Pressearchiv 2018

Im September eines Jahres sind die meisten Neuaufnahmen in den Werthmann-Werkstätten. Aus diesem Grund ist das natürlich auch der Monat, wo die meisten Beschäftigten ihr Betriebsjubiläum feiern. Daher konnten jetzt alleine in der Abteilung Attendorn über zwanzig Beschäftigte ab zehn Jahren Beschäftigung geehrt werden. Etwas besonderes ist es, wenn ein Beschäftigter für 45 Jahre Betriebszugehörigkeit geehrt wird. Dieses besondere Jubiläum konnte Martina Rademacher in Attendorn feiern.

Besuch aus Tunesien

 

Die 26-köpfige Besuchergruppe bestand je zur Hälfte aus tunesischen und deutschen Austauschschülern und -studenten.

Im Rahmen einer Projektarbeit werden in einer Woche mehrere Einrichtungen / Institutionen besucht.

Untergebracht ist die Gruppe in der Akademie Biggesee. 

Die Teilnehmer zeigten sich von unserer Einrichtung und den gezeigten Arbeitsplätzen beeindruckt.

Ein Dolmetscher übersetzte von der deutschen in die arabische Sprache.

Eine Herzensangelegenheit...

 

Die Firma Viega lässt schon mehrere Jahre in den Werthmann-Werkstätten produzieren. „Wir sind froh, so einen verlässlichen Partner der Industrie zu haben“, betont Werkstattleiter Andreas Mönig, „Mit dieser Arbeit erfahren Menschen mit Behinderungen ihre Teilhabe am Arbeitsleben. Die anspruchsvollen Arbeiten für die Firma Viega sind bei Beschäftigten sehr beliebt!“ “Es ist mir eine Herzensangelegenheit, dass Menschen mit Behinderungen aus dem Kreis Olpe einen würdigen Platz in der Gesellschaft haben“, so Walter Viegener „Wir unterstützen die Zielsetzung der Werkstätten gerne“. Auf dem Foto stellen die Werkstätten den Arbeitsablauf eines Viega-Produktes vor. .

Von links: Werkstattleiter Andreas Mönig; Viega-Werksleiter Elspe Robert Rey;  Abteilungsleitern Susanne Rüenauver; Beschäftigter Alexander Spreemann; Arbeitsvorbreiter Christoph Gabriel; Abteilungsleiter Dirk Schürmann; Geschäftsführer der Viega Holding GmbH Walter Viegener und Segmentleiter Andreas Fichna.

Die Inklusionsmesse am 23.06.2018

Nach der ersten Inklusionsmesse aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der Abteilung eXtern der Werthmann Werkstätten ziehen die Organisatoren ein durchaus positives Fazit. Mit rund 20 Ausstellern konnte die Veranstaltung Fachpublikum, Menschen mit Behinderung und auch die Öffentlichkeit ansprechen.
„Wir wollten damit eine Plattform schaffen, wo Menschen sich positiv präsentieren und miteinander vernetzen können“, erklärt eXtern Abteilungsleiter Dirk Schürmann. „Der Schwerpunkt der Messe liegt dabei auf den Themen Bildung und Arbeit. Wir wollen Barrieren in den Köpfen abbauen und neue Blickwinkel ermöglichen“
34 externe Arbeitsplätze sind in den vergangenen Jahren geschaffen worden. Sie zeigen eindrucksvoll, Inklusion ist möglich. Ob im Handwerk, in der Industrie oder bei unterstützenden Dienstleistungen, auch für Menschen mit Behinderung ist eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt möglich.
Die Schützenhalle Dünschede als Messeort wurde von allen Beteiligten als  positiv hervorgehoben. „Hier hatten wir die Möglichkeit alle unsere Angebote praktisch, aber auch mit Filmeinspielern darzustellen. Für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, waren die Barrierefreiheit und das großzügige Platzangebot sehr hilfreich. An allen Messeständen gab es genügend Raum für intensiven Austausch”, so Andreas Mönig, Leiter der Werthmann Werkstätten. „Wir möchten an dieser Stelle nochmals ausdrücklich allen Institutionen, Unternehmen und Verbänden bedanken, die mit ihrer Unterstützung die Messe erst möglich gemacht haben.”

Die Inklusionsmesse

Aus Anlass des 10-jährigen Jubiläums veranstaltet die Abteilung eXtern der Werthmann Werkstätten im Kreis Olpe am 23. Juni von 10 bis 14 Uhr in der Schützenhalle Dünschede die Inklusionsmesse.

Diese besondere Abteilung der Werthmann-Werkstätten ermöglicht Menschen mit Behinderung einen betriebsintegrierten Arbeitsplatz. In den vergangenen Jahren wurden insgesamt 34 dieser Arbeitsplätze geschaffen. Wie diese Arbeitsplätze aussehen, davon kann sich jeder am 23. Juni ein Bild machen.

An fast 20 Ständen werden die Arbeitsplätze aus den Bereichen Industrie, Handwerk, Altenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe, unterstützende Dienstleistungen sowie der Büro und Verwaltungsbranche vorgestellt. Des Weiteren gibt es Informationen zur beruflichen Qualifizierung mit ihrer Aufgabe des lebenslangen Lernens, den Netzwerkpartnern und den Werthmann Werkstätten. Der Integrationsfachdienst und das Netzwerk focus werden ebenfalls vor Ort sein.

Eine besondere Einladung zur Inklusionsmesse geht auch an die Schulen. „Wir zeigen hier direkt vor Ort, was im Bereich externe Arbeitsplätze möglich ist“, erklärt Abteilungsleiter Dirk Schürmann. Dabei ist ausprobieren angesagt. Die Beschäftigten mit ihren Einschränkungen zeigen an ausgesuchten Ständen, wie ihre Arbeit im Alltag in dem jeweiligen Unternehmen aussieht.

