Pressearchiv 2016

Gelebte Inklusion

 

Mit Patin Tanja Mennekes(sitzend rechts) hat Eva Winkelmann (sitzend links) nicht nur einen starken Partner neben sich, sondern mit Kerstin Cremer, Hans-Gerd Mummel und Bettina Vetter (stehend von links) auch viel Hilfe im Rücken.

 

Gelebte Inklusion ist im Kindergarten St. Josef in Saalhausen Alltag. Seit Februar diesen Jahres arbeitet Eva Winkelmann hier im Rahmen eines betriebsintegrierten Arbeitsplatzes der Werthmann-Werkstätten, Abteilung eXtern, als Betreuungshelferin. Für die 28-Jährige ging damit ihr Berufswunsch in Erfüllung und das trotz ihrer Behinderung. Sie ist damit eine von rund 40 Beschäftigten, die außerhalb der Werkstatt einen Arbeitsplatz gefunden hat.

„Eva Winkelmann trat mit ihrem Wunsch, einen Arbeitsplatz außerhalb der Werthmann Werkstätten zu bekommen, auf uns zu“, erklärt Kerstin Cremer. Sie ist die zuständige Integrationsassistentin der Einrichtung. „Sie wünschte sich einen Arbeitsplatz hier im Kindergarten.“ Kerstin Cremer nahm zunächst Kontakt mit dem Träger des Kindergartens, der Katholische Kindertageseinrichtungen Siegerland-Sauerland gem. GmbH auf und traf auf offenen Türen.

„Wir haben in der Zusammenarbeit mit dem Caritasverband in Neu-Listernohl schon gute Erfahrungen gemacht und waren daher zu dieses Projekt sofort bereit“, erklärt Geschäftsführer Hans-Gerd Mummel.

Zunächst wurde eine Schnupperwoche vereinbart um zu sehen, ob die Idee auch im Alltag realisierbar ist und die Chemie stimmt. Es folgte ein sechswöchiges Praktikum und dann das O.K. zu einem unbefristeten Arbeitsverhältnis. „Wir möchten Eva nicht wieder abgeben“, so Leiterin Bettina Vetter. „Aber wir sind auch stolz, dass wir einen Träger haben, der uns so etwas ermöglicht, denn Inklusion gibt es nicht nur bei unseren Kindern, sondern somit auch im Team.“

Als Patin steht ihr seitdem Tanja Mennekes zur Seite. Sie bietet Eva Winkelmann eine persönliche Begleitung im täglichen Berufsalltag. „Ich kenne Eva schon seit ihren Kindertagen, denn als Kindergartenkind waren sie und ihre Schwester in meiner Gruppe“, freut sich Tanja Mennekes. Sie selber ist vertraut im Umgang mit behinderten Menschen. „Ich habe ein paar Jahre das therapeutische Reiten im Nachbarort begleitet und zum Schluss fortgeführt. Durch meine Erfahrung habe ich auch einen anderen Blick auf die Dinge.“

Für Eva Winkelmann ein Glücksfall, aber auch für den Kindergarten, denn die Milchenbacherin ist „eine echte Bereicherung für uns“, so Leiterin Bettina Vetter. „Die Kinder nehmen sie vorbehaltslos an und auch im Team ist sie integriert.“ Eva Winkelmann selber bringt es auf den Punkt. „Ich fühle mich hier pudelwohl“ und dann erschallt ihr ansteckendes Lachen. „Dieses Lachen ist ansteckend“, sind sich alle einig.

Neben Hilfestellungen bei der Kinderbetreuung ist Eva Winkelmann im hauswirtschaftlichen Bereich des Kindergartens im Einsatz. Aber auch bei den verschiedenen Nachmittagsange-boten, die der Kindergarten täglich bietet, ist sie eine willkommene Hilfe. „Die Arbeit hier ist klasse und viel schöner als in der Werkstatt“, freut sie sich über ihren Beruf. Manchmal aber kommen ihre ehemaligen Kollegen vorbei. Sie sind im Garten- und Landschaftsbau der Werkstatt in Saalhausen im Einsatz. „Dann freue ich mich schon sie zu sehen und bringe ihnen den Kaffee zur Frühstückspause“, schmunzelt sie.

Mittlerweile befinden sich 40 betriebsintegrierte Arbeitsplätze in Einrichtungen und Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes in Kreis Olpe. Sie sind in unterschiedlichsten Bereichen wie Industriebetrieben, öffentlichen Verwaltungen und sozialen Einrichtungen angesiedelt-Tendenz steigend. Allein in diesem Jahr konnten zehn neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Dabei bleibt das Beschäftigungsverhältnis mit der Werkstatt erhalten. Der Mensch mit Behinderung wird weiter von der Werkstatt betreut, versichert und bezahlt. Auch Eva Winkelmann wird regelmäßig vom Kerstin Cremer besucht. „Ein geschützter Rahmen, den viele Beschäftigte brauchen“, erklärt die Integrationsassistentin.

Von der Kooperation profitieren alle Seiten: Der Kindergarten erhält tatkräftige Unterstützung, denn es stehen tagtäglich vielfältige Tätigkeiten an. Die Werthmann-Werkstätten erfüllen ihren Auftrag, Menschen mit Behinderung wieder ins Arbeitsleben zu integrieren. Die Gewinner des Projekts sind aber immer die Beschäftigten.

„Wir könnten uns auch weitere betriebsintegrierte Arbeitsplätze in unseren Einrichtungen vorstellen“, erklärt Hans-Gerd Mummel auf der Basis dieses gelungenen Beschäftigungsverhältnisses.

 

Die Werkstatträte aus allen Abteilungen kamen jetzt zum Austausch mit dem Werkstattleiter zusammen. Auf der Tagesordnung standen die wirtschaftliche Situation und die neuen gesetzlichen Entwicklungen. 

Informationen aus "erster Hand"

Zu einem Informations- und Diskussionsabend hatte Herr Dr. Heider u.a. die Werkstätten nach Lüdenscheid eingeladen. Der sozialpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion stand Rede und Antwort. Er informierte über den Stand der politischen Diskussionen zum Bundesteilhabegesetz. Viele Anregungen von Organisationen und Verbände sind in die derzeitigen Beratungen in Berlin eingeflossen. In der kleinen Gesprächsrunde nutzen die Werkstätten die Möglichkeit, die Bedenken des neuen Gesetzes mit vorzubringen. Herr Schiewerling sicherte zu, mit den Werthmann-Werkstätten in Kontakt zu bleiben. Neben Andreas Mönig nahm auch Herr Eberts als Vertreter des Angehörigenbeirates an der Veranstaltung teil.  

 

Beim 11. "CariTag" des Caritasverbandes für den Kreis Olpe wurde unter anderem auch der Innovationspreis verliehen.

Das Musikprojekt "Hier gibt´s was auf die Ohren", das der Pastoralverbund Pastoraler Raum Lennestadt gemeinsam mit den Werthmann-Werkstätten, Abteilung Lennestadt durchführte, erhielt den Innovationspreis in Gold. Gemeinsam wurde im Studio der Song "Ich bin ich" von "Glasperlenspiel" aufgenommen und das passende Musikvideo gedreht. Ziel war es, Inklusion musikalisch zu leben, gemeinsam Musik zu machen, Spaß zu haben, Gemeinschaft zu erleben, Grenzen und Ängste zu überwinden und festzustellen, dass Musik in allen Menschen steckt. Jeder Mensch ist einmalig, wertvoll und geschaffen mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Talenten. Der Song wurde im Tonstudio Fux von Bernd Klüser aufgenommen, der Videoclip in der St. Bartholomäus-Kirche in Lennestadt-Meggen gedreht. Dieser Clip ist auf YouTube eingestellt und wurde bislang mehr als 10.000 mal aufgerufen. Er soll ein Zeichen setzen für ein gleichberechtigtes Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung, bei dem Freude und Spaß am gemeinsamen Tun im Mittelpunkt stehen und ein natürlicher Umgang selbstverständlicher wird.

 

https://www.youtube.com/watch?v=0G608xKY3DU

 

Was bringt das Bundesteilhabegesetz?


Caritas-Werkstätten in NRW und Niedersachsen diskutieren auf ihrer Herbsttagung

 

Was bringt das neue Bundesteilhabegesetz? Prof. Dr. Christian Bernzen vergleicht es mit dem Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuches am 1. Januar 1900: „Was hat das damals den Hamburger Hafenarbeitern gebracht?“, fragt der Fachanwalt für Sozialrecht aus Hamburg. „Im BGB stand, dass sich nunmehr auch Menschen, die nicht von Adel waren, Fabriken kaufen konnten. Die Hafenarbeiter hatten aber ohnehin nicht das Geld, sich eine Fabrik zu kaufen.“ Für die meisten Menschen mit Behinderung sei das Bundesteilhabegesetz „nicht schlimm“. Ihre Situation werde sich aber auch nicht wesentlich verändern – so lautet das kurze und prägnante Fazit des Juristen.

Mit dem Bundesteilhabegesetz beschäftigte sich jetzt die Konferenz der Caritas-Werkstätten in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen bei ihrer Herbsttagung in Essen. 36 Werkstätten für behinderte Menschen haben sich zu dieser Konferenz zusammengeschlossen, darunter auch die Werthmann-Werkstätten. Im Detail betrachtet hat das Gesetz natürlich Auswirkungen auf ihre Arbeit, wie Prof. Bernzen den Teilnehmern der Tagung erläuterte. „Um die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben so personenzentriert erbringen zu können, wie das Gesetz es fordert, ist ein wirklich funktionierendes Case Management erforderlich.“ Case Manager planen gemeinsam mit den Menschen mit Behinderung die Leistungen der Werkstatt und koordinieren die Leistungserbringung.

