweitet. Der bisherige Werkstattrat hat sich sehr positiv eingebracht und die Belange der Menschen in den Werkstätten gut vertreten“, so Dirk Schürmann weiter. Als Dank lud er den Werkstattrat der Abteilung Attendorn zu einem Ausflug zur Besichtigung des Galileo-Park in Lennestadt-Meggen ein. „Die Arbeit im Werkstattrat ist für alle Beschäftigten ganz wichtig“ so Andre Hoberg. „Ich kandidiere auf jeden Fall erneut!“

Zum Thema „Kommunikation und Konflikte“ trafen sich am Samstag ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Werkstätten in der Katholischen Bildungsstätte Olpe zu einer Fortbildung. In theoretischen und praktischen Einheiten wurde den Geheimnissen der Kommunikation auf den Grund gegangen.
Besonders klar wurden Fallstricke in Gesprächen oder bei Streitigkeiten in den praktischen Übungen. Wenn auch Sie Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit in den Werkstätten haben können Sie sich hier informieren.

 

Bei ihrer Berufswahl war sich Johanna Reininghaus, wie viele anderen in ihrem Alter, lange unschlüssig. Eine handwerkliche Ausbildung kam für die 18-Jährige ebenso in Frage, wie ein sozialer Beruf, oder Fotografie. Die entscheidende Kehrtwende brachte ein Gespräch mit ihrem Cousin, der in sich in Dortmund im Bundesfreiwilligendienst engagiert. Bundesfreiwilligendienst war für die Niederheldenerin etwas völlig Unbekanntes. Aufgrund der positiven Erfahrungen ihres Vetters war die Neugierde bei Johanna Reininghaus schnell geweckt und sie informierte sich umfangreich im Internet. Fragen wie: „Was sind meine Aufgaben?“ „Wo kann ich mich als Bufdi bewerben?“ drängten sich in den Vordergrund. Ein Gespräch mit Susanne Rüenauver, Abteilungsleiterin der Werthmann-Werkstätten in Lennestadt, gab erste theoretische Erkenntnisse und ein Hospitationstag wurde vereinbart. „Meine Aufgaben waren gleich vielfältig“, blickt Johanna Reininghaus zurück und weiter: „Ich habe in einer Montagegruppe mitgeholfen, das Essen gereicht, bei der Pflege unterstützt und beim sportlichen Programm mitgewirkt.“ Das Strahlen im Gesicht der 18-Jährigen lässt keinen Zweifel daran, wie viel Spaß es ihr gemacht hat. Schon nach einem Tag konnte sie von
sich behaupten: „Jau, das ist was für mich.“ Die zwei Wochen bis zur
Entscheidung, ob sie als Bundesfreiwilligendienstlerin (BFD’lerin) genommen wird, zogen sich dahin. Denn am liebsten hätte Johanna Reininghaus bereits am Folgetag der Hospitation ihren Dienst angetreten. Seit Anfang des Monats ist sie jetzt dabei. Der Tagesablauf ist geregelt. Am Morgen findet eine Besprechung mit allen Mitarbeitern der Abteilung statt, danach werden mit ihrem Anleiter die Aufgaben, die am Tag anstehen, gescheckt. Da heißt es dann: für die Menschen mit Behinderung die Arbeitsplätze einrichten, Arbeitsmaterialien besorgen, Arbeit erklären und Johanna Reininghaus hilft den teilweise schwerstbehinderten Beschäftigten ihre Aufgabe zu erledigen und diese vom und zum Bus zu begleiten. 

Man wächst mit den Aufgaben, wird selbstbewusster und sicherer im Umgang mit Menschen, die Handicaps haben“, erklärt die 18-Jährige und fügt hinzu: „Ich finde die Arbeit sehr spannend, kann vieles ausprobieren und mache gute Erfahrungen.“ Täglich freut sich Johanna Reininghaus über das Feedback der Beschäftigten, die so häufig sagen: „Schön, dass Du da bist.“ „Das pusht mich schon morgens beim Aufstehen und hält den ganzen Tag an“, schmunzelt die in den Werthmann-Werkstätten in Lennestadt einzige BFD‘lerin. Fragt man sie nach den Eigenschaften die ein BFD‘ler mitbringen sollte, sprudelt es nur so aus der Niederheldenerin heraus: „Geduld, Humor, offen sein für die täglichen Herausforderungen und den Willen auf Menschen zuzugehen.“ Susanne Rüenauver fügt dem noch hinzu: Das „anders sein“ akzeptieren und Spaß am Umgang mit Menschen haben.“ Die Einrichtungsleiterin weiß, dass es bei den sozialen Diensten nach dem Wegfall des Zivildienstes, ohne Menschen, die sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr entscheiden, nicht geht. Der Bundesfreiwilligendienst bringt auch persönliche Vorteile mit sich. Neben den von Johanna Reininghaus genannten positiven Aspekten wird der Bundesfreiwilligendienst bei Praktika-Zeiten anerkannt und hilft insbesondere bei der Wahl eines medizinischen und sozialen Berufes. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, Einblicke in die Aufgabengebiete des Ergotherapeuten, Arbeitserziehers, Heilerziehungspflegers und des Sozialpädagogen zu gewinnen. Die Dauer des Bundesfreiwilligendienstes beträgt in der Regel 12 Monate. Auf Wunsch kann die Zeit auf sechs Monate verkürzt, oder auf bis zu 24 Monate verlängert werden. Kürzlich wurde der 100.000sten Bundesfreiwilligen persönlich zum Dienstantritt gratuliert. Weitere Bufdis sind gerne in den Werthmann-Werkstätten gesehen. Infos gibt’s unter www.bundesfreiwilligendienst.de 

Wahlrecht für Menschen mit Behinderungen

 

Menschen, die für alle Angelegenheiten eine rechtliche Betreuung in Anspruch nehmen, sind in Deutschland vom Wahlrecht ausgeschlossen. Somit können viele Menschen mit Behinderung nicht zur Wahl gehen, die durchaus in der Lage sind, eine eigenständige Entscheidung zu
treffen.

 

Der Caritasverband Olpe schließt sich den bundesweiten Initiativen zur einen Änderung des Wahlrechtes an und macht auf diesen Missstand anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahlen aufmerksam.

 

„Wir fordern eine unverzügliche Änderung der gesetzlichen Bestimmungen. Von denen im Netzwerk focus betreuten und in den
Werthmann-Werkstätten beschäftigen Menschen mit Behinderungen könnten nach unserer Einschätzung über 80 Menschen mit Behinderung bei der bevorstehenden Bundestagswahl zusätzlich wählen“, so Geschäftsführer Christoph Becker.