Neben den Beschäftigten und deren Angehörigen freuen sich die Initiatoren auch über weitere Arbeitsgeber, die mit dem Gedanken spielen, einen externen Arbeitsplatz für Menschen mit Behinderung in ihrem Unternehmen anzubieten. Sie können sich bei anderen Firmen direkt über die Möglichkeiten und Umsetzung erkundigen.

„Wir laden alle ein, zu kommen, zu gucken, auszuprobieren und zu fragen“, so Dirk Schürmann. Der Eintritt ist frei. Für das leibliche Wohl wird ebenfalls gesorgt.

 

5 Minuten für die Zukunft...

Kennen Sie die Angebote des Caritasverbandes für Menschen mit Behinderungen? Kennen Sie die Einrichtungen von focus-Leben und Wohnen?  Was machen die Werthmann-Werkstätten? 

In der Zeit vom 16. Juni bis 29. Juli werden Marie Schönauer und Sabrina Koch in allen sieben Kommunen auf dem Rathaus- oder Marktplatz Passanten zu diesem Thema befragen.

Rund 300 Bürger sollen in einer empirischen und repräsentativen Befragung rund um das Thema Behindertenhilfe befragt werden. „Unsere beide Beauftragten wählen die Menschen zufällig aus und hoffen auf deren Mithilfe“, wünschen sich Andreas Mönig, Leiter der Werthmann Werkstätten und Johannes Koch, Leiter von focus. Grundlage für die Auswahl ist die Bevölkerungsstatistik NRW.

Die Befragung  findet nun schon zum dritten Mal statt. „Die letzte Imagebefragung zu diesem Thema war vor drei Jahren und zeigte, wo wir Einrichtungen haben oder Dienste anbieten, sind wir bekannt. Doch wir wollen darüber hinaus erfahren, wo und wie wir noch präsenter sein müssen“, so die beiden Fachleute.

Andreas Mönig und Johannes Koch bitten alle Bürger, die von den beiden Damen angesprochen werden, an der Befragung teilzunehmen: „Bitte sagen Sie uns offen, ehrlich und vor allem aber konstruktiv ihre Meinung zu unseren Angeboten, damit wir uns in den nächsten Jahren weiter verbessern können. Wir benötigen rund fünf Minuten ihrer Zeit um wichtige Impulse zur Stärkung unseres Angebotes zu bekommen.“

Die einzelnen Termine:

16. Juni: Attendorn, Finnentrop und Altenhundem

23. Juni: Kirchhundem und Olpe

30. Juni: Drolshagen und Wenden.

Ein großen Anklang fand die Veranstaltung "Werkstatt im Betrieb". 50 Interessierte konnten hautnah die Werkstätten im Alltagsbetrieb erleben.

Auf Facebok erscheinen in den nächsten Tagen insgesamt 10 Videos, bei denen Beschäftigte  zur Inklusionsmesse am 23.06.2018 in der Schützenhalle in Dünschede einladen. Auch auf youtube gibt es diese Videos bereits heute zu sehen. Schauen Sie doch mal hier rein.

Ohne die Arbeit in den Werthmann-Werkstätten würde was fehlen 

Beschäftigte, Betreuer und Gruppenleiter agieren auf Augenhöhe

Auf Augenhöhe und Hand in Hand bereiten Silvia Picker und Gruppenleiterin Heike Hellermann den Nachtisch vor.

Meggen. Während im Konvektomaten die Schnitzel schonend garen, sind Silvia Picker und Heike Hellermann mit den Vorbereitungen des Nachtischs beschäftigt. Während Erstgenannte den Vanillepudding in die Schälchen abfüllt, garniert die Gruppenleiterin die Desserts. Erster augenfälliger Eindruck: Die Arbeit geschieht, wie in allen Bereichen der Werthmann Werkstätten auf Augenhöhe und als Teamwork. Silvia Picker gehört seit der Eröffnung der Einrichtung in Meggen im Jahr 2007 dazu. Sie geht gerne zu Arbeit. Ohne die Beschäftigung, die sie fünf Tage die Woche mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht, würde der 39-Jährigen was fehlen. In der Werkstatt hat Silvia Picker Freunde gefunden und fühlt sich gut aufgehoben. Beim Stichwort „Küche“ denkt man natürlich ans Kochen und an die Zubereitung von Mahlzeiten. Aber eigentlich gehört ja viel mehr dazu.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Küche lernen die Hygienebestimmungen zu beachten und einzuhalten. Eine Kopfbedeckung ist ebenso Voraussetzung in der Küche zu arbeiten, wie eine Schürze. Wenn die Grevenbrückerin, die eine psychische Erkrankung hat, morgens an einem Arbeitsplatz eintrifft, weiß sie was zu tun ist. „Wir sind hier sechs Beschäftigte und ich bin gerne in der Küche. Jeder hat seine festen Aufgaben. Zwei belegen die Brötchen, zwei kümmern sich um die Heißgetränke und die anderen zwei decken die Tische“, erklärt Silvia Picker.  Fachwissen einer Küchenkraft ist ebenso unabdingbar wie die Organisation des Arbeitsplatzes. Diesen nach getaner Arbeit sauber zu verlassen und in der Küche Ordnung zu halten, will schließlich auch gelernt sein. Und wenn die Grevenbrückerin früher mit ihrer Arbeit in der Küche fertig ist, hilft sie auch gerne mal in der Montage aus. Die Küche ist dennoch ihr Wunsch-Arbeitsplatz. Genau das wird in der Einrichtung auch beachtet. „Wir holen die Beschäftigten da ab wo sie stehen, unterstützen und motivieren sie. Gespräche sind dabei genau so wichtig, wie unterstützend unter die Arme zu greifen. Die Gruppenleiter fragen die Beschäftigten, wie es ihnen geht und was sie sich zutrauen. Da sind alle sehr flexibel. Wir möchten die Beschäftigten fordern, aber nicht überfordern und ihnen stets auf Augenhöhe begegnen“, betont Einrichtungsleiterin Susanne Rüenauver. Zeiten in denen es ihr nicht so gut ging, hat Silvia Picker auch schon erlebt. „In Absprache mit der Gruppenleitung durfte ich dann später anfangen, oder auch früher gehen. Die flexiblen Arbeitszeiten haben mir geholfen“, erklärt die 39-Jährige, die selber auch sehr flexibel ist. Sollte in der Küche etwas fehlen, bringt sie es auf dem Weg zur Arbeit einfach mit. Die Beschäftigung macht ihr so viel Spaß, dass sie sich sogar bereit erklärt hat eine Woche des Betriebsurlaubes zu verschieben und mitanzupacken, wenn Not am Mann ist. Auf Nachfrage, wie sie einen Arbeitsplatz außerhalb der Werkstatt findet und ob es für sie in Frage käme, antwortet Silvia Picker: „Ich finde es gut, wenn Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen arbeiten und voneinander lernen. Ich habe es auch probiert. Für mich es das nichts. Ich bin in der Werkstatt besser aufgehoben.“ 