Eine Herausforderung wird die Öffnung des Marktes für so genannte „andere Leistungsanbieter“. Das sind Anbieter, die keine Anerkennung als Werkstatt für behinderte Menschen haben, die aber in Zukunft Werkstattleistungen erbringen können. Bei den Vertretern der Caritas-Werkstätten gab es dazu bei der Tagung in Essen ein gemischtes Meinungsbild. Einige sehen ihre Werkstätten für diesen Wettbewerb gut aufgestellt und fürchten potenzielle neue Konkurrenten nicht. Andere befürchten, dass die neuen Anbieter vor allem die leistungsstärksten Menschen mit Behinderung aus den Werkstätten regelrecht abwerben und damit ein wesentliches Merkmal der Caritas-Werkstätten außer Kraft setzen: die Solidargemeinschaft, in der Stärkere und Schwächere gemeinsam erfolgreich im Sinne aller Beteiligten arbeiten.

Eine Chance für bestehende Werkstätten sieht Prof. Bernzen darin, neue Märkte zu erschließen. Ein Beispiel: „In den neuen Pastoralen Räumen haben viele Kirchengemeinden kein Pfarrsekretariat mehr. Das könnte ein Arbeitsfeld für Menschen mit Behinderung werden.“ Wie innovativ die Träger der Werkstätten dabei schon seit Jahren sind, betonte Hubert Vornholt, Geschäftsführer des Josefsheims Bigge: „Viele Integrationsfirmen sind Beispiele dafür, wie Teilhabe am Arbeitsleben mit guten Ideen unter Marktbedingungen verwirklicht werden kann.“

Die Konferenz der Caritas-Werkstätten beschäftigte sich auch mit den Themen Digitalisierung und Personalpolitik. „Die moderne Technik eröffnet neue Märkte und ermöglicht neue Geschäftsmodelle“, betonte Stefan Löwenhaupt, Geschäftsführer der Unternehmensberatung xit aus Nürnberg, in seinem Vortrag. Als Beispiele nannte er den Verkauf gebrauchter Bücher über das Internet als Arbeitsfeld für Werkstätten sowie eine Werkstatt in Hamburg, die eine eigene Computermarke auf den Markt gebracht hat. „Menschen mit Behinderung haben dabei kaum Berührungsängste“, sagte Löwenhaupt. Auch bei den Hilfsmitteln schreite die Technik immer weiter voran. Implantate und so genannte Exo-Skelette, vor 20 Jahren nur aus Science-Fiction-Filmen bekannt, seien inzwischen alltagstauglich und ermöglichten Menschen mit Behinderung, am Arbeitsleben teilzuhaben.

Einen Blick in die Zukunft der Personalpolitik wagte Prof. Dr. Rüdiger Piorr vom Studienzentrum Düsseldorf. Wie werden Unternehmen zukünftig Fachkräfte gewinnen? Wie können sie diese an sich binden und durch das Arbeitsleben begleiten? Diese Fragen standen im Mittelpunkt seines Vortrags. Die „Generation Z“, also die Menschen, die ab ca. 1995 geboren wurden, stelle Unternehmen vor besondere Herausforderungen, so Prof. Piorr. „Sie strebt nach Spaß im Hier und Jetzt. Typisch ist ein schneller Wandel, auch im Arbeitsleben.“ Arbeitnehmer würden zu „Arbeitskraftunternehmern“, die ihre Arbeitskraft vermarkten und ihre Leistungen immer dort zur Verfügung stellen, wo es ihnen am meisten Spaß mache. Piorr empfahl den Werkstätten, eine „nach innen und außen wirkende, glaubwürdige Arbeitgebermarke“ aufzubauen: „Machen Sie deutlich, für welche Werte sie stehen und warum es erstrebenswert ist, bei Ihnen zu arbeiten.“

Nach Stationen in den Kirchen von Dünschede, Rhode, Bilstein und Meggen veranstaltete der Chor „Stimmwerk“ der Werthmann-Werkstätten sein fünftes Konzert am Sonntag in der Drolshagener Pfarrkirche St. Clemens. „Danke, dass sie den Gästen schöne Stunden der Musik schenken“, sprach Drolshagens Pfarrer Markus Leber den Mitgliedern von „Stimmwerk“ und den Gastchören Dank aus.

„Ich freue mich, dass die Kirche rappelvoll ist. Genauso habe ich es mir gewünscht und für diese Wertschätzung bin ich besonders dankbar“, freute sich Andreas Mönig, Leiter der Werthmann-Werkstätten, über die sehr große Resonanz der Besucher. „Dass der Chor, der im vergangenen Jahr sein zehnjähriges Bestehen feierte, so gut ist und sich in der Region einen Namen gemacht hat, verdanken wir vor allem Tatjana Hundt und Karl-Heinz Wortmann“, dankte er den musikalischen Leitern.

Bei den Darbietungen des Songs „Weit, weit weg“ , des Spirituals „Lord, I want to be a Christian“, des Soundtracks „Can you feel the love tonight“ aus dem bekannten Musical „König der Löwen“ von Elton John und des bekannten Hits „Dieser Weg“ von Xavier Naidoo war die Freude der „Stimmwerk“-Mitglieder beim gemeinsamen Singen deutlich spürbar. Frank Bröcher, Martin Kraemer, Tobias Witz, Michaela Kleinsorge, Yvonne Lennig, Astrid Weyts und Melanie Pohl hatten sogar den Mut, als Solisten vor großem Publikum zu singen.

„Stimm steht für Stimme, Werk steht für Werkstatt, die Arbeit, Teilhabe und Inklusion ermöglicht“, gab der Werkstattleiter eine Erklärung zum Chornamen ab. Wie die Besucher erlebten, hat sich die Chorgründung als äußerst gelungenes Projekt erwiesen. Denn gerade behinderte Menschen erfahren durch die musikalische und damit rhythmische Erziehung, die Musik, Bewegung und Sprache verbindet, eine ganzheitliche Förderung. Neben der Anregung der Sensomotorik, Kognition und  Affektivität werden durch die Emotionen, die Wahrnehmung, das Denken, die Sprache, und die Konzentration auch die Motorik, das Sozialverhalten und die Persönlichkeitsentwicklung positiv verändert. Der große Applaus des Publikums war für die Akteure besonders erfreulich, trägt er doch zur Steigerung des Selbstbewusstseins bei.

Gern hatte sich der Chor an St.-Clemens aus Drolshagen bereit erklärt,  im 250-jährigen Jubiläumsjahr „Kirchenmusik an St.-Clemens am Konzert von „Stimmwerk“ mitzuwirken. Die Sängerinnen und Sänger würdigten unter Leitung von Musikdirektor GDB Maurizio Quaremba mit den Liedern „Schau auf die Welt“ und „Preiset Gott, der unser aller Leben“ die Schönheit der Schöpfung.

Dann brachte die Trommelgruppe „Jambo“ der Werthmann-Werkstätten Schwung in die Drolshagener Pfarrkirche. „In der Werkstatt in Attendorn wurde der Chor Stimmwerk gegründet, in Olpe gibt es ein Theaterprojekt und in Lennestadt konnten wir durch Unterstützung von Karl-Heinz Wortmann – er ist Lehrmusiktherapeut an der Uni Siegen – die Trommelgruppe ins Leben rufen“, machte Andres Mönig auf die verschiedenen Mitmachprojekte in den Werkstätten aufmerksam. Auch das Trommeln bringt viele Fördermöglichkeiten wie die Entfaltung der Kreativität, die Steigerung des Selbstwertgefühls, der Konzentrationsfähigkeit und der sozialen Sensibilität sowie die Anregung der  Körperbeherrschung, Bewegungskoordination und Motorik mit sich. Und dass es den Trommlern Spaß macht, erlebten die Besucher in der Drolshagener Kirche sicht- und hörbar.

Zum abwechslungsreichen Konzertprogramm trug auch der Gemischte Chor „Da Capo“ aus Lütringhausen unter Leitung von Chordirektor FDB Bernd Schneider bei, der die Tophits „Tage wie diese“ von den „Toten Hosen“ und „Alles nur geklaut“ von den „Prinzen“ präsentierte. Nachdem Theodoros Pagonakis aus Olpe an der Sologitarre warme Klänge in die Pfarrkirche gezaubert hatte, betraten erneut die Sängerinnen und Sänger von „Stimmwerk“ den Altarraum und präsentierten das unter die Haut gehende „Hallelujah“ von Leonard Cohen und die Ballade „You raise me up“. „Ein Hoch auf uns“ - der bekannte Song von Andreas Bourani war nach diesem schönen Programm die passende Aussage. Im Finale kamen nochmal alle Akteure des Konzertabends zusammen und verabschiedeten sich mit dem passenden Titel „Bye, Bye, Good Bye“ von einem begeistert applaudierenden Publikum.

Hilfe bei Depressionen

Wenn bei Luise Schröder morgens der Wecker klingelt, steht sie mit einem guten Gefühl auf. Sie freut sich auf ihre Arbeit in der Werthmann-Werkstatt, Abteilung Olpe. Dort ist sie seit vier Jahren in der Elektromontage tätig. „Es ist eine Aufgabe, die mich fordert und man sieht die Erfolge. Ich gehe jeden Morgen gern zur Arbeit und habe hier auch Freunde gefunden“, so die 60-Jährige. Sie ist glücklich und dankbar, dass sie in der Werkstatt eine neue Perspektive mit geordneten Strukturen gefunden hat. „Durch die Arbeit hat sich mein Leben sehr positiv verändert. Heute kann ich sagen, mir geht es sehr gut.“

Das war nicht immer so. Luise Schröder war Ende 30, als sie merkte, dass mit ihr etwas nicht stimmt. „Meine Gefühlsleben glich einer Achterbahn, von himmelhoch jauzend bis zu Tode betrübt. Ich hatte ständig das Gefühl, mir fehlt das Gleichgewicht.“ Bis dahin hatte sie ihr Leben im Griff. Sie wuchs in Aachen auf, wo sie den Beruf der Bürokauffrau erlernte. Als sie sich in ihren späteren Mann verliebte, der aus Griechenland kam und in Freiburg studierte, folgte sie ihm in sein Heimatland. Dort wurde ihre Tochter geboren. Doch die Ehe zerbrach und Luise Schröder kehrte mit der Tochter nach Deutschland zurück. Nach einer Fortbildung zur Übungsleiterin für Seniorengymnastik war sie in einem Altenheim tätig.