Deutschland verstößt somit gegen den Artikel 29 des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderung. Nach dieser UN-Konvention sind die Vertragsstaaten verpflichtet, Menschen mit Behinderung alle politischen Rechte zu garantieren sowie angemessene Vorkehrungen zu treffen, damit diese Rechte auch tatsächlich ausgeübt werden können.

Damit Menschen mit Kommunikationsbeeinträchtigungen ihr Wahlrecht auch wirklich ausüben können, sollten die Parteien außerdem ihr Wahlprogramm in leichter Sprache veröffentlichen. Die großen Parteien sind hier schon Vorreiter. Wahlunterlagen sind durch Symbole und Bilder so zu gestalten, dass die Stimmabgabe auch für Analphabeten möglich wird. Beim Wahlvorgang müsse bei Bedarf auch eine Assistenz durch eine Vertrauensperson möglich sein.

 

Weitere Infos über die Behindertenhilfe des Caritasverbandes
Olpe unter www.caritas-olpe.de

Außen-

arbeitsplätze in Betrieben

 

Seit fast fünf Jahren bieten die Werthmann-Werkstätten Menschen mit Be-hinderungen die Möglichkeit, sich arbeitsbezogen außerhalb der Werkstätten auszuprobieren. Sie können dauerhaft auf einem Außenarbeitsplatz in Dienstleistungsunternehmen und Betrieben arbeiten
und bei Wunsch und Möglichkeit auf einen sozialversicherungspflichtigen
Arbeitsplatz zu wechseln.
 

Viele Betriebe im Kreis Olpe stehen zur Verfügung, ein Praktikum oder einen Außenarbeitsplatz für einen Menschen mit Behinderung aus den Werkstätten zu ermöglichen. 

Ein gelungenes Beispiel zeigt die Stadtverwaltung Lennestadt im Rathaus Altenhundem. Daniel Priester ist hier als Hausmeisterhelfer integriert.



 

Die Aufgaben für Daniel Priester sind sehr vielseitig, sie reichen von Hilfe bei Reparaturarbeiten, Möbel aufstellen und Hilfe bei Veranstaltungen im Rathaus. Ergänzend dazu gehören Tätigkeiten wie Pflege des Außengeländes (Laubfegen, Schneeschieben usw.) bis hin zur Müllentsorgung, wobei er nach Einarbeitung und tatkräftiger Unterstützung seines Paten und Anleiters, Fred Kremer, selbständig den Müllaufzug für die Müllcontainer bedient. Jeder neue Arbeitstag birgt neue Herausforderungen, die Daniel gern annimmt.



Gerade als Hausmeisterhelfer muss Daniel Priester seine Kollegen unterstützen. Diese Aufgabe erfordert selbstständiges Arbeiten.
Daniel weiß, wo und wann die zugeteilten Aufgaben zu erledigen sind. Die
Stimmung untereinander muss passen. Arbeiten bei Wind und Wetter, Hitze und Kälte an der frischen Luft sind für Ihn kein Problem, denn das tut gut, erfordert aber auch Selbstmotivation und Freude an der Arbeit.

 

„Ich bin jetzt wie ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Mir macht die Arbeit Spaß, auch wenn ich abends manchmal kaputt bin, aber ich freue mich, wenn es morgens wieder losgeht um meine Kollegen zu unterstützen“, erklärt Daniel Priester begeistert über seinen Außenarbeitsplatz.

Sein Ziel ist es, dauerhaft dort tätig zu sein. Zunächst als Außenarbeitsplatz, so dass er von den Integrationsassistenten der Werthmann-Werkstätten, Kerstin Cremer und Günter Rotthoff, begleitet werden kann. Auch der Betrieb kann durch die fachliche Unterstützung seitens der Integrationsassistenten profitieren, so dass eventuell auftretende Stolpersteine schnell beseitigt werden können.

 

„Ich freue mich, dass wir vom Rathaus der Stadt Lennestadt, Menschen wie Daniel eine neue Perspektive bieten können“, meint Fred Kremer, Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Pate und Anleiter von Herrn Priester.

 

Die Anzahl der Menschen mit Behinderungen in Praktika und Außenarbeitsplätzen steigen stetig. „Herr Priester ist einer von
aktuell 23 Beschäftigten auf einen Außenarbeitsplatz. Wir freuen uns darüber und können uns auch vorstellen neue Wege zu gehen“, so Dirk Schürmann, Abteilungsleiter der Abteilung eXtern.

 

„Konkret bedeutet dieses, dass wir eine Gruppe von Menschen mit Behinderungen in einem Industrie- oder Dienstleitungsunternehmen realisieren möchten“, so Dirk Schürmann weiter. Unter der Anleitung einer Fachkraft der Werthmann-Werkstätten können so Menschen mit Behinderungen verschiedene Tätigkeiten des Betriebes vor Ort erledigen. „Unternehmen und Werkstätten außerhalb des Kreisgebietes haben damit schon sehr gute Erfahrungen gemacht. Wir würden uns freuen, wenn wir im Kreis Olpe interessierte Firmen finden würden und mit Ihnen gemeinsam dieses Projekt umsetzen könnten“, ergänzt Andreas Mönig als Gesamtleiter der Werkstätten.

 

Das Modell bringt Vorteile für alle. Für den einzelnen Menschen mit Behinderung, für das Unternehmen und die Werkstätten.

Weihnachtskarten



 

Auch wenn es bis Weihnachten noch etwas dauert, möchten wir Ihnen unsere Grußkartenproduktion in den Abteilungen Meggen und Attendorn ans Herz legen. Diese stellen auf Wunsch Weihnachtskarten - auch in großen Mengen - her. Natürlich auch eine große Auswahl für verschiedene Anlässe, wie z.B. Geburtstag, Hochzeit, Taufe, Firmung und Kommunion. Des Weiteren stellen wir auch Einladungskarten für Hochzeiten her. Hierzu unterbreiten wir Ihnen gerne ein Angebot.