Hier zwei Veranstaltungshinweise für den 29.05.2018 und 30.05.2018.
Am 29.05.2018 findet von 19 -21Uhr eine Info-Veranstaltung der Abteilung eXtern über betriebsintegrierte Arbeitsplätze statt. Treffpunkt ist die Bäckerei Sangermann in Oberveischede.
Am 30.05.2018 öffnen wir wieder von 10 - 12Uhr unsere Tore in der Werkstatt in Attendorn, um allen Interessierten die Werkstatt im regulären Betrieb zu zeigen. Anmelden können Sie sich z.B. über den Flyer anbei. Wir freuen uns über Jeden, der kommt. (Ba)

Angelo Anton-Julian ist stolz

Angelo Anton-Julian ist stolz. Der 21-Jährige hat es geschafft. Er ist jetzt Betreuungsassistent. Seine Ausbildung hat er mit Bravour bestanden und sein Vertrag mit dem Franziskanerhof, der in Trägerschaft der Gemeinnützigen Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe (GFO) ist, geht bis zum November 2019. Ermöglicht wurde ihm diese Arbeit mit Hilfe von Sina Neuhaus und Günter Rotthoff, Integrationsassistenten in den Werthmann Werkstätten, Abteilung eXtern, die ihn immer begleitet und unterstützt haben.

Nach seiner Schulausbildung kommt Angelo Anton-Julian  2015 in die berufliche Bildung der Werthmann-Werkstätten. Die Bundesagentur für Arbeit hat ihn hierher vermittelt. Im Rahmen des Eingangsverfahrens absolvierte er mehrere Praktika, um seine Stärken und Vorlieben zu finden. Er erprobte sich in der Schreinerei, dem Bereich Garten- und Landschaftspflege  und Förderbereich.

Doch der 21-Jährige möchte „mit Menschen“ im sozialen Bereich arbeiten. Die Integrationassistenten  nehmen Kontakt mit dem Franziskaner-Hof auf und Angelo kann ein Praktikum beginnen. Schnell wird allen Beteiligten klar, dieser Arbeitsbereich ist der richtige für den jungen Attendorner mit Wurzeln in Sri Lanka. Aus einem einwöchigen Praktikum wird eine drei monatige Verlängerung.

Um zukünftig in diesem Bereich zu arbeiten, strebte Angelo schließlich eine Qualifizierung an. Er macht die Ausbildung zum Betreuungsassistent nach § 53 c (früher § 87 b) SGB XI. Zu seinen Aufgaben gehört die Alltagsbegleitung von demenziell veränderten Menschen.  Den praktischen Teil der Ausbildung absolviert er im Franziskaner-Hof. Die Theorie erlernte er bei IN VIA in Olpe. Hier ist Integrationsassistentin Sina Neuhaus immer an seiner Seite. Angelo ist der erste männliche Teilnehmer im Qualifizierungskurs. Er lernt vieles über Demenz, die Strukturen in einem Seniorenheim, Kommunikation, Validation, Hygiene, Erste Hilfe und auch Rechtskunde. Alles Erlernte kann er im praktischen Teil umsetzten. Als Abschlussaufgabe gestaltet er für die männlichen Bewohner im Franziskanerhof einen „Männerstammtisch“.  Es gibt Hot Dogs, Würstchen, ein kühles Bier und viel zu erzählen.

„Dieses Angebot ist so gut angenommen, dass wir es gern regelmäßig anbieten möchten“, ergänzt der Einrichtungsleiter des Franziskaner-Hofes, Thomas Ludwig. Auch Anja Neuhaus, Pädagogische Fachkraft vom sozialen Dienst des Franziskaner-Hofes ist von Angelo Anton-Julian begeistert: „Er ist eine Bereicherung für das gesamte Team. Es ist angenehm mit ihm zu arbeiten.“ Thomas Ludwig ergänzt: „Er hat in der Zeit, die er bei uns ist, eine kontinuierliche Entwicklung seiner Persönlichkeit gemacht. Er ist den Bewohnern gegenüber sehr emphatisch und auch die non-verbale Kommunikation beherrscht er vorbildlich.“ 49 Bewohner, darunter sechs Wachkomapatienten der Phase F leben im Franziskanerhof, der im 13. Jahr im Herzen von Attendorn beheimatet ist.