In dieser Zeit merkte sie, dass mit ihr etwas nicht stimmte. Sie konnte sich ihre extremen Stimmungsschwankungen nicht erklären und begab sich in ärztliche Behandlung. Es dauerte einige Zeit, bis erkannt wurde, dass sie an einer manisch-depressiven Erkrankung (bipolare Störung) leidet. In der Klinik für Psychiatrie in Olpe wurde sie zunächst auf Depressionen behandelt. „Die manisch-depressive Erkrankung hat jedoch weitaus schlimmere Auswirkungen als eine normale Depression. Man fällt ohne nachvollziehbare Gründe von einem Extrem ins andere. Ein geregeltes Leben ist im Spannungsfeld zwischen Manie und Depression kaum möglich“, erklärte Luise Schröder ihr Krankheitsbild, das ein zwanzigfach erhöhtes Suizidrisiko birgt. „Erst als ich in der Gruppentherapie sagte, dass ich den tiefen Fall nach einem absoluten Hoch ohne irgendwelche Gründe nicht verstehe, wurde man hellhörig und ich konnte endlich durch Medikamente eingestellt werden.“

Durch die Kooperation der psychiatrischen Abteilung des Olper Krankenhauses mit den Werthmann-Werkstätten nahm Luise Schröder im Mai 2011 an einer dreiwöchigen Arbeitserprobung in der Abteilung Olpe teil. Dort erhalten Menschen mit psychischen Behinderungen Teilhabe an der Arbeit und somit auch an der Gesellschaft. „Nach einer Woche habe ich gesagt, das mach ich nicht. Auf den ersten Blick war das für mich ein Abstieg. So habe ich das Angebot zunächst abgelehnt. Ich habe es als übergestülpt und nicht als Hilfe gesehen. Ein Jahr später habe ich mich aber neu beworben und war sehr froh, dass ich aufgenommen wurde. Heute kann ich sagen, hätte ich diese Chance der Beschäftigung besser schon zehn bis 15 Jahre eher genutzt.“

Luise Schröder hatte die Arbeit in der Werkstatt völlig falsch eingeschätzt. „Das machen von außen viele Leute. Doch wir werden hier nicht verwahrt, sondern hier wird gearbeitet wie in einer ganz normalen Firma. Wir stempeln morgens und abends, haben feste Arbeitszeiten und Urlaub und müssen eine Krankmeldung bringen, wenn wir nicht arbeiten können. Wir arbeiten produktiv und anspruchsvoll für große Industriekunden. Der einzige Unterschied zu einer Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ist der, dass man hier seinen persönlichen Schutzraum hat.“ Das bestätigte Petra Müller vom Begleitenden Dienst: „Die Grundarbeitstugenden werden von jedem Mitarbeiter erwartet. Bezüglich der Flexibilität und des Arbeitsdruckes wird jedoch entsprechend des Krankheitsbildes Rücksicht genommen.“

Luise Schröder ist glücklich, dass sich ihr Leben durch die Arbeit und die sozialen Kontakte stabilisiert hat. „Seit ich hier arbeite, widme ich mich in der Freizeit auch wieder meinen Hobbies. Ich lese und stricke gerne und betreibe Rehasport. An den Wochenenden unternehme ich mit Freunden, die ich in der Werkstatt gefunden habe, schöne Dinge. Jetzt lerne ich das Fahrradfahren. Ich habe mir in der Fahrradwerkstatt, die die Werthmann-Werkstätten gemeinsam mit dem focus-Lädchen in der Pannenklöpperstraße 5 betreiben, ein Fahrrad gekauft. Dazu gibt es begleitende Kurse, wie man richtig und verkehrssicher Fahrrad fährt. Viel Spaß macht mir auch das Mitwirken im Theater-Projekt, das in der Werkstatt im vergangenen Jahr etabliert wurde.“ Zu dieser Stabilisierung hat sie jedoch auch selbst beigetragen. Sie hat sich stets sehr reflektiert mit ihrem Krankheitsbild beschäftigt.

Die 60-Jährige ist sehr froh über die positiven Veränderungen in ihrem Leben. Durch das Netzwerk focus, das wie die Werthmann-Werkstätten zu den Einrichtungen der Behindertenhilfe des Caritasverbandes Olpe gehört, hat sie eine kleine Wohnung gefunden. Einmal pro Woche schaut eine focus-Mitarbeiterin bei ihr vorbei. „Ich weiß, dass ich beruflich und privat Hilfe bekomme, wenn ich Probleme habe. Und wenn ich merke, dass ich wieder in eine Manie fallen könnte, gehe ich sofort zu meinem Arzt, damit die Medikamente umgestellt werden.“ In der Werthmann-Werkstatt in Olpe will sie auf jeden Fall bis zum Rentenantritt arbeiten, weil ihr die geordneten Strukturen gut tun. Und sie hat auch schon eine Idee, wie sie danach ihrem Leben einen Sinn geben will: „Ich würde gerne ehrenamtlich in der Werkstatt tätig sein. Ich könnte mir gut vorstellen, einen Gymnastikkurs für ältere Menschen zu leiten.“

"Miteinander für mehr Teilhabe" ist das Motto des bundesweiten Werkstätten-Tages in Chemnitz. In vielfachen Arbeitsgruppen und Foren diskutieren die Verantwortlichen der Werthmann-Werkstätten über die Zukunft der Teilhabe am Arbeitsleben mit.

Praktizierte Inklusion

Oberveischede. „Gemeinsam kriegen wir viel gebacken“ – die Aufschrift und das Foto des Backstubenteams auf der neuen Brötchen- und Backwarentüte der Landbäckerei Sangermann in Oberveischede drücken prägnant eine Erfolgsgeschichte aus: Seit sechs Jahren machen die Bäckerei und die Werthmann-Werkstätten Inklusion durch einen betriebsintegrierten Arbeitsplatz möglich.

Bäckermeister Georg Sangermann war seinerzeit zunächst skeptisch, als die Werthmann-Werkstätten nach einem externen Arbeitsplatz für Rainer Sommer fragte. Der heute 38-Jährige hatte in seiner Jugendzeit eine Bäckerlehre in einem Betrieb im Raum Kirchhundem abgeschlossen. Durch psychische Probleme kam er in die Abteilung Olpe der Werthmann-Werkstätten, wo er im Bereich Hauswirtschaft arbeitete. Doch seine Betreuer erkannten schnell, dass sein erlernter Beruf sein Traumberuf war. So war die Freude groß, als Georg Sangermann ihm die Chance gab, in seiner Backstube zu arbeiten. Während des vorangegangenen Praktikums wurde Rainer Sommer deutlich, dass der frühe Arbeitsbeginn um 3 Uhr für ihn nicht zu schaffen war. Ihm fehlten die geordneten Strukturen des Tagesablaufs in der Werkstatt und er wurde immer stiller. Gemeinsam mit der zuständigen Integrationsfachkraft der Werthmann-Werkstätten, Kerstin Cremer, suchte Georg Sangermann nach einer Lösung. Das Experiment, ihn erst ab 6.30 Uhr zu beschäftigen, hat der Obermeister der Bäckerinnung Westfalen-Süd trotz anfänglicher Bedenken nie bereut: „Rainer hat sich toll eingearbeitet. Er ist mittendrin im Team und hat immer gute Laune. Er macht einen Super-Job und arbeitet auch selbständig. Wenn für die Filialen nachgebacken oder für Sonderveranstaltungen wie Beerdigungen gebacken werden muss, haben die Gesellen oft schon frei. Dann regelt Rainer das. Seit Anfang August haben bei uns fünf neue Auszubildende begonnen. Ihnen kann er bereits viel zeigen.“

Rainer Sommer weiß sein Glück zu schätzen. Aufgrund fehlender ÖPNV-Verbindungen mit zu dieser Tageszeit wird er von den Fahrern der Brötchentour in Olpe abgeholt und zu seiner Arbeitsstätte gefahren wird. „Es klappt hier ganz gut und ich habe viel Abwechslung.“ Nachmittags fährt er mit dem Bus zurück in die Kreisstadt. Dort lebt er allein in einer Wohnung, in der er ambulant betreut wird. Seinen Haushalt erledigt er ganz alleine und Langeweile ist für ihn ein Fremdwort. Er ist viel unterwegs mit seinen Freunden aus der Werkstatt, hat einen Faible für die neuesten Videofilme und liest sehr gerne. „Er weiß genau, was in der Welt passiert. Er kennt jeden Ort im Kreis Olpe und sämtliche Busfahrpläne“, weiß Sangermann. Gerne ist Rainer nach Feierabend auch bereit, Lieferfahrten zu begleiten. Wenn die für den Verkauf zuständige Carmen Volmer die sechs Filialen aufsucht, ist er liebend gerne dabei. Er liebt „die Lädchen“.

Georg Sangermann ist sehr froh, mit Rainer Sommer einen äußerst engagierten, hilfsbereiten und zuvorkommen Mitarbeiter gewonnen zu haben. Auch die 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mögen und schätzen Rainer. „Er ist immer dabei, beim Betriebsausflug, beim Karneval in Attendorn, beim Schützenfest in Oberveischede und bei der Wanderung am 1. Mai. Er kennt auch meinen Motorradclub inzwischen sehr gut“, so Sangermann.