Fahrradschule in Lennestadt

 

Wie verhalte ich mich mit dem Fahrrad im Straßenverkehr? Welche Verkehrsregeln muss ich beachten? Fragen, mit denen sich Beschäftigte der Werthmann-Werkstätten der Abteilung Lennestadt im Rahmen einer Fortbildung nicht nur theoretisch sondern auch ganz praktisch befassten. Auf Anregung von Frau Papadopoulos (Sozialarbeiterin der Werthmann-Werkstätten) und unter Anleitung der Polizeihauptkommissare Martin Witzel und Bernd Neumann übten sie im Straßenverkehr die sichere Verkehrsteilnahme. Zu Beginn wurde den Teilnehmern mit Hilfe eines sogenannten Eierhelmes, einem Hammer und einem Fahrradhelm klar, wie viel Schutz ein Fahrradhelm bietet. Ein rohes Ei im Eierhelm fiel aus ein Meter Höhe auf den Boden und konnte anschließend noch gekocht werden. Die Trainingsteilnehmer schlugen mehrfach mit einem Hammer auf einen Fahrradhelm. Der Helm hielt mehreren starken Schlägen
stand, so dass niemand seinen Kopf als Versuchsobjekt zur Verfügung stellen wollte. Als feststand, dass die Fahrräder der Teilnehmer verkehrssicher sind, ging es mit Fahrradhelm in den Straßenverkehr. Nachdem die Übungseinheiten absolviert waren, bewiesen die Teilnehmer bei der abschließenden Lernzielkontrolle, dass sie ihre Lernziele mit Bravour erreicht haben.
Ein besonderer Dank gilt den ehrenamtlichen Helfern ohne die eine sichere Durchführung nicht möglich gewesen wäre. In diesem Zusammenhang weisen die Verkehrssicherheitsberater der Polizei noch mal ausdrücklich auf die Sicherheit eines Fahrradhelmes hin. Wer das Risiko eingeht, ohne Helm Fahrrad zu fahren, trägt bei einem Unfall auch die alleine  Verantwortung für seine schweren Kopfverletzungen. Das Fahrsicherheitstraining war für alle Seiten eine ganz besondere Fortbildung und wird ein fester Bestandteil der jährlichen Fortbildungsangebote der Werthmann-Werkstätten.

Erster Roboter in den Werkstätten

 

Werkstätten für behinderte Menschen, wie die Werthmann- Werkstätten, mit einem industriellen Leistungsangebot stehen vor den gleichen Herausforderungen wie Industrieunternehmen auf dem ersten Arbeitsmarkt. Nur mit optimal aufei­nander abgestimmten und wandlungsfähigen Montageprozessen können sie im Wettbewerb bestehen. Daher ist jetzt der erste Roboter in der Attendorner Abteilung im Arbeits-Einsatz. „Dieses ist auch eine Weiterentwicklung der Arbeitsplätze in unserer Werkstatt“, erklärt Abteilungsleiter Dirk Schürmann, „das steigert zum einen für die Beschäftigten die Attraktivität ihres Arbeitsplatzes und schafft zum anderen Freiräume für weitere Arbeiten und Aufgaben innerhalb der Montagegruppe.“ Drei der 25 Beschäftigten dieser Gruppe sind zurzeit an diesem Arbeitsplatz tätig. Eine weitere Spezialisierung von Beschäftigten ist geplant. Werkstätten für Menschen mit Behinderung steuern inzwischen hochwertige Bestandteile für Qualitätsprodukte „Made in Germany“ bei. Das soll auch mit der derzeitigen Kampagne „Experten mit Leidenschaft“ zum Ausdruck gebracht werden. Bei der Plakataktion, an der sich 30 Einrichtungen aus NRW und Niedersachsen beteiligen, stehen daher auch Menschen mit Behinderungen an hochmodernen Arbeitsplätzen im Mittelpunkt. Bei allem Selbstbewusstsein, die die Kampagne unter dem Motto „Experten mit Leidenschaft“ ausstrahlt, verdeutlichen die Bilder aber auch: Auf dem freien Arbeitsmarkt hätten die meisten Menschen mit Behinderungen keine Chance. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit in Deutschland seit 2005 ist an dieser Zielgruppe weitgehend vorbeigegangen. Während in diesem Zeitraum in NRW die Arbeitslosigkeit um 30,9 Prozent sank, ging sie bei Menschen mit Behinderung nur um 7,0 Prozent zurück. Im Bundesdurchschnitt lag die Arbeitslosenquote 2011 mit 14,8 Prozent etwa doppelt so hoch wie bei nicht behinderten Arbeitnehmern. „Unsere Werkstätten sind in der Lage, Arbeitsprozesse so zu gestalten, dass Beschäftigte auch mit Behinderung an der Herstellung hochwertiger Produkte oder Dienstleistungen beteiligt werden können“, so Andreas Mönig, Gesamtleiter der Werthmann- Werkstätten. Insofern richte sich die Kampagne auch an Politik und Kostenträger, die vielfach die Werkstätten nur noch als hoch subventionierte „Sonderwelten“ betrachteten. Von den öffentlichen Mitteln profitieren nicht nur die Menschen mit Behinderung, sondern auch die heimische Wirtschaft, die mit den Werkstätten kooperiert. Die Kampagne möchte auch den behinderten Mitarbeitern signalisieren, dass eine Werkstatt keine „Sackgasse“ für ihr Leben ist, sondern ein Ort der persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung. Deshalb ist das „Konzept Werkstatt“ immer auch auf die Befähigung ausgerichtet, am Arbeitsprozess in der Werkstatt teilzuhaben oder auch auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vorzubereiten und Übergänge zu  gestalten.

 

Südafrikanischer Botschafter besucht Werthmann-Werkstätten!

Zusammen mit der Bildungsministerin aus Südafrika Mrs. Vukuza-Linda besuchte der südafrianische Botschafter Exzellenz Dr. Makhenkesi Stofile die Werthmann-Werkstätten. Begrüßt wurden die Gäste durch den Chor STIMMWERK. Dieser hatte extra das Begrüßungslied "Sithi Molweni" aus Südafrika eingeübt. "So toll wurde wir noch nirgends begrüßt", schwärmte Dr. Gerd Reichenbach aus Olpe. Dr. Reichenbach hatte die Kontakte zwischen dem Botschafter und den Werkstätten hergestellt. Nach einer kurzen Einführung konnte die Ministerin und der Botschafter den BBB (Berufsbildungsbereich), den Förder- und den Arbeitsbereich kennenlernen. "Wir haben hohen Respekt vor Ihrer Arbeit", bemerkt der Botschafter. "Wir können gut von einander lernen", ergänzte Andreas Mönig. Dieser Besuch war für alle Seiten etwas besonderes.