Angelo und die Integrationsassistenten freuen sich über so viel positives Feedback. „Die Arbeit hier macht mir viel Spaß und ich komme jeden Tag gern hierher“, strahlt Angelo Anton-Julian. „Irgendwann möchte ich auch eine eigene Wohnung haben und den Führerschein machen.“ Die Arbeit stärkt auch sein Selbstbewusstsein und lässt ihn neue Ziele ins Auge fassen.

Für Günter Rotthoff und Sina Neuhaus ist der 21-Jährige eine weitere Erfolgsgeschichte in der zehnjährigen Geschichte der Abteilung eXtern mit ihren betriebsintegrierten Arbeitsplätzen. 33 Menschen mit Behinderung haben hier derzeit ein Beschäftigungsverhältnis außerhalb der Werkstätten.  Der Arbeitgeber entrichtet dabei eine Dienstleistungspauschale an die Werkstatt, der wiederum den Beschäftigten einen Lohn bezahlt. Die Menschen mit Behinderungen arbeiten zwar im Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarkts, sie bleiben aber weiterhin Beschäftigte der Werkstatt. Betriebsintegrierte Arbeitsplätze bieten ein hohes Maß an Inklusion und können sowohl unbefristet als auch befristet sein. „Für unsere Beschäftigten, die trotz ihrer Einschränkungen einen  betriebsintegrierten Arbeitsplatz haben, ist das eine enorme Steigerung des Selbstwertgefühls. Allein dafür lohnt sich die Mühe und der Aufwand“, so Günter Rotthoff.

Patrick Schulte vom Heggener Reisedienst ließ uns gerade ein Foto von seinem neuesten Bus zukommen. Die Botschaft, die neben dem Logo der Werthmann-Werkstätten aufgebracht wurde, teilen wir gerne. Wir finden der Bus sieht super aus!

Hier zwei Veranstaltungshinweise für den 29.05.2018 und 30.05.2018.

Jürgen Dusel wird voraussichtlich der neue Behindertenbeauftragte des Bundes. Sofern das Kabinett am 9. Mai 2018 zustimmt, tritt er die Nachfolge von Verena Bentele im Bundesministerium für Arbeit und Soziales an. Seit Mai 2010 ist der Jurist der Beauftragte der Landesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderungen des Landes Brandenburg. 

Gegenbesuch nach 3 Jahren

Schon lange stand der Gegenbesuch aus. Während Vertreter der Werkstätten schon vor 3 Jahren die neue Justizvollzugsanstalt in Attendorn besuchen durften, waren die Vertreter der JVA jetzt in die Werkstätten eingeladen. Neben der Besichtigung der Arbeitsbereiche in der Abteilung wurde intensiv über mögliche Schnittstellen disktuiert.

Auf dem Foto von links: Dirk Schürmann, Abteilungsleiter; Ulf Borrmann, JVA-Anstaltsleiter; Dana Sperke, Leiterin der JVA-Arbeitsverwaltung, Jürgen Streiß, Verwaltungsleiter der JVA; Petra Müller, Koordinatorin Begleitender Dienst; Marcus Clemens, Werkdienstleiter und Andreas Mönig, Gesamtleiter.

Die WDR-Lokalzeit berichtet über den betriebsintegrierten Arbeitsplatz von Rainer Sommer.  

Start mit dem "heißen Draht"!

von links: Michael Laukant, Diana Stelzmann, Frank Jahnke sind froh über ihre ersten elektrotechnischen Erfahrungen froh. Unterstützung haben sie von Kursleiter Christoph Duwe (rechts) erhalten.

 

Mit der Konstruktion und dem Bau des elektrischen Geschicklichkeitsspiels „Der heiße Draht“ ist jetzt fünf Beschäftigten der Abteilung Olpe der Werthmann-Werkstätten der Einstieg in die Arbeit der Elektrotechnik gelungen.

„Dieser Kurs soll die Teilnehmer experimentell an die Grundlagen der Elektrotechnik heranführen, um so ihr Interesse an einem Metier zu wecken, das ihnen unbekannt ist. Bei Interesse und Neigung ist das eine gute Vorbereitung auf eine mögliche zukünftige Mitarbeit in unseren beiden Elektromontage-Arbeitsbereichen, die ein Spektrum von einfachen bis zu komplexen Arbeitsaufgaben vorhalten. Dieser Einstieg kann auch der Startschuss für die Vermittlung auf einen sozialversicherungspflichten Arbeitsplatz sein“, erklärte Theo Selter, Abteilungsleiter der Werthmann-Werkstatt in Olpe, den Hintergrund.

Gemäß dem Leitbild „Arbeit möglich machen“ bieten die Werthmann-Werkstätten Menschen mit Behinderungen einen ihren Möglichkeiten entsprechenden Arbeitsplatz, um somit Teil der gelebten Inklusion zu sein. Mit dem Ziel der Einbindung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gilt es, Menschen mit Behinderung einen angemessenen Platz in der Gesellschaft zu sichern. An den Standorten in Attendorn, Lennestadt, Olpe und Welschen Ennest begleiten speziell ausgebildete Fachkräfte mehr als 610 Menschen mit geistigen, psychischen oder mehrfachen Behinderungen und Erkrankungen. Für ihre unterschiedlichen Bedürfnisse steht ein vielfältiges Bildungs- und Förderangebot zur Verfügung, um sie für verschiedene Arbeitsbereiche zu qualifizieren. Zusätzlich werden im Rahmen eines jährlich neu aufgestellten Kursprogramms verschiedene Kurse zur Aus- und Fortbildung angeboten, wo auch der „Heiße Draht“ entstand.