Nach sechs Jahren Erfahrung kann Bäckermeister Sangermann mit Überzeugung sagen: „Der betriebsintegrierte Arbeitsplatz von Rainer ist eine Erfolgsgeschichte.“ Darüber freute sich Andreas Mönig, Leiter der Werthmann-Werkstätten. „Es ist unser Ziel, Menschen mit Behinderungen auf einen regulären Arbeitsplatz zu vermitteln. Der betriebsintegrierte Arbeitsplatz ist die Vorstufe zur sozialversicherungspflichtigen Anstellung. Das Beispiel Rainer zeigt eine „win-win-win-Situation“ auf. Der Beschäftigte hat durch die Aufnahme, das Arbeiten im Team und die teilweise selbständige Arbeit ein gesteigertes Selbstwertgefühl, das Unternehmen hat durch den sozialen Auftrag eine Unterstützungskraft gewonnen und für die  Werkstätten ist jede Besetzung eines betriebsintegrierten Arbeitsplatzes ein Erfolg. Dies ist praktizierte Inklusion.“

Andreas Mönig würde sich freuen, wenn mehr Betriebe Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit geben, betriebsintegriert zu arbeiten. Derzeit befinden sich 35 Mitarbeiter/innen der Werthmann-Werkstätten in externen Beschäftigungsverhältnissen. Mit der neuen Brötchen- und Backwarentüte, die ab Ende August in allen sechs Filialen der Landbäckerei Sangermann ausgegeben wird, soll auf die fruchtbare Aktion hingewiesen werden. „Wir hoffen, dass Menschen, die in Büros und anderen Einrichtungen arbeiten, noch mehr aufmerksam werden und sich bereit erklären, in ihren Betrieben und Einrichtungen betriebsintegrierte Arbeitsplätze einzurichten“, so Andreas Mönig. „Während der sieben- bis achtwöchigen Zeit des Praktikums versuchen unsere Integrationsfachkräfte dann, für Arbeitnehmer und Arbeitgeber das optimale Angebot zu erarbeiten, um erneut den Startschuss für eine Erfolgsgeschichte zu geben.“ Weitere Infos über www.werthmann-werkstaetten.de

Foto: Andreas Mönig, Leiter der Werthmann-Werkstätten, Bäckermeister Georg Sangermann, Rainer Sommer und die Integrationsfachkraft der Werthmann-Werkstätten, Kerstin Cremer (v.l.), freuen sich über die Erfolgsgeschichte des betriebsintegrierten Arbeitsplatzes. Mit speziellen Brötchen- und Backwarentüten wird derzeit auf die fruchtbare Aktion aufmerksam gemacht. Foto: Werthmann-Werkstätten

Seit über 20 Jahren war Jörg von Szczawinski (links) von der Arbeitsagentur Siegen Mitglied im Fachausschuss der Werthmann-Werkstätten. Seit einigen Tagen ist er im wohlverdienten Ruhestand. Andreas Mönig verabschiedete ihn jetzt. Als Geschenk erhielt er ein selbstgemachtes Insektenhotel der WWO-Beschäftigten.

Attendorn. Als erster Betrieb in der Region übernahm die Firma BEULCO aus Attendorn eine Gruppe der Werthmann-Werkstätten. Die Bilanz könnte nach der Erprobungsphase nicht besser ausfallen: Die BEULCO-Geschäftsleitung ist sehr zufrieden mit dem Einsatz der sechs Beschäftigten mit geistigen Behinderungen und hat aufgrund der guten Auftragslage sogar um eine Aufstockung der Gruppe gebeten.

Schon seit vielen Jahren werden in den Werthmann-Werkstätten Montage- und Elektroarbeiten für heimische Unternehmen ausgeführt. Gemäß dem Kernauftrag der Einrichtung, Arbeit für Menschen mit Behinderungen möglich zu machen, werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur in den Werkstätten beschäftigt. „Unser Ziel ist es, unsere Beschäftigten bei Eignung auf den regulären Arbeitsmarkt zu vermitteln“, erklärte Leiter Andreas Mönig. Inzwischen konnte schon eine Vielzahl von Werkstattbeschäftigten auf betriebsintegrierte Einzel-Arbeitsplätze in heimischen Unternehmen vermittelt werden.  

Auch für die Firma BEULCO werden in den Werkstätten schon seit vielen Jahren Montagearbeiten verrichtet. Mit der neuen Außen-Arbeitsgruppe wagten beide Seiten ein neues Experiment. „Wir haben die sechs Stellen intern in unseren Werkstätten in Attendorn, Lennestadt, Welschen Ennest und Olpe ausgeschrieben und es haben sich 18 Interessenten gemeldet“, berichtet Dirk Schürmann, Abteilungsleiter der Abteilung Attendorn. Nachdem die Mannschaft gebildet wurde, startete am 1. Juni nach einer zweiwöchigen Kennenlernphase die dreimonatige Projekterprobung. 

Die sechs Beschäftigten im Alter von Mitte 20 bis Mitte 40 haben wegen des Transfers – einige nutzen öffentliche Verkehrsmittel - ein etwas anderes Arbeitszeitmodell als ihre Kolleginnen und Kollegen in der Montage. Mit großem Ehrgeiz sind sie „mittendrin“. Bei ihrer Arbeit werden sie von Gruppenleiter Andreas Maiworm oder dem Vertreter Rüdiger Koch begleitet, so dass sie einen ständigen Ansprechpartner haben. Der Zusammenhalt in der Gruppe ist durch das tägliche Miteinander groß geworden und es hat sich bereits eine dicke Freundschaft entwickelt. Am Freitagmittag nehmen die zwei Frauen und vier Männer gerne gemeinsam begleitende Angebote der Werkstätten wahr. Alle sind froh und dankbar, bei BEULCO zu arbeiten. Sie fühlen sich als Teil der Gesellschaft und verstehen sich gut mit den Kolleginnen und Kollegen. Sie gehören einfach dazu und werden auch zur Jahresabschlussfeier eingeladen.  

„Wir waren gespannt, wie es läuft. Anfänglich hatten wir leichte Bedenken, wie und ob es funktioniert und wie die Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitern klappt. Denn die Gruppe von Werthmann wurde nicht isoliert untergebracht, sie ist mittendrin. Doch es hat sich alles sehr positiv entwickelt. Der Inklusionsgedanke funktioniert, die Montagearbeiten sind passend und das im Vorfeld fixierte Aufgabengebiet konnte aufgrund der gezeigten Flexibilität bereits während der Erprobungsphase erweitert werden. Bisher ist das Projekt ein voller Erfolg und es gilt nun zu planen, wie es genauso erfolgreich mit einer verstärkten Gruppe weitergeht“, zeigen sich die Geschäftsleiter Lutz Schopen und Ralf Weidner sehr zufrieden. Über das positive Feedback und den Vertrauensvorschuss freute sich Andreas Mönig: „Unsere Menschen mit Behinderungen benötigen einen gewissen Rahmen. Wenn sie sich auskennen, wachsen sie mit ihren Aufgaben. Dann ist eine Menge möglich.“

Dass die Außen-Arbeitsgruppe nun um zwei Personen aufgestockt werden soll, ist ein sichtbarer Beleg für das gute Funktionieren. Um Ausfälle bei Urlaub und Krankheit zu kompensieren, soll zwecks besserer Stabilität der Gruppe ein dauerhafter Pool gebildet werden. Dafür werden die Menschen mit Behinderungen in Projekten aus dem Berufsbildungsbereich der Werkstätten und durch Praktika stark gemacht.

„Von diesem positiven Ergebnis mit unserer ersten betriebsintegrierten Arbeitsgruppe versprechen wir uns eine Signalwirkung“, so Andreas Mönig, Leiter der Werthmann-Werkstätten. Wir würden uns freuen, wenn auch andere Firmen mit Arbeitsplätzen außerhalb der Werkstätten zur Inklusion beitragen und Menschen mit Behinderungen eine bessere Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen.“

Weitere Infos über www.werthmann-werkstaetten.de oder www.beulco.de

 

Foto BEULCO: Die Geschäftsleitungen der Firma BEULCO in Attendorn und der Werthmann-Werkstätten freuen sich über das erfolgreiche Experiment der ersten betriebsintegrierten Arbeitsgruppe. Seit drei Monaten arbeiten vier Männer und zwei Frauen aus den Werkstätten bei BEULCO. Da das Projekt sehr erfolgreich läuft, soll die Gruppe um zwei weitere Personen erweitert werden. Foto: Werthmann-Werkstätten

Diskussion über das Bundesteilhabegesetz

Das neue Bundesteilhabegesetz ist in aller Munde: In Berlin und auch im Kreis Olpe. Hierzu diskutierte MdB Dr. Matthias Heider, CDU, jetzt mit dem Leiter der Werthmann-Werkstätten Andreas Mönig. Beide begrüßten, dass Menschen mit Behinderungen zukünftig nicht mehr nach dem Fürsorgeparadigma behandelt werden. Die Regierung will mit diesem Gesetz die UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen.

Andreas Mönig betonte, dass einige Punkte in dem Gesetzentwurf zum Nachteil der Menschen mit Behinderungen führen können. „Durch das neue Gesetz darf es zu keinen Einschränkung kommen“, so Mönig. Er kritisierte, dass für Menschen mit Behinderungen bei der häuslichen Pflege zukünftig die Pflegversicherung Vorrang haben soll. Die Eingliederungshilfe hat darüber hinaus aber weiterreichende Ziele. Er befürchtet, dass es zu Leistungseinbußen für die Menschen mit Behinderungen kommen könnte.

Dr. Heider und Sebastian Ohm, CDU-Stadtverbandsvorsitzender und Attendorner CDU-Fraktionsmitglied begrüßen, dass es durch das Gesetz vermehrte Anreize für die Menschen mit Behinderungen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt geben soll. Andreas Mönig sieht hier auch eine neue Chance. Derzeit sind fast 40 Menschen mit Behinderungen in externen Firmen auf einem Außenarbeitsplatz tätig.

Andreas Mönig stellt bei dem Rundgang in der Abteilung Attendorn den Auftrag der Werkstätten in den Mittelpunkt. Die Werkstätten sollen Teilhabe am Arbeitsleben ermöglichen. Ihm ist es dabei wichtig, dass Werkstätten für Menschen mit Behinderungen nicht – wie im Entwurf vorgesehen - schlechter gestellt werden als andere Anbieter.