Besuch der ganz besonderen Art erhielten jetzt Beschäftigte
der Werthmann-Werkstätten, Abteilung Lennestadt. Claudia Belke vom „Hof Belke“ in Milstenau brachte ein Schaf, mehrere Hühner und Kaninchen zu einem „Schnuppernachmittag“ mit.

Das Angebot „Ein Nachmittag mit Tieren“ ist Teil des Bildungskalenders der Werthmann-Werkstätten. Der „mobile Bauernhof“ ist neben vielen Kursen und Aktivitäten am Hof Belke ein besonderes Angebot für alle, die das Thema „Bauernhof“ in ihrer Einrichtung erlebbar machen möchten.

Nachdem in einer Theorieeinheit Wissen über die verschiedenen Tierarten anschaulich vermittelt und ausreichend Futter gesammelt und vorbereitet wurde, hatten die Beschäftigten ausgiebig Gelegenheit zur hautnahen Begegnung mit den Tieren. Es wurde gestreichelt, gefüttert oder auch nur interessiert beobachtet. Schnell wurde insbesondere mit Schaf „Prontus“ Freundschaft geschlossen. Besonderes Interesse weckte ein Huhn der Rasse „Brahma“ mit gefiederten Füßen. Die Begegnung mit Tieren ermöglicht gerade für Menschen mit schweren Behinderungen eine besondere Art der Wahrnehmung über taktile Reize und eine nicht-sprachliche, direkte Kommunikation.

Allen Beteiligten hat dieser „tierische“ Nachmittag viel Spaß bereitet und dank Schaf „Prontus“ blieb ein frisch gedüngter und gemähter Rasen zurück.

Ein Grund zum feiern: 25 Jahre WWO

 

Mit einer Jubiläumsfeier wurde jetzt das 25 jährige Bestehen der Werthmann Werkstatt, Abteilung Olpe gefeiert. In der Abteilung Olpe mit der Nebenstelle in Welschen-Ennest arbeiten Menschen mit psychischen Erkrankungen. Andreas Mönig, Leiter der Werkstätten und Theo Selter, Leiter der Abteilung Olpe, konnten zahlreiche Gäste begrüßen, darunter  auch Bürgermeister Horst Müller, Christoph Becker, Geschäftsführer des  Caritasverbandes Olpe und den Verbandsvorsitzenden Lothar Epe, sowie weitere Vertreter aus Politik und Wirtschaft, die eng mit den Werkstätten  zusammenarbeiten. Die Feierlichkeiten starteten mit einem ökumenischen Gottesdienst, zelebriert von Dechant Friedhelm Rüsche und Pfarrer Wolfgang Schäfer. Hier stand das Thema Arbeit im Mittelpunkt. Anschließend konnte Andreas Mönig zwei Beschäftigten und zwei Mitarbeitern gratulieren, die als „Menschen der ersten Stunde“ seit 25 Jahren in der Abteilung arbeiten.

In seiner Rede schlug Verbandsvorsitzenden Lothar Epe einen Bogen von den Anfängen bis heute. In der ehemaligen Schule von Petersburg bei Attendorn habe man mit zehn Beschäftigten und drei Mitarbeitern 1988 begonnen. Schließlich fand man ein neues Zuhause in der Günsestraße in Olpe. „Doch auch hier waren schließlich die Kapazitäten mehr als ausgereizt.“
So kam 2009 die Nebenstelle in Welschen Ennest hinzu. Heute sind an beiden Standorten 131 Menschen mit einer psychischen Erkrankung beschäftigt. „Caritas heißt Nächstenliebe und Wertschätzung“, so Epe, „Die Mitarbeiter der Werkstätten handeln und arbeiten nach diesem Aspekt.“ Neben Bürgermeister Horst Müller, der seinen Dank und Respekt für 25 Jahre erfolgreiche Arbeit zum Ausdruck brachte, ergriff auch die neue Behindertenbeauftragte des Kreises Olpe, Petra Lütticke das Wort
und stellte sich und ihre Arbeit vor. Mit Dr. Wieland Pavel, technischer  Geschäftsführer der Gebr. Kemper aus Olpe, konnte ein ganz besonderer Gast begrüßt werden. Die Firma Kemper pflegte schon 1988 erste geschäftliche Kontakte mit der Werkstatt. „Wir suchten einen Partner im Bereich Montage und Verpackung von Wasserzählern. Sie erweisen sich als zuverlässiger und leistungsstarker Partner, so dass wir unsere Geschäftsbeziehungen immer weiter ausgedehnt haben und heute einen Umsatz mit ihnen von 150.000 bis 200.000 Euro machen. Ich kann ihnen daher sagen: You are great“. Uwe Kurth, Vorsitzender des Werkstattrates in Olpe, zeigte den Gästen auf, wie die Arbeit in der Abteilung aus Sicht der Beschäftigten ist. Zum Abschluss wagte Abteilungsleiter Theo
Selter noch einen Ausblick in die Zukunft: „Auch Menschen mit einem hohen Bildungsabschluss können psychisch erkranken. Wir möchten zukünftig mit elektronischen Arbeitsplätzen eine berufliche Wiedereingliederung ermöglichen.“
Dr. Christine Menges, Chefärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
am St. Martinus-Hospital Olpe hielt  anschließend einen Fachvortrag zum Thema „Arbeit und Psyche“. Zum Abschluss des offiziellen Teils gab es dann ein ganz besonderes Bonbon. Das Improvisationstheater „Impro 005“ aus Münster sorgte für beste Unterhaltung und spontanen Spaß. Nach einem Imbiss hatten die Besucher die Möglichkeit, die Werkstatt zu besichtigen und bei Arbeitsvorführungen einen Einblick in den Arbeitsalltag zu erhalten.

„Auch uns schickt der Himmel"

„Auch uns schickt der Himmel", so lautet das Motto der diesjährigen 72 Stunden Aktion des BDKJ, die vom 14. bis 16.06.2013 stattfindet.

 

 

 

Das heißt 72 Stunden lang:

- Handeln aus dem christlichen Glauben heraus

- Spaß und Sinn verbinden

- Gesellschaft gestalten

- Menschen ins Rampenlicht bringen.

 

2009 haben wir in den Werthmann-Werkstätten Abteilung Attendorn beobachten dürfen, was es bedeutet, an der 72 Stunden Aktion teilzunehmen. Eine Gruppe von Jugendlichen gestaltete uns im Außengelände der Abteilung Attendorn eine Ruheoase. Auch dieses Jahr findet die 72 Stunden Aktion wieder statt. Warum immer nur etwas „gemacht bekommen" haben wir uns gedacht. „AUCH UNS SCHICKT DER HIMMEL".