 

Michael Laukant, Diana Stelzmann, Frank Janke und Christian Dettmer und ein weiterer Mitarbeiter waren die Teilnehmer des Kurses und konnten bei Planung und Bau des elektrischen Objekts eigene Ideen einbringen. Nach nur knapp zweitägiger Arbeit präsentierten sie stolz das fertige Ergebnis. „Ich bin gelernte Hauswirtschafterin und hatte von Elektrik bisher keine Ahnung. Nun weiß ich, wie man einen Schaltplan liest, was ein Pluspol und ein Minuspol ist, wie ein Kurzschluss entsteht und dass Spannung die Voraussetzung für den Stromfluss ist“, berichtet Diana Stelzmann begeistert. „Die Aufgaben waren vielfältig“, so Michael Laukant. „Wir haben gelernt, wie man eine technische Zeichnung umsetzt, wie man lötet, den Kupferdraht mit Spannung beaufschlägt und Kabel anschließt. Dabei haben wir auch viel über Arbeitssicherheit erfahren.“

 

Frank Janke erklärt den „heißen Draht“: „Man muss mit der Zielschlaufe, die wir am Ende eines Metallstabes befestigt haben, die Kupferdrahtschlange umfahren. Damit der Stab bei der Führung nicht in der Hand rutscht, wurde er mit einem ergonomisch geformten Fahrradlenkergriff umschlossen. Das Umfahren ist nicht einfach, denn wir haben viele Schikanen wie eine Treppe und Kurven eingebaut. Berührt man den Draht einmal, leuchtet die rote Lampe und es wird ein Signal abgegeben. Die Signalisierung und Visualisierung haben wir entsprechend verdrahtet. Berührt man den Draht zum zweiten Mal, ist das Spiel vorbei. Beim fünften Versuch hatte ich den Dreh aus. Man muss schon geschickt sein.“

 

 „Natürlich ist alles völlig ungefährlich und das Modul würde auf jeden Fall von einem Fachmann für Arbeitssicherheit genehmigt“, meint Christoph Duwe. „Die Spannungsversorgung vom Netz wurde auf 24 Volt runtertransformiert, riskant wird es erst ab einer Stromspannung von 60 Volt aufwärts.“

 

Die gemeinsame Arbeit an dem Bauteil hat allen Teilnehmern Interesse für Elektrotechnik geweckt. Der „heiße Draht“ soll nun in den verschiedenen Abteilungen zum Einsatz kommen, um auch die anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Metier zu begeistern. „Am Tag der offenen Tür oder beim Sommerfest können auch unsere Gäste ihr Geschick beweisen“, meint Christian Dettmer. Gut vorstellen könnte sich die Arbeitsgruppe auch, den „Heißen Draht“ für Bildungseinrichtungen, Seniorenheime oder auch interessierte Firmen zu bauen. Denn, so waren sich alle einig, „der ‚Heiße Draht‘ verbindet Lernen und Spaß und fördert neben technischem Verständnis und handwerklichem Geschick auch Reaktion, Motorik, Konzentration und Koordination.“

 

Regina Prause bei ihrer Arbeit

Welt-Down-Syndrom-Tag

Am 21. März dieses Jahres ist der Welt-Down-Syndrom-Tag. Dieser Tag wird seit 2006 überall auf der Welt begangen. Das Datum 21.3 ist dabei extra gewählt, weil bei Menschen mit Down Syndrom das 21. Chromosom 3x vorhanden ist.
Menschen mit Down Syndrom haben 47, Menschen ohne Down Syndrom haben 46 Chromosomen.

Regina Prause ist eine von rund 50.000 Menschen in Deutschland mit dem Down-Syndrom. Sie wird von den Einrichtungen des Caritasverbandes beim Wohnen, in der Freizeit und im Berufsleben betreut. Die 52-Jährige gebürtige Bamenohlerin lebt im focus-Wohnhaus in Drolshagen und arbeitet in den Werthmann-Werkstätten in der Abteilung Attendorn. Sie hat einen Freund und freut sich jetzt schon wahnsinnig auf ihren Geburtstag im Juli. „Dann kommen immer ganz viele Gäste. Es gibt Geschenke und wir essen zusammen zu Abend.“

Der Geburtstag ist der uneingeschränkte Höhepunkt im Jahr. Dabei hat Regina Prause viel zu erzählen über ihr tägliches Leben. Wer sie in ihrer Wohnung im focus-Wohnhaus in Drolshagen besuchen kommt, muss erst einmal ihr Zimmer sehen. „Komm rein“! Freundlich heißt sie die Besucher willkommen. Es ist sehr ordentlich in ihrem Zimmer. „Ordnung ist ihr wichtig“, weiß ihre Bezugsbetreuerin Martina Wigger. An ihr hängt das Herz der 52-Jährigen. Sie strahlt über das ganze Gesicht, wenn sie Martina Wigger sieht. „Drolshagen ist toll. Da will ich für immer bleiben.“

Morgens um 6 Uhr steht Regina Prause auf. „Ich werde immer pünktlich wach und das ohne Wecker“. Zwei Tassen Kaffee „aber nur mit Milch“, müssen sein, dann kann der Tag beginnen. Mit dem Fahrdienst  geht es zur Arbeit nach Attendorn. „Meine Freunde Kevin und Anja fahren auch mit, und unser Busfahrer Helmut ist klasse.“