Dr. Matthias Heider und Sebastian Ohm konnten sich persönlich davon überzeugen, wie die Werkstätten die Teilhabe am Arbeitsleben in die Tat umsetzen und für viele Beschäftigte der Lebensmittelpunkt ist.

Dr. Matthias Heider sichert zu, die kritischen Aspekte aus den Werkstätten des Caritasverbandes Olpe mit in die Beratungen nach Berlin zu nehmen.

 

 „Während der weiteren Gesetzesdebatten werden wir weiter im Austausch bleiben, betonte Dr. Mathias Heider abschließend.

Er fährt gerne mit dem Stapler und seit neustem arbeitet er auch am PC. Für Andre Völker ist seine Arbeit bei der Firma Gewiss in Ottfingen ein echter Glücksgriff. Die Firma Gewiss gehört zur internationalen Gewiss Group mit Sitz in Italien. Sie entwickelt, fertigt und vertreibt Komponenten der Elektroinstallation für Handwerk und Industrie. Der 24- Jährige arbeitet hier im Rahmen eines Außenarbeitsplatzes  der Werthmann-Werkstätten, Abteilung eXtern. „Ich habe zuvor ein  sechswöchiges Praktikum bei einem Lebensmittelhandel gemacht“, erzählt er weiter. „Das hat allerdings nicht gepasst“, ergänzt Günter Rotthoff, sein Integrationsassistent von den Werthmann-Werkstätten.

 

Seit März 2011 ist er nun bei Gewiss und fühlt sich hier wohl. Auch seine Kollegen sind begeistert. „Er macht seine Arbeit richtig gut“, beurteilt Betriebsleiter Reiner Hesmert seinen Einsatz. Alle kennen Andre Völker und auch seine Stärken und Schwächen. „Dadurch ist der Druck gering und das macht ihn sicherer“, weiß Günter Rotthoff. Andre Völker wohnt im benachbarten Rothemühle und ein Kollege nimmt ihn mit zur Arbeit. „Hier stimmt einfach alles“, freut sich daher auch sein Integrationsassistent.

 

Schon zuvor gab die Firma Gewiss Aufträge an die Werthmann-Werkstatt. „Dadurch gab es erste Kontakte zur Einrichtung“, so Reiner Hesmert. „Schließlich benötigten wir im Lager Unterstützung und starteten den Versuch, hier einen Außenarbeitsplatz als Lagerhelfer zu errichten.“ Dank der fachlichen Anleitung und kollegialen Begleitung durch den „Paten“ Michael Lütticke im Betrieb gelang die Inklusion im Arbeitsleben vorbildlich.  Michael Lütticke ist für Andre Völker erster Ansprechpartner, wenn es Fragen oder Probleme gibt.

 

„Natürlich erforderte es zunächst Zeit um Andre anzulernen, aber man kann sich auf ihn verlassen. Dabei wird er immer selbstständiger, so dass er jetzt auch erste Arbeiten am PC erledigen kann“, freut sich Reiner Hesmert über den Erfolg.

 

„Ich hatte schon immer eine Vorliebe für Zahlen  und die einzelnen Artikel, die hier verpackt werden, haben eine Artikelnummer, die ich mir gut merken kann. So kann ich als Lagerhelfer die Aufträge zusammenstellen und verpacken“, erklärt er sein Aufgabengebiet.

 

Andre Völker hat damit einen der derzeit 30 Außenarbeitsplätze der Werthmann-Werkstätten, Abteilung eXtern. Sie sind  in unterschiedlichsten Bereichen wie Industriebetrieben, öffentlichen Verwaltungen und sozialen Einrichtungen angesiedelt-Tendenz steigend.

Finanziell sind Außenarbeitsplätze für den Arbeitgeber kein Risiko. Die Menschen mit Behinderungen arbeiten zwar im Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarkts, sie bleiben aber weiterhin Beschäftigte der Werkstatt. Der Arbeitgeber zahlt der Werkstatt für die erbrachte Dienstleistung des Beschäftigten ein vertraglich vereinbartes Entgelt. Den betroffenen Menschen mit Behinderung bietet diese Beschäftigungsform die Möglichkeit, bei einem Arbeitgeber die berufspraktischen Fähigkeiten und sozialen Kompetenzen zu erweitern. Diese sind erforderlich, um zu einem späteren Zeitpunkt aus der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen auszuscheiden und ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis mit einem Arbeitgeber des allgemeinen Arbeitsmarktes eingehen zu können. Sofern auch langfristig ein Wechsel in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt behinderungsbedingt nicht realistisch erscheint, bieten Außenarbeitsplätze ein hohes Maß an Inklusion. Außenarbeitsplätze sind sowohl unbefristet als auch befristet möglich. „Für unsere Beschäftigten, die trotz ihrer Einschränkungen einen Außenarbeitsplatz haben, ist das eine enorme Steigerung des Selbstwertgefühls. Allein dafür lohnt sich die Mühe und der Aufwand“, so Günter Rotthoff.

 

Beschäftigte und Mitarbeiter der Werthmann-Werkstätten Olpe Nebenstelle Welschen Ennest unterstützen die Dorfgemeinschaft bei der Gestaltung des Dorfplatzes.

Bernhard Ludwig (erster von rechts) mit seiner Arbeitsgruppe in der Abteilung Lennestadt

Ein bewegtes, abwechslungsreiches Arbeitsleben liegt hinter Bernhard Ludwig. Genau 43 Jahre, neun Monate und 13 Tage war der Grevenbrücker in den Werthmann-Werkstätten tätig und wurde kürzlich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Noch genau erinnert sich Bernhard Ludwig daran, dass er 1972 in Listerscheid mit 18 weiteren Menschen anfing zu arbeiten. Drei Monate später ging es nach Kirchveischede. Eine weitere Station des Arbeitslebens des 63-Jährigen war Attendorn. Seit der Eröffnung der Werthmann-Werkstätten in Meggen, im Februar 2007 war er dort tätig, lernte neue Kollegen und Gruppenleiter kennen. Eintönigkeit, keine Lust zur Arbeit zu gehen waren für Bernhard Ludwig Fremdwörter. Zu seinen Aufgabengebieten gehörten alle Bereiche der Werkstätten von der Schlosserei, über die mechanische Montage, bis hin zur Kommissionierung und Verpackung. Auf den Punkt gebracht lernte Bernd Ludwig die ganze umfangreiche Bandbreite dessen kennen, was Arbeit in den Caritas-Werkstätten möglich macht. Die Krankheitstage waren bei Bernhard Ludwig äußerst gering. „Höchstens mal eine Grippe, oder einen „Affen“ nach dem Schützenfest“, schmunzelt der Bewohner des Caritas-Wohnhauses in Grevenbrück. Einen Wecker brauchte er nie. Pünktlich um 4.30 Uhr gab die innere Uhr das Signal zum Aufstehen. Lieblingsbeschäftigungen und Arbeit die er nicht leiden konnte gab es nicht. Das Motto von Bernd Ludwig lautete stets: „Es muss einfach gemacht werden.“ Es war ihm immer wichtig beschäftigt zu sein und einen geregelten Tagesablauf zu haben. Der Tag des Abschieds von liebgewonnenen Kollegen und Gruppenleiterin war für Bernhard Ludwig kein leichter Tag. „Ich hätte gerne noch weiter gearbeitet. Nach so einer langen Zeit war es sehr schwer für mich“, beteuert Bernhard Ludwig. In seiner dazu gewonnenen Freizeit erledigt der Rentner gerne Besorgungen für das Wohnhaus und fährt mit seinem Rad durch den Ort. Die Bandbreite der verschiedenen Tätigkeiten, von Holz- und Metallarbeiten, bis hin zu Garten- und Landschaftspflege  in den Werthmann-Werkstätten ist ein Spiegel dessen, was sich in den letzten Jahren verändert hat. Die Zahl der Beschäftigten stieg kreisweit auf insgesamt über 600. „Es hat viele Veränderungen gegeben, nicht nur räumlicher Art. Wir sind heute viel näher am freien Arbeitsmarkt, haben mehr Kunden und mehr Aufträge. Wir sind flexibler geworden und können schneller auf Aufträge reagieren. Für die Beschäftigten ist die Arbeit in den Werthmann-Werkstätten sehr wertvoll und wichtig. Das Selbstbewusstsein wird gestärkt. Die Menschen mit Handicaps nehmen am Arbeitsleben teil“, erklärt Susanne Rüenauver, Abteilungsleiterin der Werthmann-Werkstätten Lennestadt.

Das jährliche Betriebsfest der Abteilung Attendorn fand in diesem Jahr in der Biggeseehalle in Sondern statt. Neben guter Musik und Tanz wurden auch verschiedene Aktionen wie Baumstamm sägen, Bierkrug stemmen, Nagelbalken oder Brezeln backen angeboten. Hier einige Bilder aus Sondern:

Die WWO schmückt das Gebäude zum Olper Schützenfest mit der passenden Fahne.

„Unsere Firma ist seit über 20 Jahre Partner der Werthmann-Werkstätten. Die Zusammenarbeit war immer unkompliziert“, so beschrieb Markus Hesse, Arbeitsvorbereiter bei der Fima Westmark aus Elspe die Kooperationen mit den Werthmann-Werkstätten. Die Werkstätten hatten Industriekunden und benachbarte Firmen in das neue Gebäude der Abteilung Attendorn eingeladen um die Arbeit und das Gebäude zu präsentieren. Andreas Mönig, Leiter der Werkstätten, betonte, dass durch Aufträge an die Werkstätten und die Übernahme von Beschäftigten in die Firmen die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen im Arbeitsleben realisiert wird.   