Durch den Kontakt zu den Pfadfindern in Olpe, die auch an dieser Aktion teilnehmen, war es klar, dass wir eine gemeinsame Aktionsgruppe bilden. Die Gruppe besteht aus 15 Pfadfindern und 15 Teilnehmern aus den Werthmann-Werkstätten Abteilung Attendorn. Es gibt zwei Möglichkeiten an ein Projekt zu kommen:

1. Die „Get it"- Variante (Überraschungsvariante)

2. Die "Do it yourself"- Variante

 

Wir entschieden uns für die zweite Variante, sodass Idee, Planung und Durchführung in unseren Händen liegen. Durch die enge Verknüpfung welche die Pfadfinder und wir zum Jugendhof Pallottihaus haben, werden wir die 72 Stunden Aktion rund um den Jugendhof durchführen. Die Arbeiten kommen den Gästen und Nutzern des Jugendhofes zu Gute. Hierzu gehören Schulen, Jugendverbände, Pfarrgemeinden und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen.

Folgende Aktionen wollen wir in Kleingruppen durchführen:

- Bau eines Insektenhotels

- Vorbereitung und Durchführung eines Gottesdienstes

- Kochgruppe

- Füllen und Aufstellen von Gabionen

- Zwei Sitzbänke mit Tisch für sechs Rollstuhlfahrer und zehn weitere Personen

- Grillhütte und Platz renovieren und barrierefrei gestalten

- Zwei Türme streichen und mit einem Motiv versehen

 

Wir hoffen und wünschen uns, dass wir durch diese Aktion Signale setzen für ein gleichberechtigtes Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung bei der Freude und Spaß am gemeinsamen Tun und das soziale Engagement im Vordergrund stehen, Grenzen und Ängste überwunden werden und ein natürlicher Umgang selbstverständlich wird.

Wir möchten mit dieser Beteiligung an der 72-Stunden-Aktion die Inklusion leben und gemeinsam wie viele Jugendliche in ganz Deutschland etwas für das Gemeinwohl tun. Mit dieser Art der Beteiligung von Menschen mit Behinderungen für Menschen mit Behinderungen und weitere Zielgruppen wollen wir ein innovatives Zeichen setzen. Menschen mit Behinderungen sind ein wichtiger Bestandteil in der Gesellschaft und tragen auch einen wichtigen Teil zum Gemeinwohl bei.

In der Hoffnung auf Nachahmung wollen wir ein Zeichen setzen und bewerben uns gemeinsam (Abteilung Attendorn und eXtern) um den Innovationspreis des Caritasverbandes Olpe für das Jahr 2013.

 

Verantwortliche für das Projekt:

Thomas Halbe (Tel.: 02722/921-2066, Email: thalbe@caritas-olpe.de)

und Katharina Teipel (Tel.: 02722/921-2066, Email: kteipel@caritas-olpe.de)

 

Abteilungsleiter:

Dirk Schürmann (Tel.:02722/921-2013, Email: dschuermann@caritas-olpe.de)

Dank und Respekt für die Mitarbeiter  

 

Bei aller Leidenschaft für Inklusion, sie kann nicht bei allen Menschen mit Behinderung funktionieren. Man muss sich die Realität bei jedem einzelne genau ansehen.“ Deutliche Worte fand Karl Schiewerling, arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion bei einem Besuch der Abteilung Lennestadt der Werthmann Werkstätten. Zusammen mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Heider und André Arenz, CDA Kreisvorsitzender, bekam er einen Einblick in die Arbeit von 104 Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen,
die in der Abteilung Lennestadt gefordert und gefördert werden. Die
Beschäftigten Georg Eberts, Susanne Eckhardt, Christian Schulte und Clemens Rademacher, sowie die Abteilungsleiterin Susanne Rüenauver stellten die einzelnen Arbeitsbereiche vor, die von Industriemontage über die neue Aktenvernichtung bis hin zum Förderbereich der Schwerst-mehrfachbehinderten gehen. „Natürlich“, so Schiewerling bei der ab-schließenden Gesprächsrunde weiter, „ist der Anschluss an den ersten Arbeitsmarkt eine Herausforderung, der wir uns stellen müssen und wir werden den Weg stärker als bisher gehen müssen, aber es gibt deutliche Grenzen.“ Welche Probleme die Diskussion um die Inklusion in den
Werkstätten hervorruft, brachte Andreas Mönig, Leiter der

Werthmann- Werkstätten im Kreis Olpe auf den Punkt: „Oftmals fehlt uns die Wert-schätzung für die Arbeit in den Werkstätten. Wir bekommen so ein negatives Image. Die Beschäftigung in den Werkstätten wird dann als letzte alle Optionen gesehen. Dabei leisten wir hervorragende Arbeit. Das können unsere Auftrageber aus der heimischen Industrie bestätigen. Die Kampagne der Caritas-Werkstätten ‚Experten mit Leidenschaft‘ soll gegen diesen negativen Trend wirken!“, so Mönig. Wir haben zurzeit 25 externe Arbeitsplätze außerhalb der Werkstätten geschaffen. Die Bandbreite geht von Stellen in der Industrie bis hin zur haustechnischen und pflegerischen Hilfe. Aber diese Plätze sollen langfristig angelegt werden und das ist nur möglich mit intensiver Vorbereitung durch Praktika. Außerdem ist der persönliche Wille der Beschäftigten ganz wichtig. Wo wollen sie selber arbeiten? Hier in der Werkstatt sind sie die Sicheren und Starken, aber am ersten Arbeitsmarkt nicht mehr.“ Zum Abschluss ließ es sich Karl Schiewerling nicht nehmen, die Arbeit der hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter besonders hervorzuheben. „Wir übersehen schnell, welch großer Herausforderung auch sie sich gerade jeden Tag neu stellen. Dafür meinen Dank und Respekt.“

An allen Abteilungen Werkstätten in Attendorn, Olpe, Lennestadt und Welschen Ennest sind große Transparente zur Caritas-Kampange zu sehen. Weitere Infos hier.



