Info-Börse

Hier erhalten Sie aktuelle Informationen für Menschen mit Behinderungen, Angehörige und Interessierte.

 

Für diese Informtionen übernehmen wir keine Gewähr. Die jeweilige Informationsquelle ist ausgewiesen.

Tipp: Bedarfe dokumentieren!

 

Im Rahmen der Neuorganisation der Eingliederungshilfe (Bundesteilhabegesetz) werden im Herbst diesen Jahres alle Bedarfe für die Menschen mit Behinderungen beantragt. Gemeint sind alle Bedarfe! Nur durch die Beantragung dieser Bedarfe können diese auch refinanziert werden.

Wir schlagen Ihnen vor, die Bedarfe jetzt schon zu dokumentieren. Legen Sie sich persönlich einen Ordner an und schreiben Sie auf, was Sie in welchem Umfang tagtäglich an Hilfestellungen durchführen. Dies wird Ihnen die Beantragung später erleichtern (17.05.2019).

Aktuelles zum BTHG

 

Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) ist seit Anfang 2017 in Kraft. Die Umsetzung erfolgt in vier Phasen. Durch das BTHG soll soll ein Perspektivenwechsel nach der UN-Behindertenrechtskonvention vollzogen werden: von der Ausgrenzung zur Inklusion, von der Einrichtungs- zur Personenzentrierung, von der Fremd- zur Selbstbestimmung, von der Betreuung zur Assistenz, vom Kostenträger zum Dienstleister und von der Defizitorientierung zur Ressourcenorientierung.

Ziel des neuen Gesetzes ist es, die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen aus dem "Fürsorgesystem" heraus zu führen und zu einem modernen Teilhaberecht weiter zu entwickeln. Die Leistungen für Menschen mit Behinderungen sollen noch personenzentrierter ausgerichtet werden und sich am persönlichen Bedarf des Einzelnen orientieren. Die Umsetzung der signifikantesten Veränderungen steht im Jahr  2020 bevor. Dann werden Leistungen der Eingliederungshilfe (Fachleistungen) und Hilfe zum Lebensunterhalt getrennt. Die Leistung der Eingliederungshilfe beinhalten zukünftig Betreuung, Begleitung, Teilhabe, Hilfestellungen. Leistungen zum Lebensunterhalt sind Miete, Nebenkosten und Lebensmittel. Aktuell nimmt der Kostenträger diese Trennung nicht vor und finanziert die Gesamtkosten pauschal.

 

Wer weitere Infos haben möchte, kann sich unter der E-Mail: cbp-a.beirat.anmeldung@t-online für den Newsletter für Angehörige anmelden.

 

aus: Pressebericht zuum Infoabend "BTHG - und jetzt?" am 07.03.2019

Impfungen für Beschäftigte in den Werthmann-Werkstätten

 

  • Impfempfehlungen können u.a. im Internet unter „www.rki.de" (Robert Koch Institut, Berlin) in der neuesten Version eingesehen werden unter den Veröffentlichung der "Ständige Impfkommission bzw. STIKO".

  • Vor Jahren sind in den Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission Beschäftigte in Behinderteneinrichtungen für die Impfung gegen Hepatitis A und B mit aufgenommen worden. Dies war früher nicht so.

  • Damit besteht aber auch der Anspruch, dass diese Impfungen zu Lasten der Krankenkassen beim Hausarzt durchgeführt werden können.

  • Es ist zu prüfen, ob alle einen ausreichenden Impfschutz haben (das sind im allgemeinen 3 Impfungen gegen Hepatitis B bzw. 3 Kombiimpfungen gegen A und B bzw. 2 Impfungen gegen Hepatitis A.)

  • Dies können alle impfenden Ärzte beurteilen und evtl. ergänzende Impfungen empfehlen. Hierfür wichtig ist ein vollständig geführter Impfausweis.

  • Die Impfung ist sicher.

  • Es gibt aber keine Verpflichtung zu den Impfungen

 

..aus der Vollversammlung der Werthmann-Werkstätten vom 24.09.2018

Verhütung von

Zahnerkrankungen bei Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen

Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen haben aufgrund ihrer besonderen Lebenssituation künftig einen gesonderten Anspruch auf Leistungen zur Verhütung von Zahnerkrankungen. Ziel ist es, das überdurchschnittlich hohe Risiko für Karies-, Parodontal- und Mundschleimhauterkrankungen für diesen Personenkreis zu senken. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am Donnerstag in Berlin die Erstfassung einer Richtlinie beschlossen, in der Art und Umfang des vertragszahnärztlichen Leistungsspektrums festgelegt sind. Abhängig vom Mundgesundheitsstatus sollen vorbeugende Maßnahmen geplant und die Mundgesundheit der Versicherten erhalten oder verbessert werden.

Die wichtigsten neuen Leistungen

  • Erhebung des Mundgesundheitsstatus
    Bei der zahnärztlichen Erhebung des Mundgesundheitsstatus wird der Pflegezustand der Zähne, des Zahnfleischs, der Mundschleimhäute sowie des gegebenenfalls vorhandenen Zahnersatzes beurteilt. Die Statuserhebung bildet die Grundlage für einen individuellen Mundgesundheitsplan. Die Erhebung erfolgt einmal im Kalenderhalbjahr.
  • Erstellung eines individuellen Mundgesundheitsplans
    Der individuell zu erstellende Mundgesundheitsplan umfasst Maßnahmen, mit denen die Mundgesundheit gezielt gefördert werden soll. Insbesondere geht es um Empfehlungen zur Zahnhygiene, zur Fluoridanwendung, zur zahngesunden Ernährung sowie der Verhinderung/Linderung von Mundtrockenheit.
    Die Erstellung beziehungsweise Anpassung des Mundgesundheitsplans erfolgt einmal im Kalenderhalbjahr.
     
  • Aufklärung zur Mundgesundheit
    Bei der Mundgesundheitsaufklärung werden den Versicherten und ggf. Helfenden die empfohlenen Maßnahmen erläutert und ggf. auch praktisch demonstriert. Die Mundgesundheitsaufklärung erfolgt – in engem zeitlichen Zusammenhang zur Erstellung des individuellen Mundgesundheitsplans – einmal im Kalenderhalbjahr.
     
  • Entfernung harter Zahnbeläge
    Die Versicherten haben regelmäßig – einmal im Kalenderhalbjahr – Anspruch auf die Entfernung harter Zahnbeläge.

Der Beschluss zur Erstfassung der Richtlinie nach § 22a SGB V wird dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zur Prüfung vorgelegt und tritt nach Nichtbeanstandung und Bekanntmachung im Bundesanzeiger am 1. Juli 2018 in Kraft

Presseerklärung GBA (Gemeinsamer Bundesausschuss, 37/2017)

Neueste Infos:

Die Werthmann-Werkstätten waren zu Gast in der Lernfabrik der Ruhr-Universität Bochum. Mehr dazu hier

Zu einem Praxistag laden die Abteilung Olpe der Werthmann-Werkstätten und die Nebenstelle Welschen Ennest am Donnerstag, 4. Juli, von 8:00 bis 14:00 Uhr ein. Mehr dazu hier.

Bürgermeister Hundt zu Gast in den Werthmann-Werkstätten

Das Stadtoberhaupt spricht mit den Beschäftigten der Abteilung Lennestadt über die Europawahl. Mehr hier.


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