„Soziale Verantwortung gehört zu unserem Unternehmensverständnis“, erklärte Andreas Fichna, Viega-Segmentleiter. “Es ist toll zu erleben, wie sich Menschen mit Behinderungen mit ihrer Arbeit und unseren Produkten identifizieren“, beschrieb Andreas Fichna weiter. „Die Einbindung eines Beschäftigten als betriebsintegrierten Arbeitsplatz ist bei uns gut gelungen – wichtig, dass sich die Firma, die Werkstätten und die Beschäftigten Zeit für diesen Prozess lassen,“ betone Betriebsleiter Markus de Vries von der Firma Damm. Diese Firma hat mittlerweile zwei Beschäftigte der Werkstätten auf einen Außenarbeitsplatz übernommen. „Ein gelungenes Beispiel für die Inklusion im Arbeitsleben“,  so Dirk Schürmann als Abteilungsleiter. 

 

Die Werkstätten wollen diese Art von Veranstaltung in der Zukunft regelmäßig anbieten. 

Bundesgesetze werden in Berlin beschlossen – besonders wichtig sind aber die Auswirkungen vor Ort. Den Referentenentwurf des Bundesteilhabegesetzes diskutierte Petra Crone, MdB jetzt mit dem Leiter der Werthmann-Werkstätten Andreas Mönig. „Die gute Zusammenarbeit mit den Werthmann-Werkstätten erleichtert mir Diskussionen in Berlin“, so Petra Crone. Beide begrüßten in dem Gesetzentwurf, dass Menschen mit Behinderungen zukünftig eine Wahlmöglichkeiten für ihre Unterstützungsleistungen erhalten sollten. Auch die Einrichtung unabhängiger Beratungsstellen wurde begrüßt Andreas Mönig ist es wichtig, dass die Qualitätsanforderungen auch zukünftig in allen Leistungsbereichen gelten müssen und Oualitätsabstriche von der Politik nicht akzeptiert werden dürfen. Kritisch bemerkte er, dass sich mit dem Entwurf an dem Entlohnungssystem für Menschen in Behinderungen in den Werkstätten wenig ändern soll. „Während der weiteren Gesetzesdebatten werden wir weiter im Austausch bleiben, sicherte Petra Crone abschließend zu.

Auf sehr große Resonanz stieß am Freitag der Tag der offenen Tür in der Abteilung Olpe der Werthmann-Werkstätten. Zahlreiche Interessierte nutzten das Motto „Werkstatt erleben“ und gewannen bei Führungen und Gesprächen einen imposanten Eindruck in die vielfältigen Arbeits- und Bildungsmöglichkeiten.

 

„Seit 29 Jahren sorgt der Caritasverband dafür, dass Menschen mit psychischen Behinderungen und Erkrankungen einen Anspruch auf einen Arbeitsplatz und somit auf einen Platz in der Gesellschaft haben“, erklärte Andreas Mönig, Leiter der Werthmann-Werkstätten. In Olpe und in der Nebenstelle Welschen Ennest werden 150 Frauen und Männer mit psychischen Behinderungen in den Arbeitsbereichen Industrie-Montagen, Verpackung, Elektro-Montage, Garten- und Landschaftspflege, in der Verteilerküche, in der Anmeldung und Telefonzentrale und im Bereich Interne Transportfahrten beschäftigt. „Es ist ein bunter Bereich von Arbeitsplätzen, in dem jeder nach seinen Fähigkeiten eingesetzt wird“, sagte Andreas Mönig, der auf die stark gewachsene Entwicklung in den Werkstätten und somit auf den großen Bedarf aufmerksam machte. In den vier Abteilungen Attendorn, Lennestadt, Meggen und Olpe sowie in der Abteilung extern, die Menschen auf betriebsintegrierte Arbeitsplätze vermittelt, werden mittlerweile mehr als 600 Frauen und Männer begleitet und individuell gefördert. Die steigenden Zahlen liegen nach seiner Ansicht nicht nur an den längeren Lebenserwartungen von Menschen mit Behinderungen und ihrer Beschäftigung auch im Rentenalter, sondern auch daran, dass die Normalität für diese Menschen mehr ins Bewusstsein der Angehörigen gelangt ist.

 

Ziel aller Maßnahmen sei es, die Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu vermitteln. „Wenn man diese positive Entwicklung sieht, widerspricht das den derzeit politischen Diskussionen zum Entwurf des Bundesteilhabegesetzes“, so Mönig. „Die Menschen in den Werkstätten haben es verdient, für ihre Arbeit Anerkennung zu finden. Ich vermisse das Bekenntnis für unsere wertvolle Arbeit und das Bekenntnis dafür, dass diese auch in Zukunft eine wichtige Bedeutung gemäß unserem Leitsatz ‚Inklusion nur mit Werkstätten und Werkstatt nur mit Inklusion“ hat.“

 

Folglich wollen die Werthmann-Werkstätten im nächsten Jahr die berufliche Bildung für die Menschen mit den verschiedenen Behinderungen an einem zentralen Ort vornehmen. Das habe den Vorteil, dass alle das große Arbeits- und Bildungsangebot besser kennenlernen können. Mönig kritisierte, dass der Gesetzesentwurf die Arbeiten von Werkstätten erschwere. Durch die vorgesehene Aufnahme anderer Leistungsanbieter auch ohne Anerkennung gehe zudem die Qualität verloren und der gesamte bisherige Aufbau werde gesplittet. „Dass sich die Menschen mit Behinderungen zuerst in unseren Werkstätten entwickeln können und erst mit gestärktem Selbstbewusstsein in den allgemeinen Arbeitsmarkt gehen, ist weitaus wertvoller, als sie sofort zu vermitteln. Denn dann besteht die Gefahr, dass sie als gebrochene Menschen zu uns zu kommen. Ich vermisse die Wertschätzung der Politik“, sagte der Leiter der Werthmann-Werkstätten.

 

Theo Selter, Leiter der Abteilung Olpe, freute sich nicht nur über die große Resonanz der Besucher und über das sonnige Wetter, sondern auch über das Kommen des ersten Werkstattleiters Josef Mauermann. Mauermann, der heute in Bad Honnef lebt, leitete von 1972 bis 1998 die Werkstätten. Er erinnerte sich noch gut an die Anfänge im ehemaligen Jugendheim in Listerscheid mit 17 geistig behinderten Menschen, die aus der Behindertentagesstätte in Olpe kamen. Nach und nach habe sich das Beschäftigtenverhältnis über das Jugend- und Sozialamt durch Behinderte aus dem gesamten Umfeld erweitert. Als es in Listerscheid zu eng wurde, fand man in der alten Schule in Kirchveischede neue Räumlichkeiten. Anfangs habe man sich auf die Produktion von Eigenprodukten konzentriert. Mit der Firma Viegener aus Attendorn habe man den ersten Auftraggeber für Montagearbeiten gewinnen können. Durch die Bildung eines Industriebeirates kamen immer mehr Auftraggeber dazu. Heute sind die Werkstätten ein anerkannter Partner der heimischen Industrie und des Handels. „Die Beschäftigten führen nicht nur einfache, sondern auch hochkomplexe Arbeiten aus. Wir haben eine hohe Akzeptanz in der heimischen Industrie“, so Andreas Mönig. „Die soziale Verantwortung gehört mittlerweile zur Philosophie von vielen Firmen.“ Um die soziale Kompetenz ihrer Auszubildenden zu fördern, habe die Firma Viega sogar ein Projekt mit ins Ausbildungsprogramm genommen, nach dem die Auszubildenden drei Wochen in den Werkstätten mitarbeiten.

 

Öffentlichkeitsarbeit wie Beteiligungen an Handwerksmessen, Präsenz auf Märkten und Tage der offenen Tür waren und sind den Werkstätten auch immer wichtig. Der Tag der offenen Tür war wieder mal ein gelungenes Beispiel, dass die Menschen großes Interesse an der Einrichtung haben. Bei den Führungen berichteten die Fachkräfte über die unterschiedlichen Arbeits- und Bildungsmöglichkeiten. Ein Beschäftigter der Abteilung eXtern erklärte, dass er nach der dreimonatigen Eingangsphase gleich ein Beschäftigungsverhältnis in einem Pflegeheim angetreten habe. Derzeit sind 35 Beschäftigte in Betrieben außerhalb tätig. Immer wieder gelingt es, einige in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse zu vermitteln. Wichtig ist, dass die Beschäftigten bei Überforderung die Möglichkeit haben, in den geschützten Bereich der Werkstätten zurückzukehren. Emsig wurde in den Industrie-Montagen gearbeitet. Eine fast blinde Mitarbeiterin sagte, dass sie sehr froh sei, hier nach Gefühl arbeiten zu dürfen.

 

Nach dem Rundgang, der mit der Vorstellung eines Arbeitsfähigkeitstests abschloss, konnten sich die Besucher an einem Theaterstück der Werthmann-Theater-Crew erfreuen. Das selbst geschriebene Stück, für das die Akteure unter Leitung von Ulrike Wesely auch die Handpuppen selbst fertigten, fand unter dem Thema „Der verlorene Spiegel“ dort statt, wo die meisten Beschäftigten arbeiten: an der Werkbank. Die Botschaft aus dem Stück entsprach dem Wunsch der Laienschauspielerinnen: Vorurteile abbauen. Im Anschluss bestand Gelegenheit zum Austausch beim leckeren, in der Verteilerküche zubereiteten Mittagsimbiss. Alle Besucher waren sich einig: In den Werkstätten wird ein sehr wichtiger Beitrag geleistet, Arbeit für Menschen mit Behinderungen möglich zu machen, ihre Fähigkeiten zu fördern und ihnen somit Strukturen und einen Platz in der Gesellschaft zu geben.

 

Einen anspruchsvollen Arbeitsauftrag  hatten jetzt die 25 Beschäftigten im Bereich Büroservice der Werthmann-Werkstatt Attendorn zu erledigen. Sie stellten für die Firma Beulco, einem langjährigen Partner der Werthmann-Werkstätten, einen kompletten Produkt-Ordner mit 42 Seiten zusammen, fügten Register und einen Drahtniederhalter hinzu und sorgten mit einem „Schloss und Riegel“ aus Pappe für einen sicheren Transport.