Hoher Besuch in den Werkstätten

 

Petra Crone, SPD Bundestagsabgeordnete für den Kreis Olpe und den Märkischen Kreis besuchte jetzt zusammen mit Ursula Schmidt,
Gesundheitsministerin a.D., die Abteilung Attendorn der Werthmann-Werkstätten. Leiter Andreas Mönig stellte in einem kurzen Film die Arbeit der Abteilungen vor.
Mit insgesamt 580 Beschäftigten an den Standorten Olpe, Attendorn, Lennestadt, Welschen Ennest sowie der Abteilung eXtern sind die Werthmann-Werkstätten in Trägerschaft des Caritasverbandes für den Kreis Olpe der größte Arbeitgeber für Menschen mit Behinderung im Kreis Olpe. Ein wichtiges Ziel der Arbeit ist die Inklusion der Beschäftigten. Der Schritt, weg von den Werkstätten hin zu einer Stelle auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, sei ein langwieriger Prozess, doch fünf Beschäftigten konnten in den vergangenen Jahren in den ersten Arbeitsmarkt entlassen werden, so Mönig. Ursula Schmidt zeigte sich im Thema: „Die Medaille hat zwei Seiten. Manchmal haben die Arbeitgeber Scheu, einen Menschen mit Behinderung einzustellen, aber auch Beschäftigte in den Werkstätten wollen nicht immer in den ersten Arbeitsmarkt, denn sie haben Bindungen und Beziehungen zu ihren Werkstätten. Das gibt ihnen Sicherheit.“
Dirk Schürmann, Leiter der Abteilung eXtern konnte berichten, dass externe Arbeitsplätze oftmals gerade bei Schulabgängern gefragt sind. „Die Hemmungen in eine Werkstatt zu gehen sind dann aufgehoben, wenn man hier auf diese Arbeitsplätze vorbereitet wird und Unterstützung erfährt.“ Beide haben aber auch noch einen Wunsch an die Wirtschaft. „Wir würden gern eine komplette Gruppe mit Betreuer extern in einem Unternehmen integrieren. Doch zurzeit scheitert dieses oft aus Platzgründen. Die Firmen haben dafür vor Ort keine Kapazitäten.“ Auch die Sorge, dass durch Inklusion und die Abwanderung in den ersten Arbeitsmarkt die starken Kräfte gehen und die Produktionsgruppe schwächen, konnte Dirk Schürmann entkräften. „Dieser Prozess erfolgt langfristig und ist letztlich ein Erfolg für die gesamte Gruppe. Gleichzeitig bietet diese Entwicklung auch neue Möglichkeiten und Chancen.“ Bei einem Rundgang informierten sich die beiden Frauen unter der Führung der Beschäftigten Janine Hess und Klaus Janda über die Arbeit in der Abteilung Attendorn. Ursula Schmidt und Petra Crone zeigten sich beeindruckt von der Qualität der Arbeiten. Zahlreiche Unternehmen der Region greifen auf die Produktionshilfen der Werthmann-Werkstätten zurück und versorgen diese mit neuen Aufträgen. Auch die Zusammensetzung der einzelnen Arbeitsgruppen, in der jeweils Behinderte mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten voneinander lernen könnten, trage maßgeblich zum Erfolg des Projekts bei, so ihre Erkenntnis. Zum Abschluss trug der Werkstattrat noch das Anliegen der derzeitigen Kampagne „Ich bin auch SIE“ vor. Hier wünschen sich die Menschen mit Behinderung eine Akzeptanz ihrer Person auf Augenhöhe und mit Respekt, sowie eine Anerkennung ihrer Arbeit als Qualitätsprodukt.

 

Sie sprechen für die 580 Beschäftigten der Werthmann-Werkstätten im Kreis und für die 111 Bewohner der stationären Einrichtungen: Peter Opalka, Patrick Kaiser, Georg Eberts, Ümit Burunkaya, Uwe Kurth und Silke Kammerer (v. l.).

Unter dem Motto „Ich bin sind auch SIE“ hatten jetzt Vertreter der  Werthmann-Werkstätten und des focus-Netzwerkes des Caritasverbandes Olpe zu einer Pressekonferenz geladen. Sie wollten anlässlich des europäischen Protesttages der Menschen mit Behinderung am kommenden Sonntag auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Silke Kammerer vom Werkstattrat der Werthmann-Werkstätten in Attendorn beschreibt es so: „Wir fühlen uns häufig behandelt wie ein kleines Kind. Zu uns sagt man DU, auch wenn wir erwachsen sind. Gespräche, gerade bei Menschen im Rollstuhl, werden im wahrsten Sinne des Wortes über unseren Kopf hinweg mit Betreuern geführt als wären wir nicht da. Es wird über uns, aber nicht mit uns gesprochen. Auch wir wollen respektvoll angesprochen werden.“

Doch die Einschränkung gibt es nicht nur verbal, sondern auch in vielen alltäglichen Lebenssituationen. Ümit Burunkaya vom Werkstattrat in Attendorn: „Wir möchten uns als Rollstuhlfahrer oder als Menschen mit einer Gehbehinderung frei bewegen. Doch schon an der Kneipentür ist Ende. Stufen am Eingang machen uns den Einlass unmöglich. Und spätestens die Toilette ist für uns unerreichbar. Sie ist oft im Keller oder so eng, dass unser Rolli nicht durch die Tür passt. Überall sind Barrieren, die uns Grenzen setzen.“

Grenzen hat auch Georg Eberts vom Werkstattrat in Lennestadt erfahren. „Ein Besuch beim Arzt ist eine Herausforderung. Steile Stufen, schmale Tüten, enge Behandlungszimmer. Schwierig ist auch oft die Verständigung. Als Menschen mit Behinderung fällt es uns schon mal schwer, den Schmerz oder unser Anliegen genau zu beschreiben. Doch die wenigsten Ärzte haben gelernt, mit uns umzugehen.“

Einen Umgang auf Augenhöhe und die Wertschätzung seiner Arbeit wünscht sich auch Uwe Kurth, Werkstattrat Olpe: „Ich wünsche mir, dass die Gesellschaft und die Firmen uns und unserer Arbeitsleistung in den Werkstätten mehr Beachtung schenken. Wir werden wegen unserer Krankheit in eine falsche Schublade gesteckt. Unsere Arbeit ist keine Bastelstunde, sondern wir produzieren hervorragende Qualität. Es wird auf uns herabgeschaut, weil wir eine psychische Erkrankung haben.“ Dieses Gefühl des „links liegen gelassen“ beschreibt auch Peter Opalka, Besucher der Tagesstätte Centro in Olpe: „Da wir als psychisch Erkrankte häufig schon verunsichert sind, fällt es uns schwer, in Gespräche einzusteigen. So ist es für uns nicht leicht, Kontakte aufzubauen. Es wäre schön, wenn auch Menschen auf uns zugehen würden.“