Anfangs waren die Küche und der Service das Reich von Regina Prause in den Werthmann-Werkstätten, Abteilung Attendorn. Seit einigen Jahren aber  arbeitet sie in der mechanischen  Montage. Hier übernimmt sie Montage- und Verpackungstätigkeiten. Besonders gern verpackt sie Hahnverlängerungen aus dem Sanitärbereich zu 10 Stück in eine Tüte. Claudia Siebert, Gruppenleiterin ihrer Montagegruppe, schätzt sehr diesen ausgeprägten Sinn für Ordnung. „Bei ihr ist jede Verpackung gleich und korrekt. Sie holt sich ihr Material an ihren Arbeitsplatz und arbeitet dort gewissenhaft und zuverlässig.“

Ein fester Tagesablauf ist auch hier für Regina Prause unerlässlich. Dienstags nimmt Frau Prause an dem Kursangebot der Werthmann-Werkstätten „Reha-Sport“ in der Mehrzweckhalle in Neu-Listernohl teil, was ihr neben der Arbeit Freude und Spaß macht.

Doch die tägliche Arbeit, die ihr Anerkennung und Teilhabe gibt, ist nicht alles. „Wenn ich mit dem Bus nach Feierabend nach Hause ins Wohnhaus komme, dann gibt es auch erst mal eine Tasse Kaffee.“ Danach steht wie bei allen Berufstätigen die Hausarbeit an. „Ich räume besonders gern die Spülmaschine aus und sortiere die Wäsche ein“, lacht sie. Fürs Malen - „Rot ist meine Lieblingsfarbe“ -, Rechnen, aber auch für Gesellschaftsspiele ist sie immer zu haben. „Nur Fernsehen schaue ich nicht oft. Das interessiert mich nicht.“

Donnerstags geht Regina Prause eigenständig im benachbarten Supermarkt einkaufen. „Dann kaufe ich Salat.“ Einmal hat sie auch wie ihr Freund Windbeutel gekauft. „Die waren zwar lecker, aber in der nächsten Woche habe ich wieder Salat gekauft.“ Schach spielen kann sie auch, allerdings fehlt es an Gegnern. „Ich war mal im örtlichen Schachclub, aber die treffen sich zu spät am Abend.“

Ausflüge dürfen im Leben von Regina Prause nicht fehlen. „Wir waren in Köln und ich habe alle 553 Stufen bis zur Domspitze erklommen. Anschließendes Shoppen gehörte auch dazu!“

Manchmal besucht sie auch ihre Familie. Ihr Bruder bringt sich aktiv im Angehörigenbeirat der Werthmann-Werkstätten ein. „Aber ich möchte immer im Wohnhaus in Drolshagen bleiben“, stellt sie klar. Möglich ist dieses auch über das Berufsleben hinaus. „Dann kann ich da noch ganz viele Geburtstage feiern. Geburtstage feiern ist das Schönste im Jahr.“

Das Foto zeigt Herr Mönig (Leitung der Werkstätten), Frau Jung (AZAV- und ISO-Auditorin), Herr Schmidt (Auditor für alle drei Normen), Herr Barthel (QMB), und Frau Thiele (stellv. QMB).

Das Abschlussgespräch des Externen Audits 2018 fand am 08.03. statt. Die drei Zertifikate nach ISO 9001 (Industrie-Norm), AZAV (Zulassung als Bildungsträger) und MAAS-BGW (Zertifizierung im Arbeitsschutz) konnten erfolgreich bestätigt werden. Wir freuen uns sehr und bedanken uns bei allen Mitarbeitern, die beim Audit beteiligt waren.

Luisa Schneider und ihre Mutter Susanne Schneider, hier mit Gruppenleiterin Andrea Drüeke loben die Werthmann-Werkstätten und die dortige individuelle Förderung.

 

Eine Entlastung für alle

 

Luisa Schneider ist in ihrem Element. Akribisch und engagiert baut die Altenhundemerin Fliegenklatschen zusammen. Die Fliegenklatschen werden nach der Montage zurück an die Herstellerfirma gesandt und gehen von da aus in den Handeln. Ihre Lieblingsarbeit, die sie mit besonderem Eifer erledigt. Jeder Arbeitsschritt ist ihr vertraut und sollte ihr irgendetwas unklar sein, sind die Gruppenleiter Andrea Drüeke und Michael Hennes in der Nähe und geben Hilfestellung.  Die 22-Jährige ist eine von 115 Beschäftigten der Werthmann- Werkstätten in der Abteilung Lennestadt und eine von kreisweit über 620 Beschäftigten der Werthmann-Werkstätten. Ihre Mutter Susanne Schneider plagten nie Zweifel, ob sie für ihre Tochter auf einen Arbeitsplatz außerhalb der Werkstatt bestehen sollte. „Inklusion gibt es auch hier. Luisa wird ständig da abgeholt, wo sie gerade steht. Nicht jeder Tag ist gleich. Auf dem freien Arbeitsmarkt hätte sie kaum eine Chance“, ist sich Susanne Schneider sicher und fügt hinzu: „Ich wollte nicht, dass Luisa diesen geschützten Rahmen verlässt. Sie fühlt sich hier wohl und hat hier auch ihre Freunde.“ Susanne Schneider klingt überzeugend und ist sich sicher, dass es für ihre Tochter Luisa der richtige Weg ist. Schon die Vorgespräche waren sehr informativ und feinfühlig“, blickt Susanne Schneider zurück und war danach schon von der Einrichtung überzeugt. Nach der Aufnahme in die Werkstatt folgten 27 Monate beruflicher Bildung. Im dreimonatigen Eingangsverfahren werden zunächst die Fähigkeiten und Interessen des Maßnahmeteilnehmers durch praktische Arbeiten und anerkannte Testverfahren. Gemeinsam mit Luisa Schneider und ihrer Mutter wurde dann auf dieser Grundlage der weitere individuelle Qualifizierungsverlauf geplant. In der folgenden zweijährigen Berufsbildungsmaßnahme wurden praktische und fachtheoretische Kenntnisse in vielfältigen Qualifizierungsbereichen vermittelt. „Nach Abschluss des Berufsbildungsbereichs erhielt Luisa Schneider wie die anderen Teilnehmer ein Abschlusszertifikat, das die Lerninhalte ihrer bisherigen Förderung dokumentiert. Den Neigungen und Fähigkeiten entsprechend erhielt Luisa Schneider einen individuell angepassten Arbeitsplatz in den Werkstätten. Neben den fachlichen Kenntnissen werden auch ihre sozialen und lebenspraktischen Fähigkeiten planmäßig gefördert. „Es gibt kleine Arbeitsgruppen und dabei wird auch auf psychische Erkrankungen geachtet Ich bewundere die Arbeit hier. Luisa ist selbständig und wird es jeden Tag mehr, sie geht jeden Tag glücklich und motiviert zur Arbeit. Ich weiß, dass meine Tochter in den Werkstätten am richtigen Platz ist – dies entlastet sie und meine ganze Familie. Ich bin froh, dass wir diesen Weg gehen durften “, fügt Susanne Schneider hinzu. Gruppenleiterin Andrea Drüeke ist sich sicher, dass viele Eltern die ähnliche Fragen haben, wie Frau Schneider diese hatte. Sie gibt den Tipp, Kontakt zu den Angehörigen des Angehörigenbeirates aufzunehmen. Diese stehen für Fragen gerne zur Verfügung. Auf dieser Homepage sind die Kontaktdaten zu finden.