Teamleiter Harald Zagrodzky ergänzt: „Anschließend haben wir die rund 3000 Ordner, die zum Teil auch in englischer Sprache waren, ordnungsgemäß verpackt und verschickt.“

Darf's ein bisschen mehr sein? Im Büroservice bietet die Werthmann-Werkstatt natürlich die klassischen Bereiche wie Kopieren, Falzen, Schneiden, Binden sowie der Vorbereitung und Durchführung von Versandaktionen an, aber die Menschen mit Behinderungen können noch viel mehr. „Unsere Beschäftigten bieten auch ein hohes Maß an Sorgfalt und Verlässlichkeit bei der Erledigung anspruchsvoller Tätigkeiten. Präzision, Qualität und Liefertermintreue sind Kennzeichen unseres Büroservice.“ Hinzu kommen moderne Maschinen und Geräte. „So sind wir im Bereich Drucktechnik ebenfalls bestens aufgestellt und können hier auch größere Aufträge erfüllen“.

Zurzeit werden Messeeinladungen für ein Attendorner Unternehmen gefertigt und für den Versand vorbereitet. Diese besteht aus sechs Einzelteilen, die sorgfältig zusammengestellt und verschickt werden.

„Viele Unternehmen haben keine Vorstellung von dem breiten Spektrum, das wir an Tätigkeiten anbieten“, so Harald Zagrodzky, „Dabei entlasten wir mit unseren Arbeitsleistungen die Kunden von zeitaufwendigen Tätigkeiten. Die wertvolle Arbeitszeit der Mitarbeiter bleibt für Kernkompetenzen erhalten. Davon profitieren bereits Unternehmen aller Größen und Branchen, für die wir maßgeschneiderte Dienstleistungspakete zusammenstellen.“

Optimierung der Portokosten, Versand unterschiedlicher Werbemittel und Vorbereitung von Messeunterlagen jeglicher Art gehören zu den Standard-Aufgaben  des Bereichs Büroservice.

Noch gibt es in diesem Bereich freie Kapazitäten. „Mit unseren Möglichkeiten sind wir für weitere Aufträge gut vorbereitet und freuen uns darauf“, sagt Ümit Burunkaya, ein Beschäftigter im „Büroservice“.

Weiter Informationen erteilt:

Harald Zagrodzky
HZagrodzky@Caritas-Olpe.de

02722/921-2150

 

www.werthmann-werkstaetten.de

Der Speisesaal - einmal anders genutzt: Jetzt tagte der Sozial- und Gesundheitsausschusses des Kreises Olpe im Speisesaal der Abteilung Attendorn.

 

 

 

Werkstatt erleben – das Motto am Tag der offenen Tür der Werthmann-Werkstätten Abteilung Olpe ist am Freitag, 3. Juni, Programm. Ab 10 Uhr öffnet die Einrichtung in der Günsestraße ihre Pforten und gewährt einen hautnahen Einblick in die verschiedenen Bildungs- und Arbeitsbereiche.

 

„Eingeladen sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der verschiedenen Caritas-Einrichtungen und der Fachdienste in Olpe, mit denen wir zusammen arbeiten, die Olper Ärzte und Psychotherapeuten und unsere Industriekunden und Nachbarn. Selbstverständlich sind auch alle anderen Interessenten herzlich willkommen“, so Theo Selter, Abteilungsleiter der Werthmann-Werkstätten Olpe.

 

Seit 1991 werden am Standort Olpe Menschen mit Behinderungen im Arbeitsleben gefördert und ihnen somit ein angemessener Platz in der Gesellschaft gesichert. Aus den Anfängen mit 10 Beschäftigten hat sich in 25 Jahren eine Größe entwickelt, die den Erfolg des wichtigsten Ziels der Werthmann-Werkstätten „Arbeit möglich machen“ auf beeindruckende Weise widerspiegelt. Mittlerweile sind am Standort Olpe rund 90 Mitarbeiter in den Arbeitsbereichen Industrie-Montagen, Verpackung, Elektro-Montage, Garten- und Landschaftsbau, Verteilerküche, Anmeldung/Telefonzentrale und Interne Transportfahren tätig, die von 14 speziell ausgebildeten Fachkräften begleitet werden. Insgesamt haben in den vier Abteilungen im Kreisgebiet mehr als 600 Frauen und Männer mit geistigen, psychischen und körperlichen Behinderungen einen ihren Möglichkeiten entsprechenden Arbeitsplatz gefunden und somit Teil der gelebten Inklusion. Dass fortwährend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch in den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt werden können, ist ein schönes Ergebnis ihrer wiedergewonnen Struktur, Persönlichkeitsentwicklung und Lebensfreude.

 

Der Tag der offenen Tür wird um zehn Uhr durch Andreas Mönig, Leiter der Werthmann-Werkstätten, und Olpes Abteilungsleiter Theo Selter im Rahmen eines Stehcafés eröffnet. Es schließen sich geführte Rundgänge an, bei denen die Teilnehmer interessante Informationen erhalten und Fragen zu den vielfältigen Möglichkeiten der beruflichen Bildung in den Werkstätten stellen können. Da die Arbeitsplätze wie sonst besetzt sind, können die Besucher erleben, wie effektiv gearbeitet wird und mit welcher Freude die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Tätigkeiten verrichten. In den Bereichen Industrie- und Elektromontagen wird zudem deutlich, dass die Werkstätten ein kompetenter Partner der heimischen Industrie und des Handels ist.

 

Neben der Arbeit sieht der Bildungsbereich der Werkstätten auch Projekte vor, in denen die Teilnehmer ihre Stärken einbringen oder etwas Neues ausprobieren können. Ein gutes Beispiel ist das Theaterprojekt. Um 11.30 und um 13.30 Uhr laden fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen zu einer kurzen Theateraufführung ein. Requisite ist natürlich die Werkstatt.

 

Bei schönem Wetter besteht nach den Führungen Gelegenheit zum Austausch im Hof der Werkstatt. Dort können die Besucher das Insektenhotel und die Sitzterrasse bewundern, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Werkstatt mit großem Engagement gebaut haben. Ausklang ist gegen 14 Uhr.

Die Werthmann-Werkstätten, Abteilungen Attendorn und eXtern möchten sich gerne im Rahmen einer kleinen Infoveranstaltung am Mittwoch, 01.06.2016 von 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr am  Standort Attendorn , Askay 42 den Vertretern der umliegenden Betriebe vorstellen.

 

 

Lernen Sie die Werthmann-Werkstätten kennen als einen verlässlichen Partner mit allen Vorteilen und Möglichkeiten einer breit aufgestellten Auftragsbearbeitung. Informieren Sie sich ebenso über die Möglichkeiten von betriebsintegrierten Arbeitsplätzen von Menschen mit Behinderungen in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes. Vielleicht entdecken Sie bei uns neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

 

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie Interesse und Zeit finden, an diesem Vormittag vorbeizuschauen?

 

Um eine kurze Rückmeldung bis zum 25.05.2016 zwecks optimaler Planung wären wir sehr dankbar. Die Telefonnummer entnehmen Sie bitte dem Flyer.

Die Werkstätten stellen sich vor.....

Christian Hasenau (links) als Werkstatt-Beschäftigter mit seinem Kollegen vom Bauhofbetriebshof der Stadt Attendorn

 

 

 

„Das habe ich mir so nicht vorgestellt!“ so ist regelmäßig die Rückmeldung von Bürgern, die die Werkstätten besichtigen.

Über 600 Menschen mit geistigen, körperlichen, psychischen oder mehrfachen Behinderungen werden moderne Arbeitsplätze in Attendorn, Lennestadt, Olpe und Welschen Ennest geboten

Sie werden im Arbeitsleben gefördert. Somit wird ihnen ein angemessener Platz in der Gesellschaft gesichert.

Durch die Außenarbeitsplätze wird  Menschen mit Behinderungen der Weg auf den ersten Arbeitsmarkt ermöglicht.

Über die breite Angebotspalette informieren in Werkstätten mit 2 Veranstaltungen:

- Am 11.05.2016 ab 10:30 Uhr kann der Werkstatt-Alltag in der Veranstaltung „Werkstatt im Betrieb“ live besichtigt werden.

-  Am 19.05.2016 ab 19:00 Uhr,  informieren  die Werkstätten in der Veranstaltung „Außen und doch mittendrin“ über die Möglichkeit der betriebsintegrierten Arbeitsplätzen (Außenarbeitsplätze).

Beide Veranstaltungen finden in der Abteilung Attendorn, Askay 42, statt. Anmeldung sind bis 2 Tage vor der jeweiligen Veranstaltung unter 02722 921-2017 oder info.ww@caritas-olpe.de möglich.

Unfassbar: Menschen mit Behinderung sollen in der Zigarettenwerbung als Warnhinweis benutzt werden. Dagegen protestieren die Werkstätten deutlich!

Artikel von Zeit Online

Ein Arbeitsplatz mit besonderen Herausforderungen

„Digital Plus“ ist eine berufliche Bildungsmaßnahme der Werthmann-Werkstätten für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Gruppenleiter Markus Hanses und Anja Dornseifer vom Begleitenden Dienst freuen sich auf entsprechende Bewerbungen.

 

Vor zwei Jahren wurde in den Werthmann-Werkstätten Welschen Ennest und Olpe die berufliche Bildungsmaßnahme „Digital Plus“ integriert. Mit der digitalen Archivierung wurde ein neues attraktives Arbeitsangebot für Menschen mit psychischen Erkrankungen geschaffen, die bereits über Erfahrungen im Bereich EDV-gestützter Arbeit verfügen, aber aufgrund ihrer Erkrankung Schwierigkeiten haben, einen Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu finden.

 

Die Teilnehmer, die seitdem ihre Berufliche Bildungsmaßnahme bei Digital Plus begonnen haben, äußern sich sehr positiv über die gegebene Tagesstruktur, die individuellen Arbeitsbedingungen und die konstruktive Teamarbeit in diesem Bereich. Sie berichten davon, dass sie ihre Belastbarkeit langsam erhöhen konnten. Vor allem die Möglichkeit, an der Entwicklung der Prozesse in diesem neuen Arbeitsbereich mitzuarbeiten, hat eine deutliche Steigerung ihres Selbstbewusstseins bewirkt.