Dass es auch funktionieren kann, weiß Patrick Kaiser vom Wohnhausbeirat: „Ich liebe Fußball. Doch als Kind haben mich die anderen im Verein nur ausgegrenzt. Jetzt bin ich in Listerscheid mit dabei und fühle mich dort ganz toll aufgenommen.“

 

Das Fazit aller Betroffenen: „Es hat sich zwar schon einiges getan, aber es wird auch vieles eben nur auf Strukturebenen diskutiert. Doch bei vielen Dingen im Alltag steckt die Inklusion - das Zusammenleben für alle Menschen von Anfang an in allen Lebenssituationen - noch in den Kinderschuhen. Oftmals fehlt im Alltag das Gespür bei den Mitmenschen für die kleinen Dinge,  die das Zusammenleben leichter machen.“ Um auf ihre Situation nochmals hinzuweisen, wollen die Einrichtungen ein Zeichen setzen. Bis Montag wird über allen Abteilungen der Werkstätten und der focus-Gebäude ein großer roter Ballon mit der Aufschrift „Ich bin auch SIE“ zu sehen sein. 

 

Der Rotary Club Olpe-Biggesee war Gast in den Werkstätten. Über 60 Besucher informierten sich in Welschen Ennest über die Arbeit dort. Nach einer Präsentation von Theo Selter und Andreas Mönig konnten die Gäste - nach einem kleinen Imbiss (siehe Foto) - die Arbeitsplätze konkret besichtigen. "Ein bewegender Abend", resümierte Prof. Dr. Becker als Präsident des Clubs.

60 Besucher bei "Werkstatt in Betrieb"

 

auf dem Foto: Klaus Janda, Beschäftigter in der Abteilung Attendorn, berichtete stolz über seine Arbeit in den Werkstätten.

 



 

Über 60 Menschen mit Behinderungen und deren Eltern,
Angehörige, Betreuer aus dem gesamten Kreis Olpe waren der Einladung zu einem Informationstag in den Werthmann-Werkstätten in der Abteilung Attendorn gefolgt. „Wir bieten so allen Interessierten die Möglichkeit, den Werkstattbetrieb unverbindlich zu erleben“, betonte der Werkstattleiter Andreas Mönig. „Ich bin erstaunt, welche verschiedene Möglichkeiten die Werkstätten für die berufliche Weiterentwicklung für Menschen mit Behinderungen bietet!“ staunte eine Mutter. Interessiert konnten die Besucher unverbindlich den Alltag vom Förderbereich über die Montagegruppe bis hin zur Schlosserei und Schreinerei kennen lernen. Besonderes interessant war für einige Eltern die Möglichkeit der Arbeit auf Außen-

arbeitsplätzen. Neben der Besichtigung erfolgten gezielte Informationen über den Übergang von der Schule hin zum Arbeitsplatz

Werkstatt in Betrieb

 

„In der Werkstatt wird ja nur gebastelt!“ „Mein Bruder hat es durch seine Behinderung
schwer genug, er soll nicht auch noch arbeiten müssen!“ 
Einige Angehörige von Menschen mit Behinderungen haben Vorbehalten gegen eine  Werkstatt für Menschen mit Behinderungen. „Diese Bilder resultieren häufig aus vergangenen Zeiten und entsprechen nicht mehr einer modernen Werkstatt von heute“, so der Leiter der Werthmann-Werkstätten, Andreas Mönig.

 

Die Werkstätten möchten die Vorteile für den Besuch einer Werkstatt deutlich machen und bei der Veranstaltung „Werkstatt im Betrieb“ die Chancen eines Arbeitsplatzes in den Werkstätten aufzeigen. Aus diesem Grund informieren die Werthmann-Werkstätten in der Abteilung Attendorn am Mittwoch, den 17. April 2013 von 10 bis 12 Uhr alle Angehörigen, Betreuer und Betroffene aus dem gesamten Kreis Olpe. 



Nach einer kurzen Begrüßung findet eine Führung durch einzelne Arbeitsbereiche statt. An diesem Tag ist ein „ganz normaler“ Arbeitstag für behinderte Menschen zu erleben. Nach dem Motto „ARBEIT MÖGLICH MACHEN“ kann man einzelne Arbeitsschritte und  Produktionsabläufe live erleben und das Ziel der Werkstätten näher kennen lernen.

 

Die Besucher können direkt Fragen stellen, die das gesamte Arbeitsleben in den Werthmann-Werkstätten betreffen. So können sich alle Besucher ein persönliches Bild von der Einrichtung machen.

 

Zur besseren Planung bitten wir um Anmeldung bis zum 10.04.2013. Per Telefon unter 02722 921-2017 oder per Mail unter info.ww@caritas-olpe.de

 

NEU: Aktenvernichtung

 

Kennen Sie das? Die Akten sind längst abgearbeitet, die Aufbewahrungsfristen abgelaufen und die Papierberge türmen sich? Schnelle, verlässliche Abhilfe schafft „ExAkt“, das neue Geschäftsfeld der Werthmann-Werkstätten in Lennestadt. Hier werden Akten nach DIN 66399 und unter Berücksichtigung des Bundesatenschutzgesetzes geschreddert. Es steht ein separater Raum zur Verfügung, zu dem auch nur die geschulten Mitarbeiter Zutritt haben. Die Schweigepflicht hat dabei oberste Priorität, und nach Erledigung der Arbeit wird den Auf-traggebern eine Vernichtungsbescheinigung ausgestellt. „ExAkt“ ist das erste Angebot seiner Art im Kreis Olpe und wird bereits von einigen Firmen genutzt. Interessant ist das neue Geschäftsfeld sicherlich auch für Kleinunternehmer, Privatleute und Vereine. Und wie funktioniert‘s? Nach einem individuellen Beratungs-gespräch wird den Kunden ein verschlossener Behälter für die zu vernichtenden Akten zur Verfügung gestellt. Gefüllt wird der Datenschutz-Behälter beim Kunden wieder abgeholt und erst in den Räumlichkeiten der Werthmann-Werkstätten geöffnet. Für die Kunden besteht die Möglichkeit die Behälter einmalig anzufordern, oder auf Dauer diese vor Ort zu haben. Susanne Rüenauver, Abteilungsleiterin der Werthmann-Werkstätten in Lenne-stadt freut sich, dass mit „ExAkt“ ein Arbeitsbereich geschaffen wurde, in dem schwerstmehrfach behinderte Menschen mit Beschäftigten aus den weiteren Produktions-feldern zusammen arbeiten. Die weiteren Arbeitsbereiche der behinderten Menschen sind unter anderem Montage, Verpackung und Kommissionierung. Mit einfachen Tätigkeiten werden die Werthmann-Werkstätten ihrem Leitbild: „Arbeit möglich machen“ gerecht. Hier wird für Menschen entsprechend ihren Behinderungen und Einchränkungen ein entsprechender Arbeitsplatz und eine Tagesstruktur geboten. Durch das vielfältige Arbeits- und Bildungsangebot werden sie dabei begleitet, ihre Persönlichkeit und Selbstständigkeit zu erhalten und weiter zu entwickeln.
Durch ständige Verbesserung der vorhandenen, guten Qualität sind die  Werthmann-Werkstätten ihren Kunden und Auftraggebern ein zuver-verlässiger und vertrauensvoller Partner. Im ständigen Wechselspiel zwischen sozialem Auftrag und der Produktivität werden die individuellen Bedürfnisse der Menschen mit Behinderungen bestmöglich erfüllt.