Ein Traum ist in Erfüllung gegangen....

von links:Günter Rotthoff, Andre Völker, Juliane Strunk, Reiner Hesmert und Michael Lütticke

Für Andrè Völker ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Seit Anfang Dezember vergangenen Jahres arbeitet er bei der Firma Gewiss in Ottfingen in einem sozialversicherten Beschäftigungsverhältnis. Die Firma Gewiss gehört zur internationalen Gewiss Group mit Sitz in Italien. Sie entwickelt, fertigt und vertreibt Komponenten der Elektroinstallation für Handwerk und Industrie. Zuvor arbeitete der 25-jährige im Betrieb seit März 2011 im Rahmen eines betriebsintegrierten Arbeitsplatzes (Außenarbeitsplatz) der Werthmann-Werkstätten. „Das war jetzt der nächste und logische Schritt“, freut sich auch Günter Rotthoff, sein Integrationsassistent von den Werthmann-Werkstätten, der ihn die vergangenen Jahre begleitet hat.

 

Andrè Völker ist eine echte Erfolgsgeschichte. Im September 2010 kam er nach seiner Schullaufbahn in die Werthmann-Werkstätten und absolvierte zunächst den Berufsbildungsbereich. Nach einem Praktikum bei der Firma Gewiss hat er hier seine berufliche Bildung fortgeführt. „Als Andrè den Wunsch äußerte, in ein sozialversicherten Beschäftigungsverhältnis  zu wechseln, haben wir nicht lange gezögert und ihm diesen Arbeitsplatz angeboten“, so Betriebsleiter Reiner Hesmert. „sonst drohte die Gefahr, dass wir einen guten Mann verlieren.“

 

 

Möglich war das, weil viele positive Faktoren zusammen kommen. Zum einen Andrè Völker selber. Er ist begeistert von seiner Arbeit als Lagerhelfer. Zahlen sind seine Welt und damit kann er sich Artikelnummern gut merken. „Außerdem habe ich auch den Staplerführerschein gemacht.“ Zum anderen aber auch seine Kollegen. Sie wissen um seine Schwächen und Stärken. „Wir benötigten im Lager Unterstützung und starteten den Versuch, hier einen betriebsintegrierten Arbeitsplatz als Lagerhelfer zu errichten“, erklärt Reiner Hesmert. Dank der fachlichen Anleitung und kollegialen Begleitung durch den „Paten“ Michael Lütticke im Betrieb gelang die Inklusion im Arbeitsleben vorbildlich. Michael Lütticke ist für Andrè Völker erster Ansprechpartner, wenn es Fragen oder Probleme gibt.

 

Ansonsten stand ihm Günter Rotthoff zur Seite. Doch da heißt es jetzt Abschied nehmen, denn das Beschäftigungsverhältnis mit den Werthmann Werkstätten ist nun zu Ende. „Natürlich bin ich sehr stolz auf seinen beruflichen Werdegang – die Vermittlungen auf einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz sind für uns besondere Erfolgsmomente.“, betonte der Integrationsassistent. Die helfende Hand an Andrès Seite ist in Zukunft Juliane Strunk vom Integrationsfachdienst. Der Integrationsfachdienst (IFD) Siegen, Olpe, Wittgenstein und die Werthmann Werkstätten kooperieren hier eng miteinander.

  

Wie gut ihre Hilfe ist, konnte Andrè Völker schon gleich erfahren. „Als nächstes möchte ich meinen Führerschein machen.“ Dafür gibt es finanzielle Unterstützung vom Integrationsfachdienst. Das begrüßt auch Betriebsleiter Reiner Hesmert. „So könnten wir sein Aufgabenspektrum auch um Kurierfahrten erweitern.“ Das eigene Auto ist dann ein weiteres Ziel. Andrè Völker wird das schaffen. Da sind sich alle einig. Nun verdient er zum ersten Mal seinen eigenen Lohn von dem er für sein Auto sparen will. 