 

Über das positive Feedback und die gelungenen Entwicklungen freut sich Theo Selter, Abteilungsleiter der Werkstätten in Welschen Ennest und Olpe. Er brachte seinerzeit die Idee ein, in Zusammenarbeit mit der Psychiatrischen Klinik der Katholischen Hospitalgesellschaft Südwestfalen teilstationäre EDV-Arbeitsplätze für Menschen mit psychischen Erkrankungen zu schaffen.

 

Geplant ist nach dem erfolgreichen Anlauf, die Bildungsmaßnahme „Digital Plus“ als Arbeits- und Dienstleistungsangebot weiter auszubauen. Heimische Unternehmen können dann ihre gesamten Geschäftspapiere durch „Digital Plus“ archivieren lassen. In Verbindung mit der Aktenvernichtung „ExAKT“ in der Abteilung Meggen können die Werkstätten zukünftig ein systematisches und kostengünstiges Gesamtpaket anbieten.

 

 

Der von Markus Hanses geleitete Arbeitsbereich hat fünf hochmoderne und ergonomische EDV-Einzelarbeitsplätze. Aufgabe der Mitarbeiter dort ist es, die Dokumente zu sichten, vorzubereiten und zu digitalisieren. Die vertrauliche Aufgabe erfolgt nach dem Vier-Augen-Prinzip und erfordert Ruhe, Flexibilität und Sorgfalt. Neben den Aufgaben der Digitalisierung besteht für die Teilnehmer auch die Möglichkeit, sich in den gängigen Office-Programmen zu qualifizieren.

 

Eine positive Feststellung ist, dass sich die Arbeitsabläufe durch die konstruktiven Ideen der Teilnehmer ständig weiter entwickeln und optimieren. „Wir haben Fachleute dabei, aber es reichen manchmal auch einfache Gedankengänge von Menschen, die einfach Interesse an der PC-Arbeit haben“, so Gruppenleiter Markus Hanses.

 

Anja Dornseifer vom Begleitenden Dienst der Werthmann-Werkstätten wertet „Digital Plus“ als gutes Sprungbrett zum Einstieg in das normale Arbeitsleben. „Wir vermitteln Praktika, unterstützen unsere Teilnehmer bei der Suche nach einer adäquaten Stelle oder bieten ihnen im Anschluss an die Berufliche Bildungsmaßnahme in unserem Hause eine entsprechende Tätigkeit an.“

 

Ansprechpartnerin ist Anja Dornseifer, Tel. 02764/26133-2724, Email adornseifer@caritas-olpe.de.

 

aus der WESTFALENPOST vom 20.04.16

Die Möglichkeit Verknüpfungen, sogenannte Icons, auf den Startbildschirm seines Handy oder Smartphones zu laden, ist den Meisten sicherlich bekannt. Bisher war es leider so, dass bei der Homepage der Werthmann-Werkstätten kein Symbol automatisch mit verknüpft wurde. Das haben wir jetzt geändert. Sollten Sie gerne direkt auf unsere Homepage gehen wollen, dann können Sie diese Verknüpfung nun anlegen und es "begrüßt" Sie automatisch das Logo der Werthmann-Werkstätten.
PS: Dies ist übrigens auch im Verlauf oder bei den Favoriten so, wenn Sie welche angelegt haben. Dies nur zur Info. (Ba)

Wenn ich mal nicht mehr bin, soll etwas von mir weiterleben“ - ist der Wunsch vieler Menschen. Vielleicht ist dies auch Ihr Wunsch. Ihr Testament ist Ausdruck dessen, was Ihnen im Leben wichtig ist und was auch künftig nicht an Bedeutung verlieren soll. Dieses können z.B. die Verbundenheit mit der Familie und Freunden sein, der Glaube an Gott, aber auch gesellschaftliches und soziales Engagement. Sie möchten Wichtiges über Ihr Leben hinaus weiter wirken lassen, für Ihre Familie und Freunde, eventuell aber auch für Menschen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen.

 

Wir möchten Sie herzlich zu einer Veranstaltung zu diesem Thema am 20.04.2016 von

18.00 – 19.30 Uhr in den Werthmann-Werkstätten Lennestadt, Sachtlebenstraße 2, 57368 Lennestadt einladen.

 

Herrn Norbert Bonk, Fachanwalt für Erbrecht, konnten wir als Referenten gewinnen, der Ihnen wertvolle Informationen und Tipps rund um das Thema „Erben und Vererben“ an die Hand geben wird.

Fragen wie „Wieso ist ein Testament wichtig?“ oder „Welche Formen des Testaments gibt es?“ werden an diesem Abend erläutert.

 

Gerne darf die Einladung an weitere Interessierte weitergegeben werden.

Ein kostenloser Testaments-Ratgeber liegt an diesem Abend für alle Teilnehmer bereit.

 

Um besser planen zu können, bitten wir Sie um Anmeldung unter den folgenden Kontaktdaten bis zum 13.04.2016:

Werthmann-Werkstätten Lennestadt

Sachtlebenstraße 2

57368 Lennestadt

Info.ww@caritas-olpe.de

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege zeichnet Unternehmen aus, die sich besonders für den Arbeitsschutz und die Arbeitssicherheit einsetzen. Dafür ist eine besondere Zertifizierung notwendig. Dieser Zertifizierung haben wir uns zum zweiten Mal gestellt und wurden belohnt. Dies wird auch durch ein neues Symbol sichtbar. Zusätzlich erfolgte eine Eintragung auf der Homepage der BGW. (Ba)
https://www.bgw-online.de/SharedDocs/Betriebe/DE/quintas/Unsere-Kunden/Berufliche-Reha-Werkstaetten/Werthmann-Werkstaetten-Attendorn.html

Der Attendorner Bürgermeister Christian Pospischil besuchte die neue Abteilung Attendorn. Er zeigte sich von der Geschicklichkeit von dem Beschäftigten Josef Wesener beeindruckt. Abteilungsleiter Dirk Schürmann und Werkstattleiter Andreas Mönig konnten stolz die neuen Hallen im Askay vorzeigen und bedankten sich bei der der Stadt für die vielfältige Unterstützung.

Geschafft! Die Überprüfung durch die DQS haben die Werkstätten positiv bestanden. Die Werkstätten erfüllen auch in der Zukunft die ISO-Bedingungen und sind als Bildungsträger und im Arbeitsschutz zertifiziert. Bei dem Abschlussgespräch von links: Verwaltungsleiter Silvio Barthel, Werkstattleiter Andreas Mönig und Auditor Björn Vissering.

von links: Niki Vogt (Gruppenleiter), Silvio Barthel (Verwaltungsleiter) und Björn Vissering (DQS)

Die Werkstätten standen auf dem Prüfstand. Alle Bereiche wurden im Rahmen des externen Audits von der DQS überprüft. Gleichzeitig sind die Anforderungen als Bildungsträger geprüft worden.

„Am Aschermittwoch ist alles vorbei“, heißt es in einem Karnevalslied. „Dies stimmt so nicht“, so Pastor Epkenhans bei dem Wortgottesdienst in der Abteilung Attendorn. Am Aschermittwoch beginnt eine neue Zeit, die Zeit zur Vorbereitung auf Ostern. Dazu ist das Aschenkreuz ein Symbol.

Auch beim diesjährigen Veilchendienstagsumzug in Attendorn waren die Werthmann-Werkstätten wieder vertreten.

Beschäftigte der Abteilung Olpe nahmen jetzt am Bildungsmodul Verkehrssicherheit teil. Schwerpunkte des dreitägigen Kurses war ein Fußgänger- und Busfahrtraining. Dieses Training fand in Zusammenarbeit mit den Verkehrssicherheitsberatern Herrn Witzel und Herrn Neumann von der Polizei Olpe und den Verkehrsbetrieben Westfalen–Süd statt.

2016 wird wieder ein spannendes und aufregendes Jahr! Dieser Meinung waren die Mitglieder der Abteilungsleiterkonferenz nach der Zielplanung! Die Inhalte dieser Planung werden jetzt in den Abteilungen Mitarbeiter vorgestellt.  

In der aktuellen Ausgabe des Werkstatt:Dialog ist unsere Zusammenarbeit mit der Fa. Viega besonders hervorgehoben. Weitere Infos hier:

aus "Werkstatt:Dialog" der BAG WfbM, Ausgabe 05/2015
aus "DER DOM - Kirchenzeitung für das Erzbistum Paderborn" vom 10.01.2016

Besuch in der Backstube

Im Rahmen der werkstattinternen Bildung besuchten kürzlich

9 Beschäftigte der Werthmann-Werkstätten, Abteilung Lennestadt, die Landbäckerei Sangermann in Oberveischede.

Ausgestattet mit Schürzen und passenden Kopfbedeckungen ging es nach einem herzlichen Empfang durch Georg Sangermann und seinem Team in die herrlich duftende Backstube. Hier wurde nach einer Besichtigung selbst Hand angelegt. Unter Anleitung von Herrn Sangermann wurden mit viel Spaß gemeinsam Zöpfe aus süßem Hefeteig geflochten. Während die Hefezöpfe im Ofen gebacken wurden, war für das leibliche Wohl der fleißigen Bäcker in „Sangermanns Backes“ bestens gesorgt.

Nach einem rundum gelungenen Vormittag durften die selbstgebackenen Zöpfe und weitere Köstlichkeiten mit nach Hause genommen werden.

Neueste Infos:

Direkt zu Beginn des neuen Jahres erscheint die neue Ausgabe der WIR. Lesen Sie hier.

Constance Remhof aus Finnentrop-Heggen ist als ehrenamtliche Mitrbeiterin bei der Vorbereitung des Krippenspiels aktiv. Weitere Infos hier.


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