 

 

auf dem Foto: von links: Claudia Büdenbender (Gruppen-

leiterin), Valentina Balakina (Beschäftigte), Susanne Rüenauver
(Abteilungsleiterin) und Sven Gedenk (Beschäftigte) liefern den Beweis: Von den Akten bleibt unter Berücksichtigung des Datenschutzgesetzes nicht viel übrig.



Berufliche Bildung abgeschlossen

Der Anteil der Menschen, die durch eine psychische Erkrankung berufsunfähig werden, wächst ständig. Für die meisten bedeutet das auch einen Ausstieg aus dem gesellschaftlichen Leben. Einen wertvollen Beitrag zur Inklusion leisten seit 40 Jahren die Werthmann-Werkstätten im Kreis Olpe. Sie fördern u.a. Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen und haben bereits vielen Männern und Frauen wieder einen Weg zurück auf den ersten Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft geebnet. Kürzlich konnten zehn Menschen im Alter von 25 bis 50 Jahren aus den Werkstätten Olpe und Welschen Ennest nach erfolgreicher Teilnahme an der beruflichen Bildungsmaßnahme nach § 40 SGB IX ihre Zertifikate entgegennehmen. In zwei Jahren und drei Monaten haben sie ihre vorhandene berufliche Vorbildung in Form von organisiertem Lernen vertieft oder erweitert. Vorangegangen sind häufig frühere Bildungsphasen und zwischenzeitliche Berufstätigkeit. Bei der Übergabe der Zertifikate im Rahmen einer Feier im Josef-Gockeln-Haus in Rahrbach stellte Theo Selter, Abteilungsleiter der Werkstätten in Olpe und Welschen Ennest, die Schwerpunkte der von der Bundesagentur für Arbeit oder vom zuständigen Rentenversicherungsträger finanzierten Maßnahme heraus. Sie legt den Grundstein für die weitere berufliche Orientierung der Teilnehmer in den Werthmann-Werkstätten bzw. auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Zunächst werden während der Rehabilitationsmaßnahme die Fähigkeiten, Stärken und Interessen der Teilnehmer festgestellt. Darauf aufbauend erfolgt eine personenorientierte Bildungsplanung- und fachliche Begleitung. Während der Maßnahme werden den Teilnehmern fachpraktische Kenntnisse und Fertigkeiten in einem oder mehreren von den Teilnehmern gewählten Qualifizierungsbereichen vermittelt. Das bedeutet, dass sie aktiv an Bildungsbausteinen mit unterschiedlichen Inhalten und Schwierigkeitsstufen teilnehmen. Darüber hinaus nehmen sie an Angeboten zur Entwicklung lebenspraktischer Fähigkeiten beispielsweise aus dem jährlich neu erscheinenden Bildungskalender teil. In Praktika innerhalb der Arbeitsbereiche oder in Außenarbeitsplätzen können sie weitere Arbeitserfahrungen sammeln. Bei entsprechender Entwicklung und Neigung besteht immer die Möglichkeit, in ein Sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu wechseln. Beispielsweise entschied sich ein Teilnehmer, seine beruflichen Kenntnisse im Fachbereich Elektromontage und Transportwesen zu vertiefen. Er absolvierte hierzu Praktika, nahm an fachtheoretischem Unterricht und am Fahrtraining teil und absolvierte den Gabelstaplerschein. Ein anderer Teilnehmer baute seine Kenntnisse im Fachbereich Industriemontage und Verpackung aus. Dazu gehörte u. a. eine Fortbildung zum Umgang mit dem Hubwagen. Im Fachbereich Garten- und
Landschaftsbau vertiefte ein dritter Teilnehmer seine Kenntnisse. Er wählte außerdem einen PC-Kurs und eine Fortbildung zum Thema Gewaltprävention. Für alle Teilnehmer sind Praktika und Exkursionen ins Berufsinformationszentrum Siegen und in Firmen ergänzende Bestandteile der Maßnahme. 
Weitere Gebiete der „Beruflichen Bildung“ sind die Bereiche Hauswirtschaft, Küche, Büroservice, Holz und Metall. Die Männer und Frauen können sich außerdem für die Anmeldung und Telefonzentrale qualifizieren oder sich als Betreuungs- oder Stationshelfer weiterbilden lassen. Neben den fachlichen Kenntnissen werden auch soziale und lebenspraktische Fähigkeiten planmäßig gefördert. Da die Inhalte der Lerneinheiten kontinuierlich auf und mit den Einzelnen abgestimmt werden, fühlen sich die Teilnehmer ernst genommen und sie werden nicht überfordert. Eine wichtige Voraussetzung für die Motivation und den erfolgreichen Abschluss.

Wirtschaftsreport der IHK Siegen
Im aktuellen Wirtschaftsreport der IHK Siegen wird u.a. die Arbeit der Wertmann-Werkstätten vorgestellt. Ab Seite 48 gehts los.
Wirtschaftsreport_03-2013.pdf
PDF-Dokument [6.5 MB]

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Constance Remhof aus Finnentrop-Heggen ist als ehrenamtliche Mitrbeiterin bei der Vorbereitung des Krippenspiels aktiv. Weitere Infos hier.


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