 

Auch für die Firma Gewiss gab es Unterstützungsleistungen. Sowohl bei dem betriebsintegrierten Arbeitsplatz als auch beim Übergang von den Werkstätten für Menschen mit Behinderungen in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis kann der Beschäftigungsgeber finanzielle Zuschüssen anfordern.

 

Andrè Völker war einer der derzeit 33 betriebsintegrierten Arbeitsplätzen der Werthmann-Werkstätten. Sie sind in unterschiedlichsten Bereichen wie Industriebetrieben, öffentlichen Verwaltungen und sozialen Einrichtungen angesiedelt - Tendenz steigend. Nun gehört er zu den acht Mitarbeitern, die es in ein sozialversichertes Beschäftigungsverhältnis in den letzten Jahren geschafft haben. 

Zu Beginn der Fastenzeit wurde das Aschenkreuz in der WWA gespendet: „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst."

Aktuelle Infos über die Olympischen Spielen in leichter Sprache erhalten Sie hier: www.sportschau.de/olympia/leichte-sprache/

Die verantwortlichen Führungskräfte legten jetzt die Ziele für 2018 fest. Schwerpunkte sind  offensive Maßnahmen zur Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen wie das Bundesteilhabegesetz. 

Zeit verschenken.....

 

Es gibt Menschen, die verschenken ihre Zeit – regelmäßig. Eine Stunde in der Woche, einen Tag im Monat oder individuell wie es in ihren Lebensalltag passt. Eine von ihnen ist Constance Remhof aus Finnentrop-Heggen. Die Mutter von zwei Kindern steckt gerade mitten in den Vorbereitungen zum Krippenspiel für die anstehende Weihnachtsfeier. Ihre Akteure: Beschäftigte der Werthmann -Werkstätten, Abteilung Attendorn.

Die Verbindung zu den Werthmann-Werkstätten in Attendorn kam über ein Praktikum. Die gelernte Physiotherapeutin studiert derzeit soziale Arbeit an der Uni Siegen. Zwei Praktika gehören zur Ausbildung. Eins davon absolvierte sie im vergangenen Jahr in der Abteilung und blieb anschließend als ehrenamtliche Kraft.

„Man geht am ersten Tag hierhin und weiß nicht genau, was einem erwartet“, erinnert sich die 36-Jährige an ihren ersten Arbeitstag. „Doch die Menschen hier machen es einem leicht und viele sind mir im Praktikum so ans Herz gewachsen, dass ich seitdem ehrenamtlich im Haus tätig bin.“

Ehrenamt und Werthmann-Werkstätten, eine Verbindung auf die man nicht sofort sieht, denn eigentlich verbindet man damit, dass hier für Menschen mit Behinderung eine Teilhabe am Arbeitsleben entsprechend ihrer Möglichkeiten geboten wird. „Aber die Beschäftigung umfasst  so viel mehr“, so Nina Fecker von der Abteilung eXtern. „Wir möchten die Kompetenz und Fähigkeiten, aber auch Erlebnisse der Beschäftigten erweitern. Dazu brauchen wir ehrenamtliche Hilfe.“

Das Aufgabenfeld ist riesig. Einmal wöchentlich die Menschen mit Behinderung zum Schwimmen zu begleiten,  bis zu sechs Mal im Jahr den Fahrdienst für extern Beschäftigte zum gemeinsamen Stammtisch übernehmen, eine Wandergruppe begleiten, gemeinsam Lesekompetenz verbessern, künstlerisch tätig werden, Projekte und Workshops anbieten, den Chor der Werkstätten zu Auftritten begleiten, gemeinsam Sport treiben,… die Liste lässt sich beliebig verlängern.

„Wir haben schon einige Projekte, die noch mehr helfende Hände benötigen“, erklärt Ute Böhmer von der Abteilung Attendorn. „Wir sind aber auch offen für neue Vorschläge und Ideen. Hier kann jeder auch seine eigenen Talente einbringen.“

Voraussetzung für ein ehrenamtliches Engagement: Freude am Umgang mit Menschen, Zuverlässigkeit, Geduld, Einfühlungsvermögen und ganz wichtig: Humor und Gelassenheit.

Dafür gibt es neben neuen Erfahrungen auch Begleitung und Unterstützung durch hauptamtliche Mitarbeiter. „Niemand wird allein gelassen. Es gibt immer Unterstützung und Ansprechpartner. Wer möchte, kann auch an Fortbildungen teilnehmen. Man muss sich nur auf die Menschen einlassen“, weiß Nina Fecker.

Gefragt ist jeder, ob Student, Männer und Frauen mit freier Zeit, aber auch Senioren, die im Ruhestand noch etwas bewegen möchten. „Das Ehrenamt ist seit einiger Zeit zu einer wichtigen Säule der fachlichen Arbeit in den Werthmann Werkstätten geworden“, so Andreas Mönig, Leiter der Werkstätten. „Wir wollen zum einen Menschen dabei behilflich sein, in ihrer Freizeit eine sinnvolle Aufgabe zu übernehmen und Erfahrungen mit Menschen mit Behinderung zu machen. Zum anderen wünschen wir uns, dass das Angebot für unsere Beschäftigten mehr Vielfalt in ihr Arbeitsleben bringt und Inklusion spürbar wird. Für die Einsatzgebiete und die Intensität sind fast keine Grenzen gesetzt.“

Weitere Informationen geben Ute Böhmer (02722/9212017) uboehmer@caritas-olpe.de  oder  Nina Fecker (02722/9212850) nfecker@caritas-olpe.de.

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